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Noch Fragen?

Asylantenprobleme...Ignorieren oder wahrnehmen ???

In meiner Stadt gibt es einen Aldi in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Asylunterkunft, ca.3500-4000 Personen. Gerüchte gingen herum, dass der Laden wg. erhöhtem Diebstahlaufkommen geschlossen werden solle. In der Lokalpresse wurde dies als böser Schachzug rechtsgerichteter Kreise verurteilt, Aldi Süd verkündete, keine Probleme in dieser Filiale zu haben. Im krassen Gegensatz zur Belegschaft des Ladens. Diese bescheinigten mir, dass geklaut wird ohne Ende, die frühere Stammkundschaft sich weitgehend verabschiedet hat, u.s.w.
Mir geht es nicht um Hetze gegen Asylsuchende, sondern um Offenlegung sozialer Probleme. Durch krampfhafte Vertuschung werden sie sicher nicht gelöst, oder ????
Frage Nummer 3000002163
Antworten (16)
Nein. Von welcher Partei sollten denn diese Probleme angegangen werden? Die leugnen doch alle, dass es diese Probleme gibt.
das Problem liegt darin, dass eine differenzierte Sichtweise keine Schlagzeilen macht und Extrempositionen die Wahrnehmung in Anpruch nehmen.
Natürlich gibt es klauende Asylanten, wahrscheinlich sogar etwas mehr als unter den Eingeborenen, aber eben nicht wirklich viel mehr.
Aber die Wahrnehmung ist eine andere. Das Personal empfindet eine höhere Quote (vielleicht erwischen sie auch nur einfach mehr, weil die Deutschen besser klauen) und formuliert das so, dass alle Asylanten unter Verdacht stehen.
Die Geschäftsführung wird einen Teufel tun, das so zu bestätigen, denn sie würde von der ebenso fanatisierten Unterstützerhorde gewaltig einen übergebraten bekommen.
Beide Reaktionen sind zwei Seiten einer Medaille, die da Rassismus heißt. Solange die Herkunft oder Hautfarbe bei der Bewertung einer Situation eine Rolle spielt, ist das nicht vorbei. Und positiver Rassismus ist nur unwesentlich besser als sein negativer Gegenpart.
Amen.
Ich werde mich in diesem Forum dazu nicht mehr äußern, weil man sofort als Rechtspopulist, Nazi und ähnliches verunglimpft wird.
Diebstahl ist in Lebensmittelläden schon deshalb ein Problem, weil die Gewinnspannen klein sind und auch deshalb Personal fehlt. Einheimische sind aus meiner Erfahrung nicht besser. Außerdem gibt es meines Wissens in anderen Ländern (vielleicht recherchiert das irgenwann ein Sternredaktör) pro Einwohner weniger Lebensmittelläden. Vielleicht ist das auch ein Grund, das Geschäft zu schließen.
Musca: In aller Regel sehen Migranten (gleich welcher Nationalität) vor der Auswanderung dass man im neuen Land (viel) Geld verdienen kann. Von den Lebenshaltungskosten im neuen Land haben sie keine Ahnung oder kümmern sich darum. Sie könnten ja die Daheimgebliebenen aus eigener Erfahrung aufklären. Viele schämen sich aber, weil sie zuhause noch finanzielle Verpflichtungen haben oder Angst vor der "Schande" haben.
@hefe: ja.
Hefe, evtl. in eine Tüte sprechen, Tüte schütteln, nochmals schlucken und dann reden.
@Musca: soweit mir bekannt ist, gibt es in Deutschland keine Asylantenunterkunft mit 3500 oder gar 4000 Bewohnern; dies entspräche Wohnanlagen mit zumindest 800 - 900 Wohnungen!

Ich halte dies für eine sog. "Scheisshausparole"!

Und nach den einschlägigen Statistiken sind Diebstahlsdelikte von Migranten nicht so signifikant umfangreicher, dass sich Unternehmer oder Politiker ernsthaft damit beschäftigen müssten.

Frag doch mal beim zuständigen Polizeipräsidium Deiner Stadt nach!
Ich denke, also bin ich hier falsch. Trotzdem: Man kann mit einer diffenzierten Sichtweise natürlich das Problem entschärfen. Nur hilft das den unmittelbar Betroffenen nicht. Die Polizeistatistiken geben schon einigermaßen die Realität wieder. Wer sich der Realität nicht stellen mag, wird auch diese Statistiken anzweifeln.
@dorfdepp: es geht nicht darum, mit einer differenzierten Sichtweise aus einem großen Problem auf dem Papier ein kleines zu machen.
Es geht schlicht darum, auf beiden Seiten von den Totschlagargumenten ("alle Ausländer sind kriminell" gegen "alles Neonazis") wegzukommen, damit man einfach sachlich diskutieren kann. Es gibt ein Problem. Das Problem hat aber verhältnismäßig wenig mit der nationalen Herkunft zu tun sondern mit der sozialen. Und solange die Nationalkeule heroisch geschwenkt wird, unternimmt man nichts gegen die wirklichen Probleme.
@status-quo-fan: die dortige zentrale Erstaufnahmestelle hat offiziell 1500 Plätze und wenn die so ausgelastet ist wie die bei uns, dann sind da derzeit über 3000 Leute untergebracht. Ist also nicht ganz abwegig.
@ ing793
Zum Glück gab es in diesem Thread keine Ausfälle gegen Asylanten. Nur wurden in Mittelhessen laut einem Polizeibericht in der Lokalpresse vor kurzer Zeit vorwiegend Asylanten aus Georgien bei Einbrüchen festgenommen. Diese Asylanten wussten genau, dass sie hier kein Asyl bekommen, reisten aber bewusst hier ein, um Straftaten zu begehen. Dein Verständnis für diese Leute, die das gewiss aus sozialen Gründen machen, teile ich nicht. Mein Mitleid liegt bei den Leuten , die durch einen Einbruch traumatisiert wurden. Und ich prophezeihe dir, dass dein Verständnis für Straftaten aus sozialen Gründen rapide abnimmt, wenn du selbst einmal deine eigene Behausung zerwühlt und verwüstest vorfinden solltest (was ich dir niemals wünsche :).
P.S.: Das Notaufnahmelager Gießen (was Musca wohl meint), beherbergt z. Zt. 5000 Asylanten, Gießen wehrt sich, aber es werden wohl noch mehr werden.
Zur Erläuterung: Gießen hat 2 Asylunterkünfte, dass kleinere Erstaufnahmelager und das frühere US-Depot, ein riesiges Gelände mit alten Kasernenbauten. Auf dieses Gelände bezogen sich meine Angaben von 3500-4000 Personen. Aber auch dort ist aus Platzmangel ein Teil der Menschen in riesigen Zelten untergebracht, abgeteilt durch einfache Stoffbahnen, wohl um ein Mindestmaß an Intimsphäre zu ermöglichen.
Wie es ist, bei dieser Witterung mit mehreren hundert Menschen in einem Zelt zu hausen, wie die hygienischen Bedingungen aussehen.......ich überlasse es der Phantasie des geneigtem Lesers.
@Status-quo-fan: die aktuelle Belegzahl lässt sich leicht ermitteln, es ist keine "Scheißhausparole", wurde ja auch hier bereits mehrfach bestätigt. Weiterhin geht es auch nicht um Migranten, ich bin selber einer, sondern um Asylanten in einer prekären Situation. Der Filialleiter (auch Migrant !!!) sprach von einem sprunghaften sehr hohem Anstieg der Diebstahlsrate in dieser Filiale seit Bestehen der Asyleinrichtung. Das ist nicht vermutet oder gefühlt, sondern mit einfachen kaufmänischem Wissen ermittelbar.
primusinterparus: Verstehe die Antwort nicht.