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Noch Fragen?

Alice Schwarzer nennt Lohfink-Urteil einen "Skandal". Weshalb?

Wenn ein deutsches Gericht zum Urteil der falschen Vergewaltigungsbeschuldigung kommt, wird es sich im Zeichen der medialen Öffentlichkeit die Sache nicht leicht gemacht haben. Unter diesem Aspekt wäre ein Freispruch, ein noch größerer Skandal. Nach dem Video braucht erhebliche Fantasie, um ein freiwilliges Sexabenteuer der Frau Lohfink auszuschließen. Nur weil Frau Schwarzer nicht wieder den bösen Mann und Vergewaltiger am Pranger sieht, muss es noch lange kein Fehlurteil und damit ein Skandal sein.
Frage Nummer 3000057623
Antworten (47)
Für meinen Freund Amos. Hier das fehlende "es", wenn es besser passt, hier auch ein "man". Einzusetzen nach Gusto.
Hää?
bh_roth
Du auch könne Deitsch? Häh, isse mehr fir Leid midt nix gut Aussproch.
Da es recht still geworden ist um die Steuerbetrügerin, muss sie sich jetzt wieder an den Wahrnehmungshorizont der Bevölkerung spülen. Trotzdem liegt sie falsch. Und das Urteil ist viel zu milde, sieht man sich die Strafandrohung für Vergewaltigung an.
Die Richterin hat kein Urteil gesprochen, nach dem es an Beweisen mangelt, sondern hat in ihrer Begründung ausgeführt, dass die Anschuldigungen der Vergewaltigung eindeutig widerlegt sind.
Wenn Gutachter zu dem Ergebnis kommen, dass auf dem Video nichts davon zu sehen ist, dass die Schlampe keinen Spaß an der Sache verspürt hat, und dass niemand, der mit KO-Tropfen ausgeschaltet ist, zum Telefon greift, seinen Manager anruft, und dann noch eine Pizza bestellt, dann muss auch ein Person wie Schwarzer einsehen, dass sie hier für niemanden stellvertretend eingreifen muss.
Ist Alice Schwarzer nicht eine Frau, die davon lebt, Männer als Vergewaltiger hinzustellen?
bh_roth
Entschuldige bitte, aber jetzt konnte ich deutlich mehr verstehen als aus dem, Hää?
Kompliment an die deutsche Justiz.
Da wird sich vielleicht so manche Frau überlegen, ob sie einen Mann – oder mehrere Männer – aus Rache der Vergewaltigung bezichtigt.

In Schweden ist das offensichtlich anders, siehe den Fall Julian Assange.
erstens: das von rayer nachgeworfene "es" kommt hinter "nach dem Video braucht" und "erhebliche Fantasie".

Zweitens: zu diesem Prozess gibt (auch aus meiner Sicht als Schöffe) einiges zu sagen. Ich habe leider gleich einen anderen Termin und muss Euch daher aus später vertrösten. Sorry.
rayer,
bh_roth wusste nicht, dass du meintest, dass man "es" oder "man" in den Satz "... Nach dem Video braucht es/man erhebliche[r] Fantasie ..." einbauen sollte.
@Panther
Frau Schwarzer ist für mein Verständnis ein Mensch der glaubt, Beziehungen bestehen zu allererst aus Unterdrückern und Unterdrückten. Da vom Geschlecht Frau und offenbar in jungen Jahren jede Menge schlechter Erfahrungen, ist für ihr Weltbild erst mal der Mann der Unterdrücker. Ich wüsste zu gerne, wenn Männer mal die Wahrheit über ihre Beziehung offenbarten, wie hoch der Anteil der unterdrückten Männer ist. Wichtig scheint für mich, ob eine Beziehung funktioniert. Eine Betriebsanleitung von jemanden, der offenbar Beziehungen eher wenig gelebt hat, halte ich für untauglich.
Hm, rayer,
hier mal ein kleiner Ausschnitt aus meinen Memoiren:

Ich wurde während meiner Zeit, als ich noch zur Arbeit ging, von einer Frau sexuell belästigt (sexual harassment). Ich berichtete diese Vorfälle der Geschäftsleitung.
Niemand hatte ein Interesse daran.

Da mein Schwiegervater Rechtsanwalt war, legte ich den Herren dar, dass er für mich die Firma verklagen würde, falls sie der Belästigung nicht Einhalt böten.

Die Antwort war: "Why don't you fuck her? She's a good looking chick."

Als ich das ablehnte, legte man mir nahe, doch den Arbeitgeber zu wechseln.
Ich geh' in's Bett. Good night.
Danke Amos.
Bisher war dieser Tread eigentlich ganz anständig und die Umgangssprache in angenehmen Niveau. Genau das meinte ich die Tage mit meinem Post.
"Am Besten gefällt er mir, wenn er in die Gossensprache verfällt. Da weiß man sofort wenn man vor sich hat".
Man kann es kaum glauben, dass Du aus einem gehobenen Elternhaus stammen möchtest, Deine Sprache steht mehr für soziale Wohnsiedlung im städtischen Randbezirk.
Habe heute offenbar einen schlechten Tag. Hier noch das fehlende "h".
In Frau Schwarzers Weltbild sieht es so aus, dass ein Mann, der von einer Frau der Vergewaltigung bezichtigt wird, schuldig ist und bestraft werden muss. Alles was nicht in ihr Weltbild passt, ist ein Skandal.
Ach rayer, Du Dummbatz, verstehst nichts und regst Dich auf.
Rayer. Nicht nur heute hast du einen schlechten Tag. Brauchst dich übrigens nicht rechtfertigen für die Rechtschreibfehler. Wir wissen ja, was los ist.
Was ich verstehe oder nicht, übersteigt Deinen Horizont. Und um Dir eine Freude zu machen, hab ich bei copy & paste den Fehler gleich drin gelassen.
und nun der zweite Teil meiner Ausführen, wie vorhin angekündigt (oder angedroht, je nach Sichtweise):

Eine Frau geht zur Polizei und zeigt zwei Männer an, die sie vergewaltigt haben sollen. Es kommt zum Prozess, den beiden Männern kann die Tat nicht nachgewiesen werden; sie werden freigesprochen. Bis hierhin ist bei einem Prozess alles mehr oder weniger üblich.

Aber: zwischen "wir können es nicht nachweisen" und "wir wissen, dass sie es nicht getan haben" besteht ein deutlicher Unterschied. Ein Unterschied, der der Staatsanwältin nicht klar war. Und diese Staatsanwältin, die den Unterschied nicht erkennt, geht hin und sagt, die Frau habe gelogen, und schickt ihr deswegen einen Strafbefehl. Das ist schon ein starkes Stück. Dazu kommt, dass diese Staatsanwältin in diesem Strafbefehl einen Tagessatz von 300 Euro festlegt. Ein Tagessatz in diesem Zusammenhand ist ein Dreißigstel eines NETTO-Monatsgehaltes. Das heißt: die Staatsanwältig geht ohne nähere Erklärungen einfach davon aus, dass die Frau schlappe 9000 Euro NETTO im Monat nach Hause bringt, also etwa 100000 Euro (noch einmal: NETTO, also nach Abzug von Steuer, Sozialabgaben etc) im Jahr.
Und das bei einer Person, die 2015 nachweislich ihrer Steuererklärung etwa 35000 Euro BRUTTO verdient hat.

Ich kann voll und ganz verstehen, dass Frau Lohfink sich dagegen gewehrt hat. Sie hat folgerichtig Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. Aber dann hat sie sich den falschen Anwalt ausgesucht. Anstatt die Formalismen des Strafbefehls zu hinterfragen, hat er eine medienwirksame Kampagne aufgezogen, ohne Rücksicht auf seine Mandantin. Und so kam es, wie es kommen musste.

Übrigens, Bh-roth: auch Gutachter können Blödsinn erzählen oder sich zumindest irren. Das habe ich ebenfalls schon erlebt. Nur weil ein Gutachter etwas sagt, bedeutet es nicht automatisch, dass es stimmt.
hphersel

Die Geschichte mit den KO-Tropfen kann meiner Meinung nach nicht stimmen. Wenn jemand offensichtlich lügt, macht ihn das halt unglaubwürdig. Eine Motivation für die Vergewaltigungsbeschuldigung könnte darin bestehen, Publicity zu bekommen. Das hat ja auch prima geklappt.
@hphersel
Deinen Ausführungen kann ich folgen und aus der Sicht wie Du es hier darlegst ist auch nicht daran zu zweifeln. Nur, und jetzt kommt für mich das Entscheidende, im Video sehe ich den Nachweis, dass zumindest während der Aufzeichnung es zu keiner Vergewaltigung kam. Dein Einsatz als Schöffe in allen Ehren, wie erklärt sich für Dein Verständnis die Aussage es seien K.O. Tropfen im Spiel gewesen, mit der Tatsache noch völlig entspannt mit dem Agenten zu sprechen und eine Pizza bei Heimservice zu bestellen. Die Glaubwürdigkeit ist damit dahin und was bleibt für den Richter?
Zitat: "Man kann es kaum glauben, dass Du aus einem gehobenen Elternhaus stammen möchtest, Deine Sprache steht mehr für soziale Wohnsiedlung im städtischen Randbezirk."

Genau Amos, du solltest dir mal ein Beispiel an Rayer nehmen. Der weiß, wie man sich gehoben ausdrückt (z.B. "Hämorrhoidenlutscher"). Selten so gelacht.

Rayer, du widersprichst dir mit jedem Post hier mindestens dreimal selber und das ist gar nicht so einfach.
@Hämorrhoidenlutscher
Weißt Du eigentlich, was Hämorrhoidenlutscher bedeutet?
Solche Spezialnomen sind mir nicht bekannt, Geh' wieder in Deinen Darkroom!
Des einen Freud' // des Andren Leid.
Rayer, es gibt Unklarheiten, keine Frage. Deswegen sind im ersten Prozess die beiden Männer ja auch freigesprochen worden. Es gab halt keinen Beweis für eine Vergewaltigung. Aber noch einmal: dass es keinen Beweis für eine Vergewaltigung gab, bedeutet nicht, dass es keine Vergewaltigung gab. Diesem Denkfehler ist aber die Staatsanwältin nach dem ersten Prozess aufgesessen, und deswegen kam es zum Strafbefehl, den Frau Lohfink - aus meiner Sicht zu Recht - nicht akzeptiert hat. Deswegen hat sie Einspruch eingelegt, deswegen kam es jetzt zum zweiten Prozess, an dessen Verlauf - ebenfalls aus meiner Sicht - ihr Anwalt nicht unschuldig ist. Ein Einspruch, der sich auf Verfahrensfehler stützt, ware wahrscheinlich erfolgreich gewesen, hätte aber in der Öffentlichkeit wohl keine Aufmerksamkeit ausgelöst.

Die Frage nach den K.O.Tropfen ist ein anderes Problem: Gut, es waren nach Aussage des Sachverständigen keine solchen, denn dann wäre sie wohl auch körperlich "weg" gewesen, und das war sie erkennbar nicht. Wir wissen aber alle - einige hier sicher auch aus eigener Erfahrung - dass es noch andere Substanzen gibt, die das Bewusstsein trüben, ohne den Körper umkippen zu lassen, sodass der Mensch zwar bei Bewusstsein erscheint, bei denen aber hinterher, wenn die Wirkung nachlässt, keine Erinnerung an diese Zeit mehr vorhanden ist. Ich habe nirgendwo gelesen, dass solche Mittel defintiv ausgeschlossen wurden. Sorry, aber auch hier gilt für mich zumindest mit dem mir vorliegenden Wissen: eine wissentliche Falschaussage ist Frau Lohfink nicht nachzuweisen.

Im Übrigen: nachdem Kachelmann freigesprochen war, hat er versucht, die Klägerin wegen Falschaussage zu belangen. Sie wurde mit der Begründung freigesprochen, dass "ungeklärt (sei), ob Claudia D. tatsächlich gelogen, die Wahrheit gesagt oder aufgrund einer "autosuggestiv kontaminierten" Wahrnehmung objektiv falsche Angaben gemacht hat, die sie subjektiv jedoch als zutreffend empfinden musste. "

Klar? Frau D glaubt, sie sei wirklich vergewaltigt worden, weil sie den Akt als solche empfunden hat, deshalb könne von einer *wissentlichen* (!) Falschaussage keine Rede sein.
Ich sehe keinen Unterschied zwischen ihrer Aussage und der von Frau Lohfink.
doch, HP, es gibt einen wesentlichen Unterschied.
In der Causa Kachelmann stand Aussage gegen Aussage - im Zweifel kann man weder dem einen beweisen, dass er vergewaltigt hat, noch dem anderen, dass die Behauptung falsch ist.
In der Causa Lohfink gibt es ein Video. Ich kann Dir leider nicht sagen, was da zu sehen ist, aber für das Gericht steht es zweifelsfrei fest, dass es sich nicht um eine Vergewaltigung handelt, sondern um fröhlichen einvernehmlichen Dreier.

Was Frau Schwarzer umtreibt, ist wohl die Szene, in der sie vernehmlich ein "Hör auf" von sich gibt. Das weiß ich jetzt nicht zu deuten. So einvernehmlich eine Sache begonnen haben mag, wenn der Andere nach "Hör auf" eben nicht aufhört, dann ist das für mich immer noch eine Vergewaltigung.
Das Gericht hat es wohl dahingehend interpretiert, dass mit der derzeitigen Variante aufgehört werden soll, nicht mit dem Vogang insgesamt. Das hört sich in meinen Ohren ein wenig nach tönernen Füßen an. Mal sehen, ob sie in Revision geht.
This is Alice Schwarzer - Das sind alles Neger. This is Roy Black - Das ist der König der Neger. Quelle: Otto Waalkes.
Selten ein hirnloseres Geschwafel wie das eurige, hphersel ausgeschlossen, gelesen, wa ing?
Wir haben auch so eine Alice Schwarzer in Australien. Sie heißt Germaine Greer, die ist manchmal sogar witzig.

Als wir mal – für eine kurze Zeit – eine weibliche Prime Minister (Kanzlerin) hatten (Julia Gillard), hatte Germaine ihr öffentlich empfohlen, sich weiblicher anzuziehen, damit man ihren dicken Arsch nicht so sieht.

🍑
ing,

inBezug auf die Geschichte mit dem "Hör auf!" gebe ich Dir völlig recht.
Aber noch einmal: Was wirklich geschah, wissen nur die Beteiligten. Fakt ist aber, dass beide Frauen angaben, das Geschehen als traumatisch empfunden zu haben. Deswegen hat laut Gerichtsurteil Frau D eben nicht "bewusst die Unwahrheit gesagt", weil sie ihre Aussage wirklich geglaubt hat. Auch Frau L glaubt, vergewaltigt worden zu sein. In ihrem Empfinden war das so, auch wenn die Kamera (die egal wie lang der Film ist, nicht die komplette Zeit des Zusammensein zeigt, sondern immer nur einen Teil!) etwas anderes darstellt. Kann irgend jemand beweisen, dass sie nicht vergewaltigt wurde, während die Kamera nicht lief? Für eine *bewusste* (!) Falschaussage von Frau L. sehe ich einfach keinen Hinweis, genausowenig wie bei Frau D.
Zum Glück erfolgt die Rechtsprechung in Deutschland durch Juristen und nicht durch Feministinnen. Nicht nur A. Schwarzer, sondern auch die für den Stern berichtende Sylvia Margret Steinitz leidet in dem Fall unter einer seltsamen Wahrnehmungsstörung. Sowas nennt man wohl selektive Wahrnehmung und Verdrängung von Fakten.
Wenn ich mir die Vita der Frau Lohfink betrachte, glaube ich eher, daß der Dreier einvernehmlich stattfand. Ich war nicht dabei und das Video war shyce, aber sie war durchaus aktiv beteiligt ... Ohne Probleme!
Und das, was man in sexueller Erregung verbal von sich gibt, kann man nicht immer juristisch verwerten.
Die Begründung des Gerichts war für mich schlüssig.

1. Hat ein Sachverständiger der Charite eindeutig nachgewiesen, dass nicht, wie behauptet, ko-Tropfen im Spiel waren.

2. Gab es lt. gynäkologischem Bericht keine Verletzungen. Die Angeklagte hatte übelste Verletzungen geschildert.

3. Hat die Angeklagte nach dem Sex sich telefonisch bei ihrem Management gemeldet und ihre Verspätung angekündigt. Anschließend hat sie Pizza für alle bestellt.

4. und das war wohl einer der schwerwiegendsten Punkte: Am Folgeabend hatte sie erneut mit einem der Beschuldigten Sex. Es ist wohl sehr unwahrscheinlich, dass man erneut zu seinem Vergewaltiger geht, zumal, wenn man angeblich schwerste Verletzungen im Intimbereich davongetragen hat.

Die Passage "Hör auf" bezog sich nach Wahrnehmung des Gerichts und Sichtung des Videos eindeutig auf die Videoaufnahme und nicht auf den Sex.
@hphersel
1. Soweit ich mich erinnere, wurde der erste Prozess wegen offensichtlicher Falschbeschuldigungen" eingestellt. Nicht mangels Beweisen.
2. Natürlich wird nicht jede Frau, die einen Mann fälschlicherweise (oder nicht beweisbar) beschuldigt gleich zu einer Geldstrafe verurteilt. Im Fall Lisa Gina geschah dies, weil sie trotz des Urteils behauptete, es wäre so gewesen.
3. Nicht die Staatsanwältin hatte die Geldstrafe festgelegt, sondern ein Amtsgericht. Die haben sich sicherlich die Unterlagen kommen lassen.
4. Die Tat war 2012. Da interessieren die Steuererklärungen von 2015 nicht. 2012 war Gina noch gut im Geschäft.
Keiner von uns war dabei. Weder beim Akt, noch bei einem der beiden Prozesse. Wir alle sind auf das angewiesen, was wir aus den Medien erfahren haben. Und die Medien sind auch nicht immer objektiv, teilweise infolge extremer Verkürzung sogar schlicht falsch. Und daher kann ich aus den mir vorliegenden Informationen nur zu den von mir bereits dargelegten Überlegungen und Folgerungen gelangen. Wenn jemand aufgrund anderer Informationen zu einem anderen Urteil gelangt, ist es auch in Ordnung. Ich habe niemals behauptet, ich sei als Einziger im Besitz der wirklichen Wahrheit. Wir werden nie erfahren, was wirklich geschah und wer denn nun Recht hat. Aber das ist mir letzten Endes relativ egal; es gibt wichtigeres im Leben.

Womit ich aber ein massives Problem habe, ist eine Vorverurteilung, egal in welcher Richtung. Ob es nun Frau Schwarzer ist, für die alle Männer potentielle Vergewaltiger sind, oder Typen wie einige hier, die mehr oder weniger deutlich behaupten, Frau Lohfink habe sich aufgrund ihres Lebenswandels selber zuzuschreiben, dass sie vergewaltigt wird oder dass ihr keiner glaubt. So etwas empfinde ich als menschenverachtend und als absolutes NO-GO!
hphersel

Das ist nicht richtig, was du über die User hier sagst. Es gab einige, die in Zweifel gezogen haben, dass es überhaupt eine Vergewaltigung gab aber niemand hier, der die angebliche Vergewaltigung entschuldigt hätte. Das wäre auch völlig verkehrt.
Als Amos vor einiger Zeit die Frage veröffentlich hat, warum der Stern so viel über Gina-Lisa Lohfink schreibt und ob die überhaupt jemand kennt, hieß es fast unisono, nein, kennen wir nicht, so etwas lesen wir nicht. Das hat sich nun in kurzer Zeit gewaltig geändert, jetzt gibt es viele Experten zu dem Thema. Schmunzel.
Ich hätte noch zwei passende Bezeichnungen für dieses "Model". Wetde ich aber nicht veröffentlichen, sonst werde ich noch verklagt.
streiche t, setze r.
Zombiejäger, ich habe auch nicht behauptet, dass *hier* jemand eine vergewaltigung entschuldigen würde. Aber ich habe oft genug gelesen oder sogar hören "dürfen", dass Frau L. selber schuld sei , "so wie die sich schon anzieht" oder ähnliches. Ich werde auch sauer, wenn jemand meint, eine Prostituierte könne gar nicht vergewaltigt werden, weil sie ja "für jeden die Beine breitmacht" oder wenn einer Prostituierten eine Vergewaltigung nicht geglaubt wird, eben weil sie ja eine Prostituierte ist und daher schon als solche nicht glaubwürdig sein kann. Und Posts in dieser Richtung habe ich hier schon gelesen; ich finde so etwas zutiefst menschenverachtend.
Ein Sachverständiger hat eindeutig nachgewiesen ...
Selten so einen Unsinn gelesen!

Skorti, der Strafbefehl ist ein Mittel der Staatsanwaltschaft, ein strafbares Verhalten ohne Anklageerhebung zu ahnden und zu beenden. Ein Gericht ist in dieses Verfahren nicht eingebunden. Erst der Widerspruch gegen den Strafbefehl führt zur Anklage und i.d.R. zur Hauptverhandlung. Das Gericht erlässt dann ein Urteil. So oder so. Denn auch Staatsanwälte/innen können irren.
Bleibt noch die menschenverachtenden Beleidigungen gegen Frau Schwarzer.
Erst einmal danke an hphersel und ing für Eure sachlichen Erläuterungen und Beiträge.

Das erste Mal das ich Frau Schwarzer bewusst wahrgenommen habe war um 1971 in ihrem Streitgespräch mit Esther Vilar. Falls sie vorher in Erscheinung getreten ist, war ich noch zu jung um das mitzubekommen. Alice Schwarzer war brilliant, Esther Vilar war es nicht. Esther Vilar hatte aber eine größere Fan-Gemeinde von selbstmitleidigen Männern und sicherlich auch von ein paar Frauen, Alice Schwarzer, wurde auch damals schon angegriffen, von eben diesen selbstmitleidigen Männern und auch ein paar Frauen. Da gab es sicher ein paar, die sachlich gegen sie argumentiert und sich mit ihr auseinander gesetzt haben, der größere Teil aber hat sicherlich genauso erbärmliche persönliche Angriffe unter der Gürtellinie gegen sie gefahren, wie das hier in diesem Thread auch nachgelesen werden kann.

Seit 1971 sind rund 45 Jahre vergangen, in denen sie mehr oder weniger ständig solchen Angriffen und Spießrutenlaufen ausgesetzt gewesen ist. Sie hat es häufig angesprochen und sicher auch unzulässig verallgemeinert. Dass man diesen Eindruck bekommen kann, wenn man in ihrer Position ist, kann ich sofort nachvollziehen.

Ich denke auch, dass sie eine Reihe von Fehlern gemacht hat, im Laufe der Jahre zunehmend über das Ziel hinausgeschossen ist.
Aber ausgerechnet die Leute, die sich nicht entblöden in einer so menschenverachtenden Art über sie her zu ziehen, wie hier in dieser Community nachzulesen, sind nun wirklich die Allerletzten, die Grund hätten sich zum Richter über sie aufzuspielen.
@Matthew: "Angriffe unter der Gürtellinie" - Köstlich die Formulierung!

Ich bin kein Richter, benutze aber hin und wieder meinen gesunden Menschenverstand (der allerdings von bestimmten Usern manchmal bezweifelt wird *fg*)
Frau Schwarzer ist eben eine echte Hardcore Feministin und verteidigt alle Frauen, egal ob sie im Recht sind oder nicht. Das ist neben ihrer Steueraffäre noch ein weiterer Grund warum sie von vielen nicht mehr ernst genommen wird.