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Noch Fragen?

Am 26.Januar ist Australia Day. Es mehrt sich Kritik am Anlaß des Nationalfeiertages. Werden die Australier ihre Vergangenheit aufarbeiten?

Der Melbourner Stadtteil Mordeland City und zwei weitere Stadtteile verweigern bereits ihre Teilnahme an dem Fest. Die Stadträtin Sue Bolton hat sich dazu auf facebook geäußert. Sie vergleicht die Invasion der Europäer und den anschließenden Genozid an der einheimischen Bevölkerung mit dem Holocaust
Frage Nummer 3000082924
Antworten (19)
Hier der Originaltext mit copy and paste.
Moreland took a big step forward last night in voting to acknowledge that:
* to acknowledge that 26 January marks the beginning of the British invasion
* acknowledge that Aboriginal and Torres Strait Islander people never ceded sovereignty
* acknowledge that the first Day of Mourning was held on 26 January 1938
* supports the change the date campaign
* advocates to the federal government to change the date
This is in line with the decisions of the Fremantle, Yarra and Darebin councils. Socialist Alliance councillor Sam Wainwright initiated the discussion in Fremantle council which led to moves in the Melbourne councils to stop recognising the day. It is also similar to moves in various Latin American countries to stop celebrating Columbus Day which similarly marked the colonialist invasion of that continent and the dispossession of the indigenous people.
The Wurundjeri council sent a letter to the council strongly supporting the move. The Wurundjeri also published a statement supporting the motions at Yarra and Darebin councils.
It is significant to recognise that the continent was invaded by the British and stop recognising the date at the beginning of that invasion as "Australia Day". What happened to the Aboriginal and Torres Strait Islander people from that date was a holocaust. Celebrating that date would be like celebrating the Nazi holocaust as Germany Day. It is absolutely reprehensible.
I've been asked what date I think Australia Day should be shifted to. I honestly can't think of any other date that would be suitable other than the day that a Treaty is signed with the First Nations people. There are other dates to celebrate more than 26 January, like the Eureka Stockade uprising which won many democratic rights, despite being defeated, and in 1856 when Melbourne's stonemasons became the 1st workers in the world to win the 8-hour day. But the only truly inclusive national day to celebrate is the signing of a Treaty.
The only drawback on the night was that the majority of Moreland councillors also voted to keep citizenship ceremonies on 26 January. This contradicts the spirit of the motion and is grossly insensitive to the Wurundjeri who will be asked to come and do a Welcome to Country on the day.
Ist das Zufall, dass sich der australische Suffkopp heute nicht zu Wort meldet? Oder will er über diese Frage Gras wachsen lassen?
Als missratener Sohn einer "Nazi Mutter" sucht er wohl noch nach einem Standpunkt in der Nachbarschaft.
@Elfigy
Der australische Suffkopp war mit seinem Mofa zum Surfen gefahren, vermutlich runtergefallen besoffen auf dem Heimweg.
Er wollte zum Schwanensee. Schlussakkord. Vorhang. R.I.P. - aus Höflichkeit.
@Elfigy,
es war kein Zufall, dass ich mich nicht gemeldet habe. Mein Leben findet zu 99,99% außerhalb dieser Community statt.

Es stimmt, dass es Diskussionen gibt, the »Australian Settlement« in »Australian Invasion« umzubenennen. Und man arbeitet an einem Vertrag, dass unsere First Australians in der Verfassung besonders aufgeführt werden.

Es ist an der Zeit, dass unsere wundervollen Landsleute, die ja 50.000 Jahre vor den Briten hier waren, anerkannt werden. Das dauert eine Weile, man kann nicht einfach eine Verfassung schnell mal ändern.

Weshalb man nicht am 26. Januar seine Citizenship feiern sollte, entzieht sich mir. Man kann es an jedem Tag im Jahr.
Aber ein paar deutsche Australien-Experten wissen sicher eine Antwort.

Erstaunlich jedoch, dass Deutschland mal wieder mit dem Holocaust erwähnt wurde. Ja, ja, die bösen deutschen Nazis. Für sonst nix gut.
Es geht eben nicht darum, dass die wundervollen Landsleute anerkannt werden. Als was anerkannt? Als Menschen oder was?
Es geht darum, dass sich die weißen Australier zu dem Genozid an der australischen Urbevölkerung bekennen und diese dafür um Verzeihung bitten.
Und genau das hat Prime Minister Kevin Rudd am 13. Februar 2008 im Parliament of Australia gemacht.

Apology
Da hat der gute Prime Minister Kevin Rudd nur schlappe 200 Jahre länger gebraucht als deutsche Politiker beim Holocaust. Nenn ich ein Paradebeispiel für Anerkennung der politischen Verantwortung.
@Graf_Mucki,
ich hoffe, das hier wird deine Frage beantworten:

Apology Transcript

The Speaker of the House (Hon Harry Jenkins MP): The Clerk.

The Clerk: Government business notice number 1, Motion offering an apology to Australia's Indigenous peoples.

The Speaker: Prime Minister.

Prime Minister (Hon Kevin Rudd MP): Mr Speaker, I move:

That today we honour the Indigenous peoples of this land, the oldest continuing cultures in human history.

We reflect on their past mistreatment.

We reflect in particular on the mistreatment of those who were Stolen Generations - this blemished chapter in our nation's history.

The time has now come for the nation to turn a new page in Australia's history by righting the wrongs of the past and so moving forward with confidence to the future.

We apologise for the laws and policies of successive Parliaments and governments that have inflicted profound grief, suffering and loss on these our fellow Australians.

We apologise especially for the removal of Aboriginal and Torres Strait Islander children from their families, their communities and their country.

For the pain, suffering and hurt of these Stolen Generations, their descendants and for their families left behind, we say sorry.

To the mothers and the fathers, the brothers and the sisters, for the breaking up of families and communities, we say sorry.

And for the indignity and degradation thus inflicted on a proud people and a proud culture, we say sorry.

We the Parliament of Australia respectfully request that this apology be received in the spirit in which it is offered as part of the healing of the nation.

For the future we take heart; resolving that this new page in the history of our great continent can now be written.

We today take this first step by acknowledging the past and laying claim to a future that embraces all Australians.

A future where this Parliament resolves that the injustices of the past must never, never happen again.

A future where we harness the determination of all Australians, Indigenous and non-Indigenous, to close the gap that lies between us in life expectancy, educational achievement and economic opportunity.

A future where we embrace the possibility of new solutions to enduring problems where old approaches have failed.

A future based on mutual respect, mutual resolve and mutual responsibility.

A future where all Australians, whatever their origins, are truly equal partners, with equal opportunities and with an equal stake in shaping the next chapter in the history of this great country, Australia.
Und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit die ihr Deutschen dieser Community unserem – dem australischen – Land und unserem Volk entgegenbringt, und uns bei unseren innenpolitischen Bestrebungen unterstützt, seitdem ich, ein Australier, den Vorsitz dieser Gemeinschaft übernommen habe.

Vorher wusstet ihr nicht einmal, wo Australien auf der Erde liegt. Jetzt wisst ihr, es liegt am Arsch der Welt.
Dein Englisch ist wirklich Mist Schwan. Was hat das Apology Transcript von Kevin Rudd mit der Kritik von Graf Mucki am Nationalfeiertag zu tun?
Bei Graf Mucki ging es um die Invasion der Europäer und den anschließenden Genozid an der einheimischen Bevölkerung seit 1788. Bei Kevin Rudd geht es um den versuchten Ethnozid und eklatanter Verstoß gegen die Menschenrechte zwischen 1900 und 1972. Kennst Du eigentlich den Unterschied zwischen Äpfel und Birnen?
Dear Elfigy,
wie du lesen konntest, hat PM Kevin Rudd bereits vor fast 10 Jahren das getan, was du gerade gefordert hast. Sich entschuldigt und um Verzeihung gebeten.
Die Entschuldigung wurde von den First Australians angenommen.
Damit ist es jedoch nicht vorbei. Wir haben noch eine große Arbeit vor uns, die von beiden Seiten geleistet werden wird.

Deine Frage nach »als was anerkannt« versuche ich damit zu beantworten – denn ich bin in den Verhandlungen ja nicht dabei – dass unsere Aboriginal peoples in unserer Verfassung als das anerkannt werden, als das, was sie sind. Die ersten Australier.

Wenn (nicht falls) wir das schaffen, werden wir das erste Land auf der Welt sein, das so etwas geschafft haben wird.
Daran könnte man sich eventuell in Nord- und Südamerika ein Beispiel nehmen.

Und damit ihr Deutschen nicht ausgeklammert werdet, vielleicht solltet ihr die Nachkommen der Römer (Heiliges Römisches Reich Deutscher Nationen) einen besonderen Platz in eurem Grundgesetz einräumen. Aber das meine ich nicht ernst, das sind ja auch nur schlappe 2100 Jahre.
@Graf_Mucki,
ich hoffe, deine Frage »Werden die Australier ihre Vergangenheit aufarbeiten?« wurde mit der Entschuldigung von Kevin Rudd beantwortet.
Falls nicht, bin ich gern bereit, weitere Fragen von dir zu beantworten.
Swan, erkläre bitte den Zusammenhang von Heiliges römisches Reich deutscher Nation und 2100 Jahre.

Ein Tipp: Google machts leicht, wenn das Wissen nicht reicht.
Ich habe euch noch ein paar hundert Jahre zukommen lassen, damit ihr euch nicht zu klein und unkultiviert vorkommt.

Also wattennu?
Die Italiener in eure Verfassung aufnehmen, oder was?
Oh je, eure Verfassung heißt ja Grundgesetz.
Also los, lass jucken!
Italien!?

Und was ist mit China?
Glaube mir, die Chinesen würden das nicht wollen.
Die haben keinen Grund, euch ernst zu nehmen.