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Noch Fragen?

Am Telefon melde ich mich immer mit Namen, andere nur mit:"Ja, hallo?" Ich finde das unhöflich! Bin ich der Einzige?

Häufig frage ich dann zurück: "Wer ist da, bitte?"
Frage Nummer 97755
Antworten (11)
Oder hängt das mit panischer Angst vor Stalkern, Telefondiensten und Werbefuzzies zusammen?
Nein, Amos, du bist nicht der Einzige.
Ich empfinde das ebenfalls als unhöflich und frage daher auch immer ausdrücklich nach, wer denn da in der Leitung ist. Nach miener Erfahrung sind trifft das Geschilderte besonders auf Mobilfunkanschlüsse und jüngere Menschen, als wir es sind, zu.
Ich glaube nicht, daß das Angst vor Stalkern oder Werbeanrufen zusammenhängt. Es ist eher eine allgemeine Veränderung der Umgangsformen, an die wir uns gewöhnen müssen. So, wie auch "Guten Tag" oder Guten "Abend" durch "Hallo" ersetzt wird. Mit Hallo an sich habe ich keine Probleme, wenn ich auf Kollegen, Freunde oder Bekannte treffe, bei Unbekannten oder Geschäftspartnern passt es (mir) aber nicht.
Und ich dachte, ich alter Knacker wäre der letzte, der noch Manieren hat.
naja; früher ewar es so, dass der Anrufer nie sicher sein konnte, ob er auch wirklich bei dem Teilnehmer landen würde, den er erreichen wollte, und der Angerufene wusste nie, wer ihn anrief.
Heute ist die Situation eine andere. Technik stellt sicher, dass ich auch wirklich die richtige Nummer wähle, beim Angerufenen erscheint in aller Regel meine Nummer. Schon vor dem Abheben sind also genügend Informationen geflossen, und wer sich heute nur mit "Hallo?" meldet, drückt zumindest unbewusst aus, dass er sich im Moment durch den Anruf (oder durch den Anrufer) gestört fühlt - oder zumindest irritiert, weil ihm die Nummer des Anrufenden unbekannt ist.
Wenn ich angerufen werde, ans Telefon gehe und mit "Ja, Hallo" das Gespräch annehme, darauf hin der Anrufer fragt, wer denn dran sei, kommt von mir regelmäßig der Satz: Wen wollten sie denn anrufen?
Wenn auf mein "Ja, Hallo" der Anrufer sich namentlich vorstellt, habe ich auch kein Problem damit, meinen Namen zu sagen. Ich verrate meinen Namen nicht, bevor ich nicht weiß, wer anruft. Ansonsten könnte ich es mir sparen, keinen Eintrag im Telefonbuch zu haben. Das hat mit Unhöflichkeit nichts zu tun, auch nichts mit veränderter Kultur. Das ist nur Vorsicht.
Mit dem Telefonbucheintrag habe ich kein Problem. Ich besitze noch das Telefonbuch von Breslau von 1942, da steht sogar die berufliche Stellung meiner Großeltern drin. Ich glaube, das hat mit der zunehmenden Skepsis zu tun, etwas von sich preiszugeben. Aber bei fb und twitter alles posten, was man in den letzten 24 Stunden gegessen und gemacht hat, einschl. sexueller Handlungen mit Photos. Das ist doch widersinnig! (Becker, Pocher, und Co.)
@wiki: ich bleibe dabei, für micht ist das nicht gerade höflich. Ich weiß nicht, wen ich anrufe, gerade wenn ich eine private Festnetznummer wähle, kann jedes Familienmitglied (bis zur Schwiegermutter) am anderen Ende der Leitung sein.
Ich finde es auch unhöflich. Ich verstehe auch nicht, weshalb ich vorsichtig sein soll. Unerwünschten fremden Anrufern sage ich, daß ich nicht belästigt werden möchte und lege auf.
das kommt ein wenig darauf an...
Bei meinem Festnetzanschluss melde ich mich mit Namen - da gehen in meinem Haushalt verschiedene Personen dran und nicht jeder Anrufer erkennt meine Stimme.
Bei meinem Handy sieht das anders aus. Wenn ich im Display erkennen kann, wer anruft, begrüße ich ihn/sie mit seinem/ihrem Namen. Wenn nicht, dann melde ich mich da auch mit Hallo. Das Handy ist persönlich, der Anrufer weiß, wer drangeht (falls er sich nicht verwählt hat) und soll mich bitte auf den gleichen Informationsstand bringen, indem er seinen Namen nennt.
Und bei unterdrückter Rufnummer gehe ich of gar nicht dran, sondern lasse den Anrufer eine Nachricht in der Mobilbox hinterlassen.
Letztendlich ist das eine deutsche Eigenart, in England, USA, Schweden, Frankreich, Italien, Japan käme kaum ein Mensch auf die Idee, sich mit seinem Namen zu melden.
Pronto?