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Noch Fragen?

472.000 SPD-Mitglieder sollen bestimmen, wer 80 Mio. Deutsche demnächst regieren soll. Muß ich das verstehen?

Da könnte man doch gleich Neuwahlen durchführen. Oder fehlt mir da einfach die basisdemokratische Grundeinstellung???
Frage Nummer 82875
Antworten (10)
Ist dies nicht eine zumindest breitere Basis als wenn es nur die Nahles und Gabriel alleine entscheiden?
Lieber Amos, du weißt, wie man Umfragen macht? Man befragt 1000 Bürger, quer durch alle sozialen Schichten. Und verkauft das Ergebnis dann als das, was die Meinung der deutschen Bevölkerung ist. Und hier werden 472.000 (die Zahl übernehme ich mal ungeprüft☺) Bürger befragt. Die 472-fache Menge einer für eine aussagekräftige Umfrage erforderliche Menge an Personen. Dir fehlt sicher nicht die basisdemokratische Grundeinstellung, aber eine Abstimmung von 472k Menschen zu einer politischen Entscheidung, das ist schon demokratisch.
Die Frage ist, was passiert, wenn die Koalition abgewählt wird. Der SPD kann eine Neuwahl im Moment nicht gelegen kommen.
Falsch, bh: hier werden 472.469 [Spiegel-online] SPD-Mitglieder befragt. Nicht 472.469 Bürger. Sie stellen keinen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung dar. Das entspräche einer Befragung von ausschließlich Vegetariern zum Veggie-Tag der Grünen. BTW: die restlichen 79,6 Mio. fallen dabei unter den Tisch und werden nicht gefragt.
Die restlichen Millionen wurde doch schon´gefragt.
Hier geht es jetzt doch darum, dass die Parteispitze ihre Mitglieder fragt, wollt ihr, dass wir koalieren oder sollen wir 4 Jahre in die Opposition.
Soll Gabriel die Linken befragen oder die FDP-Mitglieder? Ein Parteivorsitzender sollte die Richtungen und Strömungen in der Partei vertreten, nicht die aller zig-Millionen in Deutschland.
Bei anderen Parteien entscheidet so was die Parteispitze, bei der SPD demnächst auch wieder.
Du hattest doch in den vergangenen fünf Jahren auch kein Problem damit, dass 60.000 FDP-Mitglieder darüber entschieden haben, wer regiert...
Die Abstimmung geht nicht darüber, wer D regiert, sondern darüber, ob sich die SPD daran beteiligt. Und da gibt es kein demokratischeres Mittel als eine Mitgliederbefragung. Wenn sich die Mitglieder dagegen entscheiden (und dafür reichen theoretisch 47.201 "Nein"-Stimmen), dann macht die SPD halt nicht mit. Dann ist es an der CDU, eine andere Möglichkeit zu finden.
Wer entscheidet denn in der CDU? Da werden die Mitglieder gar nicht gefragt, da entscheiden gerade einmal 20 Personen darüber, wer regiert (wenn nicht sogar nur eine...)
Wieder falsch: es haben nicht die 60.000 FDP-Mitglieder darüber entschieden, sondern die Wähler der CDU, CSU und FDP. Dabei handelt es sich ganz andere Zahlen (Die genauen Zahlen zu recherchieren, erspare ich mir.)
ich gestehe zu, dass mein Vergleich mit den FDP-Wählern genauso hanebüchener Unsinn ist wie Dein Statement.
Die Wähler entscheiden einzig und alleine darüber, welche Partei wieviele Abgeordnete in den Bundestag schickt. That's it und das ist passiert.
Ob Parteien zusammenarbeiten und wie sie es tun, damit hat der Wähler nichts mehr zu tun. Darüber entscheiden die obersten Parteigremien und das ist bis heute mmer nur eine Handvoll Leute.
Bei den Verhandlungen zwischen CDU und FDP in der vergangenen Legislaturperiode waren das vielleicht drei Dutzend, die entschieden haben, dass wir eine CDU/FDP-Regierung bekommen. Ähnlich viele haben jetzt beschlossen, dass es keine schwarz-grüne Regierung gibt (und einer alleine hat entschieden, dass es eine Maut geben wird...).
Die SPD fragt halt jrtzt nicht die 200 Delegierten eines Parteitages (was z.B. die CDU tut), sondern alle.
Und: ja, Dir fehlt das Verständnis für Basisdemokratie!
Ich finds gut. Besonders weil ich mitentscheiden darf. :-)
Ansonsten wurde schon alles wesentlich geschrieben. Ich hab nur eine Anmerkung.
Ing. du schriebst, falls die SPD Mitglieder sich dagegen entscheiden, macht die SPD halt nicht mit und die CDU müsse eine andere Möglichkeit finden.
Dem stimme ich nicht zu. Die Möglichkeiten der CDU sind begrenzt. Ich glaube, die SPD macht dann ein neues Faß auf und die Grünen machen auch mit. Dann kann die Linke mal beweisen, ob sie regierungsfähig ist, wie sie immer behauptet. Falls das nicht funktioniert, kann man RRG genauso mittendrin platzen lassen wie SR . Mir gefällt RRG nicht, ich hatte auf RG gehofft. Aber Angela und noch ein paar so ätzende Typen wären wenigstens weg.
Was mich viel mehr abnervt, ist dass dieser ganze Mist nun glücklich 3 Monate gedauert hat, bis hier eine "neue" Regierung stand, für mich ein Negativrekord.
SO gewöhnt man es den Leute endgültig ab, zur Wahl zu gehen....
Wir haben doch vor 3 Monaten entschieden, wer uns demnächst regieren soll.

Jeder der CDU oder SPD gewählt hat, musste und konnte mit einer großen Koalition rechnen. Und jetzt im Nachhinein beschweren? Verstehe ich nicht.