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Gast

Autowäsche vs. Reinigungs"abfälle"

Das eine Autowäsche ausserhalb von Waschanlgen verboten ist, ist ja hinlänglich bekannt. In unserer Wohnanlage wird wöchentlich eine Reinigung durchgeführt. Das Schmutzwasser, versetzt mit Chemikalien jeglicher Art, wird nach Abschluss der Reinigung einfach auf der Straße bzw. sogar in den vorhandenen Grünflächen "entsorgt".
Ist soetwas tatsächlich erlaubt, wenn nicht, was können wir als Anwohner dagegen unternehmen?
Frage Nummer 3000015722
Antworten (14)
Ich glaube nicht, daß einem der Mitbewohner dadurch etwas gesundheitliches passiert, es sei denn, er wohnt unter der Grasnarbe oder in der Kanalisation.
Da sollte man als Anwohner unbedingt etwas unternehmen.

Das Abwasser vom Treppen wischen muss dringend als Giftmüll entsorgt werden und darf nicht in die Kanalisation.
Sie kippen das Wasser vom Fensterputzen schliesslich auch nicht in Klo sondern entworgen es als Sondermüll.

Wenn die Reinigungskosten für die Bewohner sich dann verdoppeln, was soll es, nichts geht über das gute Gefühl das Richtige getan zu haben.
Ich dachte, die Reinigungsmittel seien biologisch abbaubar.
Als Anwohner können sie den zuständigen Bündnis 90/Die Grünen Abgeordneten ansprechen, welcher dann eine Kleine Anfrage an die Landes- oder Bundesregierung stellen wird.
Gast
Haben Sie die Leute schon mal direkt angesprochen?
Wie war Reaktion?
Ich bin ganz sicher, dass das Schmutzwasser nicht in Grünflächen entsorgt werden darf. Darin enthalten sind jede Menge Bestandteile, die Sondermüll sind, wie z.B. Treibstoffe und Mineralöle. Vieles davon kann durch die verwendeten Reinigungsmittel zwar gelöst, aber nicht gebunden werden.
Ich wüsste, wohin ich mich wenden würde. Ordungsamt, Umweltamt, Zeitung wären so meine Ansprechpartner.
Lieber bh, man kann auch die Kirche im Dorf lassen. Früher gehörte das Autowaschen am Wochenende zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten, und alle leben noch. Wenn vereinzelt noch per Hand gewaschen wird, ist das sicher nicht umweltschädlicher als wenn Medikamente, Domestos®, Sagrotan® u.Ä. ins Klo geschüttet werden.
Es ist immer wieder schlimm zu sehen, wie egal manchen Menschen unsere Umwelt ist und immer nur sich selbst und ihren Vorteil sehen.
Ich würde auch dringend etwas unternehmen, ob persönlich ansprechen oder Ordnungsamt. Sowas ist nicht in Ordnung!
ähhhh ....
"In unserer Wohnanlage wird wöchentlich eine Reinigung durchgeführt."
... das heißt für mich, es werden Flur und Treppe gewischt. (Beim Gehsteigfegen entsteht kein Schmutzwasser.)
... das heißt, das "Schmutzwasser" enthält nicht mehr Schadstoffe, Chemikalien etc. als das Schmutzwasser, wenn ihr eure Küche wischt.

Was macht ihr denn mit eurem Wischwasser? Nicht in die Kanalisation?
Nur nochmal als Hinweis:
Ausser im Einleitungssatz geht es NICHT ums Autowaschen!
PIP hat völlig recht, er zieht daraus nur die falschen Schlüsse. Tatsächlich ist die Verwendung von Domestos, Sagrotan oder ähnlichen Chemikalien sowie die Entsorgung von Medikamenten über das Abwasser das Unding.
Ansonsten stimme ich Skorti zu. In einer "Wohnanlage" (vulgo Treppenhaus) sammelt sich Straßenschmutz und nach dem Grundsatz Asche zu Asche und Schmutz zu Schmutz darf der auch wieder zurück dorthin. Und ein handelsüblicher Reinigungszusatz auf Essig- oder Zitronenbasis schadet da auch nicht.
Gast
Meine Frau ist bei uns diejenige, welche meistens putzt. Sie vermeidet es grundsätzlich, scharfe, desinfizierende Reinigungsmittel zu verwenden.
Aber ich mache mir gerade Gedanken. Wo sollte ich mit Abwasser vom Putzen denn hin, wenn nicht ins Klo? Auch chemische Reinigungsmittel sind doch "nur" Substanzen aus der Natur, und im Abwasser werden sie letztendlich doch wieder in einer Kläranlage zu Natur...
Gut, bei mir ist es sogar noch anders: ich habe eine Fossa, einen "Abwasser"sammler, der alle paar Jahre mal geleert werden muss, aber der hat kein Problem damit, erst mal alles zu sammeln und mit Hilfe von Bakterien zu zersetzen...
Wenn ich oder ein Nachbar das Auto vor der Tür waschen, fliesst das Wasser den Berg runter. Da geht nichts kaputt, es sterben nicht mal ein oder zwei Grashalme.
Kann es sein, dass da jemand (der Fragesteller) ein bisschen sehr überempfindlich ist?
Gast
@Celsete - Reinigungsmittel, also die Masse, sind keineswegs natürlich. Fragen sie mal in einem Klärwerk nach was da alls an Chemie ankommt - bis zu den Viagrasubstanzen.
Man kann es mit dem Umweltschutz auch übertreiben. Aber da sind wir Deutschen eben Weltmeister.

Woanders sieht man das nicht so eng: Italienurlaub an der Adria. Nachdem das Zimmermädchen das Bad morgens gereinigt hatte, konnte man das Badezimmer geraume Zeit nicht benutzen wegen Vergiftungsgefahr. Da waren ganz andere Dinge im Putzwasser als Domestos etc.!