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Gast

Arbeitgeber will Urlaub nicht bezahlen, hat 10 Tage Urlaub abgezogen aber nicht bezahlt

Was soll ich tun?? Ich bin im Fahrdienst tätig auf 450 Euro Basis, hatte 10 Tage Urlaub die wurden mir auf der Abrechnung abgezogen (zuerst standen 16 Tage Urlaub und in der nächsten Abrechnung nur noch diese 6 Tage) aber nicht ausbezahlt. Da ich mit dem Firmenfahrzeug einen leichten Heckschaden hatte will er von mir 500 Euro Selbstbeteiligung haben da ich diese Klausel leider im Vertrag unterschrieben hatte die er jetzt jedoch seit September aufgehoben hat und seit September auch den Leuten wieder den Urlaub zahlt und sich lt. seiner Aussage dem Bundesurlaubsgesetz anpasst...... hääää??
Rechtlich gesehen steht mir doch der Urlaub zu und muss doch auch gezahlt werden, oder nicht, aber er sagt meine Versicherung zahlt den Schaden nicht also bekomme ich auch den Urlaub nicht bezahlt. Das darf doch nicht sein, oder? Vlt. kann mir jemand weiterhelfen....... :((
Frage Nummer 3000017289
Antworten (6)
Grundsätzlich ist Aufrechnung schon möglich, die Selbstbeteiligung sollte aber unzulässig sein, das Unternehmerrisiko kann nicht auf einen Minijobber abgewälzt werden.

Rede nochmal mit dem Chef und mach ihm klar, dass der Unfall sein Risiko ist. Hilft das nicht bleibt nur das Arbeitsgericht.

bye Myri
wenn ich das einigermaßen richtig verstehe, hat Dein Arbeitgeber das (Dir eindeutig zustehende) Entgelt für den Urlaub mit der (ihm eindeutig zustehenden) Selbstbeteiligung am Fahrzeug verrechnet.
Das scheint auf den ersten Blick nicht zu beanstanden zu sein.
@Myri: bei "mittlerer Fahrlässigkeit" (und das ist im Straßenverkehr bei einem selbstverschuldeten Unfall eher die Regel) muss der Arbeitnehmer die Selbstbeteiligung einer Vollkaskoversicherung übernehmen.
Der Summe sind Grenzen gesetzt, die den AN nicht unangemessen benachteiligen sollen, aber bei einem Monatsgehalt wie hier ist eine Grenze m.E. nicht erreicht.
Hmmm...wenn du diese Klausel unterschrieben hast...dann kann man da wohl nix machen.

Ich würde es auch so verstehen, dass dein Arbeitgeber das Urlaubsgeld mit der Selbstbeteiligung verrechnet hat. Sprich einfach nochmal mit deinem Chef.

Ob das jetzt alles so zulässig ist, kann ich dir leider nicht beantworten...
Natürlich darf das nicht sein. Entweder er gewährt dir den Urlaub oder zahlt dir die Urlaubstage aus. Die Frage ist, ob du die Füße stillhalten willst und dir das weiter gefallen lässt oder ob du dich vllt mal besser von einem Anwalt beraten lässt.

Ist die Frage, wie sehr du auf den job angewiesen bist.
Jasaamol - wo sind wir denn?
Auch für deine Branche gibt es Tarifverträge, die der Chef zu beachten hat - sonst wird ihn ein Anwalt darauf kostenpflichtig hinweisen.
Drohe ihm das freundlich, aber schriftlich an und setze eine Frist zur Zahlung von xx bis xx.xx.

Ein Unfall mit Firmenfahrzeug darf dem AN überhaupt nur bei grober Fahrlässigkeit angelastet werden (auch hier hilft der Anwalt), denn alles andere wäre sittenwidrig.
Geh in die Gewerkschaft!