Betrugsmasche

Polizei und Verbraucherschützer warnen: So erkennen Sie Fake-Shops im Internet

Verbraucherschützer zeigen, wie man Fake Shops im Internet erkennt.
Foto: AntonioGuillem / Getty Images
30. August 2018
Fake-Shops, die im Netz Konsumenten abzocken, erkennt man längst nicht mehr so einfach. Denn die Betreiber werden immer professioneller. Polizei und Verbraucherschützer erklären, wie man den Kriminellen nicht ins Netz geht.
Schicke Optik, eine Internetadresse mit einem ".de", saubere Rechtschreibung und keine Fehler in den Texten - wer auf einen solchen Shops stößt, ahnt kaum, dass Betrüger dahinter stecken. Das erklärt auch, warum so viele Verbraucher zuletzt auf Fake-Shops hereingefallen sind. Laut dem "ARD-Kriminalreport" sollen bereits 4,4 Millionen Bürger in Deutschland an falsche Verkäufer geraten sein. Die Daten dazu stammen vom "Marktwächter Digitale Welt" der Verbraucherzentrale Brandenburg. 
Die hohe Zahl der Betrogenen zeigt: Die Betreiber der Shops haben dazugelernt. Sie bieten meist Kleidung, Sportartikel und Sportschuhe bekannter Marken, aber auch Haushaltsgeräte, Elektroartikel oder Fahrräder an. Die Shops wirken aufgeräumt, die Domain endet auf einem ".de". In der Sendung erklären die Fahnder, dass es eine Professionalisierung dieser Shops gegeben habe. "Es ist schwierig so einen Fake-Shop zu erkennen, weil die Qualität in den letzten Jahren extrem zugenommen hat", so Polizeioberkommissar Fabian Herrmann. Gefälschte Shops seien früher leicht zu erkennen gewesen. "Aber das ist heute nicht mehr der Fall."

Fake-Shops erkennen

Doch woran können Kunden Fake-Shops erkennen? Die Verbraucherzentralen berichten, dass die Tricks der Betrüger nur funktionieren, wenn die Zahlung per Vorkasse überwiesen wird. Denn dann bekommt der Kunde höchstens ramschige Ware zum überhöhten Preis - oder eben gar keine Lieferung. Das Geld ist dann weg. Auch auffällige Internetadressen, fehlende oder gleichklingende Userbewertungen, das Fehlen der AGB oder des Impressums sollte Kunden zeigen: Hier sind Kriminelle am Werk. Denn Betreiber von Shops sind dazu verpflichtet, den Firmennamen, die geographische Adresse und eine E-Mail-Adresse anzugeben. Vor allem, wenn namhafte Produkte zu unrealistisch günstigen Preisen angeboten werden, sollten Kunden einen Bogen um den Shop machen.
Die Polizei gibt aber auch Tipps, wie sich Kunden schützen können:

1. Keine Spontankäufe!

Gerade, wenn Sie den Shop nicht kennen, sollten Sie den Preis eines Produktes im Netz vergleichen. Was verlangen Konkurrenten? Ist der Preis günstig oder schon unrealistisch billig? Außerdem googlen Sie den Namen des Shops. Gibt es schon Seiten, auf denen andere Kunden ein Feedback gegeben haben? Gerade in Foren machen sich viele Kunden ehrlich Luft.
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2. Bei der Zahlart keine Experimente

Kaufen Sie nicht bei Shops ein, die ausschließlich Vorkasse als Zahlungsart anbieten. Die Polizei rät, auf Rechnung zu kaufen. Beim Lastschriftverfahren kann die Zahlung noch bis zu acht Wochen nach Einzug rückgängig gemacht werden. 

3. Unsicher? Finger weg!

Sie haben kein gutes Gefühl? Einiges kommt Ihnen komisch vor? Dann bestellen Sie dort nicht. "Sie sollten das gewünschte Produkt nur beim Händler Ihres Vertrauens erwerben", schreibt die Polizei. 

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kg