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Gast

Begrenzung der Grundschuld beim Immobilienkauf

Ich möchte meine Wohnung kaufen. Der Grundstückseigentümer (Erbbaupacht) verlangt die Begrenzung der Grundschuld auf max. 60% des Kaufpreises. Meine Bank möchte jedoch die Eintragung der 100% Grunsdchuld. Darf der Grundstückseigentümer das verlangen?
Frage Nummer 3000041463
Antworten (2)
Die Eintragung einer Grundschuld bedarf der Zustimmung des Grundstückseigentümers. Nach meinem Verständnis bedeutet das, dass er diese Zustimmung an Bedingungen knüpfen kann. In diesem Fall eben die Beschränkung der Grundschuld auf 60% des vereinbarten Kaufpreises (frag mich nicht, warum).

Deine Bank wiederum wird in der Regel verlangen, dass der Kreditbetrag zu 100% über die Grundschuld abgesichert wird.

Der eine verlangt 60% des Kaufpreises, der andere verlangt 100% der Kreditsumme.
In der Praxis bedeutet das, dass Du 40% des Kaufpreises (plus Nebenkosten wie Notar, Steuer und Gerichtskosten) als Eigenkapital haben musst, sonst lassen sich beide Forderungen nicht unter einen Hut bringen.
Warum sollte derEigentümer des Erbbaupachtgrundstücks das nicht dürfen?
Solange noch kein anderslautender Erbaupachtvertag abgeschlossen wurde, können beide Vertragseiten Änderungen am Vertragsentwurf vornehmen. Selbst nach Vertragsabschluß wäre dies einvernehmlich möglich.