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Noch Fragen?

Bankenrettungen Teil II

@starmax: Verstanden. Aber: wer konkret ist "die Banken"? Darauf wollte ich doch hinaus. Die Eigentümer haben enorm verloren, wer also? Bei den Politikern gebe ich dir auch recht. Zu Investmentbankern sehe ich jetzt nicht den Zusammenhang.
Zur Niedrigzinspolitik: Der Grund dafür liegt darin, den Konsum anzuheizen. Die reale Geldentwertung ist natürlich auch gewollt, denn die Wirtschaft kommt nur mit Sparbrötchen auch nicht in Schwung. Jetzt aber mal Argumente!
Frage Nummer 68960
Antworten (21)
Die Eigentümer (=Aktionäre) haben nichts oder nur auf dem Papier verloren ("Buchverluste"), einige haben durch Zukauf bei Niedrigkursen und Spekulation (Optionen) stark verdient. Großanleger wurden vorgewarnt und/ oder verschont (s. Zypern).
Bezahlt wird von den Verlierern, die unter den Sparanweisungen der Troika ihren Lebensunterhalt verlieren Auchwir in D gehören demnächst dazu!.
Ich empfehle zu dem komplexen Thema dieses hier als Grundlagenwissen (schlaflose Nächte garantiert)
@starmax:
1. Ich kenne einige fleißige Kleinunternehmer, die reich geworden sind. Fleiß und Reichtum müssen sich somit nicht ausschließen.
2. Commerzbank: Aktienkurs von 40 Euro auf 70 Cent gefallen. Das ist wie eine Totalenteignung und kein temporärer Buchverlust. Die Eigentümer haben fast alles verloren.
3. Ich trauere weder Arbeitsplätzen auf Zypern nach, die sich nur mit russischer Geldwäsche beschäfttigen noch griechischen Beamten, die sich gegenseitig verwalten.
Stechus, was soll der Scheiß?
Du hast doch selbst schon zugegeben, dass das System, welches du gerade verteidigst, ungerecht ist!
Ferner hast du selbst gesagt, dass Subventionen ein Irrweg sind!
[br]
Merkst du noch was?
Platzt dir bei den Widersprüchen nicht der Kopf?
DAS ist Kognitive Dissonanz!
@sockenpuppe: Ganz ruhig. Nicht aufregen. Es ist nicht schlimm, wenn du meinen Argumenten nicht folgen kannst. Offensichtlich fühlt auch starmax sich ertappt, denn darüber, wer nun eigentlich mit "den Banken" gemeint ist, hat er wohl auch noch nicht reflektiert.
Du hast gar keine Argumente!
Du kannst nicht erklären, warum die (vom Staat) geretteten Banken nicht in Staatseigentum übergegangen sind!
(Du denkst nur, dass das schlecht wäre, aber das erklärt gar nichts!)
Du hast zugegeben, dass das System ungerecht ist! (unser "Gerechtigkeitsempfinden verletzt")
Du hast selbst gesagt, dass Subventionen ein Irrweg sind!
(Banken scheinen da eine Ausnahme zu sein???)
[br]
Und ich setzte noch einen drauf: Warum soll es entlassenen Bankern besser gehen, als entlassenen KassierInnen (Schlecker)?
Wenn es um die Gehältern und Boni für die Manager geht, heißt es immer: "Das ist eben freie Marktwirtschft!"
[br]
Und wenn sich Banken verzocken, dann sollen sie vor die Hunde gehen!
DAS ist nämlich auch freie Marktwirtschaft!
[br]
P.S.: Es gibt eine schöne Darstellung, wie das ganze Finanzgesindel unter einer Decke steckt!
Ich sehe da keinen Unterschied zur Mafia!
Wahrscheinlich ist StechusKacktus selber so ein Bonus-Abzocker. Da helfen natürlich auch keine Argumente.
So isses!
Es gibt sogar eine Studie, die zeigt dass das Geld für die Griechenlandhilfe díe Banken gerettet hat!
Wie Einfluss auf die Griechische Politik genommen wird (was Kaktus ja abstreitet) und wie die Bevölkerung verarmt!
[br]
Aber Kaktus soll man ja nicht mit Realitäten konfrontieren, sonst wird sie stachlig (s.o)
Also bitte, Kaktus, nimm das alles nicht so ernst und bleib weiter schön in deiner Seifenblase!
Lieber Sockenpuppe,
die Fragestellung war nicht: "Warum sollen Banken gerettet werden?" sondern "warum ist das Rettungsgeld nicht bei den Menschen angekommen". Und da bin ich der Meinung, dass das Geld durchaus bei den Menschen angekommen ist. Indem die Menschen weiterhin Zugriff auf ihre Spareinlagen, Lebensversicherungen und Renten haben. Bankenrettung ist eine Subvention, die ich eher ablehne. Aber nach Güterabwägung vielleicht im Ausnahmefall doch richtig. Das ist aber eine ganz andere Diskussion. Also entweder bei der richtigen Diskussion mitmachen oder wieder abregen.
Ich muss sagen, Sockenpuppe wird mir immer sympathischer.
@Kaktus: das Rettungsgeld ist eher nicht bei den Menschen angekommen.
Wessen Geld wird denn bei der Bankenrettung gerettet?
Dass es die (Alt-)eigentümer nicht sind, haben wir anhand des Aktienkurses schon festgestellt. Aber auch Menschen wie Du (wahrscheinlich) und ich haben nicht davon profitiert, denn wenn eine Bank pleite geht, dann sind Guthaben bis 100.000 Euro europaweit geschützt und so viel habe ich bei weitem nicht. Ich habe also nichts davon, dass es z.B. die CoBa noch gibt..
Die einzigen, die von der Bankenrettung profitieren, sind diejenigen mit gaaaanz viel Kohle, denn es wird dafür gesorgt, dass die Bank deren Guthaben auf ein Konto ihrer Wahl auf die Caymans überweisen konnte.
Welche Bank zahlt denn Renten aus?
Das ist doch Quatsch!
Und Spareinlagen bis 100 000 (oder so) werden sowieso vom Staat abgefangen!
Wenn also jemand profitiert, dann sind es die reichen Pfeffersäcke, die eh schon genug haben (Stichwort Gerechtigkeit)!
[br]
"Bankenrettung" ist eine Umverteilung des Geldes von Arm nach Reich und nicht umgekehrt!
Prima, wir sind auf der sachilchen Ebene angekommen. Danke.
1.Unternehmen sparen die Renten ihrer Mitarbeiter in Pensionsfonds an. Diese platzieren die Gelder bei Banken, um eine möglichst hohe Verzinsung zu erhalten. Geht die Bank pleite, ist das Geld für künftige Renten weg.
2. 100.000 € ist für eine Lebensversicherung nicht sehr viel. Auch dieses Geld wäre weg.
3. Am Fall der Commerzbank sehen wir, dass lange nicht alle Mitarbeiter gerettet werden, denn nun müssen schon wieder 5.200 von ihnen gehen.
4. Banken leihen sich untereinander ohnehin kaum noch Geld. Wenn das Risiko noch höher wird, leidet die Kreditvergab an Unternehmen. Das wiederum führt zu ausbleibenden Investitionenen in der Realwirtschaft mit der Folge einer höheren Arbeitslosigkeit.
5. Ich bin nicht Angestellter einer Bank und mich kotzen die übertrieben hohen Boni auch an. Es gibt davon allerdings nur vergleichsweise wenige.
Kaktus: Bist du wirklich der Meinung, dass es in großer Zahl Aktionäre gibt, die die Co-Bank-Talfahrt von Anfang bis Ende mitgemacht haben? Ich glaube, die wirst du mit der Lupe suchen müssen... Dein "Eigentümerverlust" kannst du also nur theoretisch aufzeigen, praktisch gehts am Aktienmarkt täglich zu wie im Taubenschlag. Man kann übrigens auch auf fallende Kurse spekulieren und damit satte Gewinne machen.
Dass die Politk(er) so handeln mußte, ist klar, denn ein Crash der Anlegerkohle und KLV-Veträge etc. hätte sie aus ihren Sesseln hinweggefegt. Pures Eigeninteresse also, von dem die Banker per Bonus sauber profitiert haben. Ich hätte eine frühzeitige Marktbereinugung per Crash besser gefunden. Der kommt nämlich jetzt und wird viel härter.
@kaktus
Meine Reaktion war wohl etwas überzogen. Insbesondere mein Antwort auf die Hauptschulfrage. Schlagfertig bist du jedenfalls, muss ich anerkennen.

Ich denke, dass Kombi-System aus Boni und Bankenrettung führt direkt in den Abrund, da quasi ohne Risiko gezockt werden kann. Beim Bankensektor bin ich jedenfalls für mehr staatliche Kontrolle. Das gilt allerdings nicht unbedingt in anderen Branchen.
Stechus, dass Du nicht bei einer Bank arbeitest, hättest Du nicht erwähnen müssen, das ist beim Inhalt Deiner Antwort von alleine klar geworden, denn Ahnung davon, wie Gelder bei einer Bank verwaltet werden, hast Du nicht.
Pensionsfonds geben das Geld nicht einer Bank. Sie kaufen Anleihen (mutige vielleicht auch Aktien) Die Bank verwaltet das und wenn der Anleihegeber(!) pleite geht, dann geht da was verloren. Aber wenn die verwaltende Bank pleite geht, dann muss sich der Pensionsfonds "nur" einen neuen Verwalter suchen.
Gleiches gilt für die Lebensversicherer. Das Geld der Versicherten wäre weg, wenn der Versicherer pleite geht, nicht wenn die Bank pleite geht.
Aktien, Anleihen und Fonds sind Sondervermögen und gehen nicht in die eventuelle Konkursmasse einer Bank ein (Außer den Anleihen natürlich, die die Bank selber herausgegeben hat und den Bankaktien)
Theoretisch richtig, ing793. Aber eben nicht weltweit und nicht in der Praxis.In USA z.B. ist durch Aufhebung des Glass-Stegall-Act die - brisante - Mischung von Geschäfts- und Investmentbanking wieder möglich geworden. Im übrigen dürfen auch deutsche Banken mit dem Aktienvermögen ihrer Kunden teilweise spekulieren. Und Risiken bei halblegalen Töchtern auslagern, Bilanzkosmetik betreiben und, und und...
@starmax: nicht nur theoretisch und doch weltweit!!
Banken dürfen nur mit dem Geld arbeiten (von mir aus auch spekulieren), das ihnen vom Anleger direkt anvertraut wurde.
Natürlich versuchen sie, Mittel und Wege zu finden, das auszuhebeln, indem sie eigene Produkte dem Kunden verkaufen: Optionen, diese vermeintlich sicheren Aktienzertifikate (die den Lehman-Kunden zum Verhängns wurde), Aktienanleihen etc...
Aber was ich auf meinem Kontokorrent- oder Sparkonto habe, ist so sicher wie es irgend geht und was ich in meinem Depot an Aktien und Fremdanleihen habe, ebenfalls. Wenn davon etwas verloren geht, dann ist mehr als nur die Bank pleite.
Und ich sage nochmal:
Island hat uns gezeigt, dass es überhaupt nicht schlimm ist, wenn Banken pleite gehen!
Ing793 -und warum gibt es dann überhaupt den Einlagensicherungsfonds, der dir angeblich bis 100.000,- garantiert, hä? Aus Jux und Tollerei?
Ich wills dir sagen: Du - und wir alle - haben k e in "Geld auf der Bank "; wir haben eine auf Geld lautende Forderung gegen die Bank, nada mas. Und die kann beglichen werden- oder, bei Banken-Pleite, eben nicht!
Dass dieser Sicherungsfonds bei Crash und W.-Reform völlig nutzlos ist, pfeifen die Spatzen schon von allen Dächern. Habe ich schon vor Jahren geschrieben, vor der "Merkel-Steinbrück-Garantie".
ich muss bei nochmaligem Lesen meiner letzten Antwort den Eindruck korigieren, alles sei sicher.
Zitat: "Aber was ich auf meinem Kontokorrent- oder Sparkonto habe, ist so sicher wie es irgend geht (Anm. d. V.: das ist der Teil, der durch den Einlagensicherungsfonds europaweit bis 100.000 € gesichert ist und in D theoretisch fast unbgrenzt) und was ich in meinem Depot an Aktien und Fremdanleihen habe, ebenfalls. Wenn davon (Anm.d.V.: von den Aktien und Fremdanleihen) etwas verloren geht, dann ist mehr als nur die Bank pleite."
Ein paar ganz traurige Wahrheiten: holt die Kohle von der Bank, solange es noch möglich ist!