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Noch Fragen?

Besitz und Eigentum

Mein Nachbar ist eine arme Sau. Er hält sich mit geringbezahlten Jobs über Wasser. Trotzdem musste er unbedingt einen Hund haben. Der Hund hält sich jetzt bei mir auf, weil er hier Futter und Wasser bekommt. Nachts büchst der Hund dann aus, und macht das Dorf unsicher. Jetzt kam der Bürgermeister zu mir, und verlangte, dass ich dafür sorgen müsse, dass „mein“ Hund nicht mehr vom Grundstück kommt.
Die Frage, die sich mir stellt, ist: Ab wann ist das mein Hund und habe ich die Verantwortung?
Frage Nummer 37556
Antworten (19)
Das entscheidet natürlich der Hund ;)
Spaß beiseite:
Wenn der Bürgermeister erstmal feststellt, dass du für deinen Hund gar keine Steuern bezahlst, wird das noch mächtig Ärger geben...
Spaß beiseite:
Ab einer gewissen Größe müssen Hunde gechipt sein. D.h. mit einem Lesegerät kann der Besitzer ermittelt werden.
Ansonsten ist der Eigentumsnachweis bei Hunden (wie bei allen Tieren) nicht leicht zu führen. Aber das ist in diesem Fall dein Glück, weil man dir erstmal beweisen muss, dass es dein Hund ist und nicht umgekehrt!
@ing763: Oben ist leider nicht genug Platz, um umfassend zu erklären. Deshalb hier noch mehr Info's: Jeder im Dorf weiß, dass der Hund dem Nachbarn (eigentlich) gehört, aber weil er jetzt bei mir ist (tagsüber), sind sie der Meinung, dass die Schäden, die der Hund nachts anrichtet, mein Problem sind. Ich habe ihn jetzt kastrieren lassen, weil ich hoffe, dass er dann ruhiger wird, und hierbleibt. Gegen seinen Willen kann ich ihn nicht hier halten. Er hat sich früher durch meinen Zaun gefressen, um zu mir (und damit zu Futter und Wasser) zu kommen, heute frisst er sich durch den Zaun, um nachts auf Tour zu gehen.
Die Frage ist einfach: Ab wann kann man sagen, dass sich die Eigentumsverhältnisse geändert haben, und ich bin dann nicht mehr nur Besitzer, sondern auch Eigentümer. Einschläfern jedenfalls kommt nicht in Betracht, und wo meine 2 eigenen Hunde satt werden, wird auch ein 3. satt. Es ist nur eine dumme Situation.
Sorry. Aber die Eigentums-/Besitzverhältnisse werden sich von alleine nie ändern!
Wenn du den Köter nicht kaufst oder geschenkt kriegst oder so wird er niemals deiner sein!
Und somit hättest du ihn auch nicht kastrieren lassen dürfen! Dein Nachbar könnte dich anzeigen!
[br]
Ich kann ja auch nicht auf deinem Grundstück einen Swimmingpool bauen lassen und dann behaupten dein Grundstück gehört jetzt mir!
Du hast die VERANTWORTUNG, wenn du diese übernimst!
Es ist DEINE ENTSCHEIDUNG!!! Drum: Entscheide dich!!!!
Du hast nix davon, auf den armen Nachbarn zu schimpfen, daß der "eine arme Sau" ist. Das ist nur das durchschnittliche Runtermachen eines Mitmenschen, wie man sie in den billigen Nachmittags-TV-Sendungen sieht. Der Hund ist ein LEBEWESEN!!! Liebst du dieses Lebewesen? Wenn "Ja", dann sorge für dieses Lebewesen! Und übernimm für den Hund die VERANTWORTUNG! Dann ist es DEIN HUND! Für den du das Futter & das Chippen & die Steuer & den Tierarzt zahlen mußt!
Noch Fragen?
Es ist so im LEBEN: wir alle müssen ENTSCHEIDUNGEN treffen!
"Ja!"
oder:
"Nein!"
Wenn "Nein", dann gib den Hund sofort weg!
Denn er ist nicht deiner. Und wenn er krepiert, ist es nicht deine Schuld.....
ODER??????????????????????????
BLÖDSINN! Er hat kein Anrecht auf den Hund nur weil er ihn füttert (andere Lesart: der Hund sich das Futter klaut!)
Wenn ich mich um deinen Garten/Haus kümmere und die Blumen gieße*, während du weg bist (und illegalerweise ein paar Bäume fällen lasse**) kann ich auch nicht von dir die Haustürschlüssel*** verlangen und sagen: Das ist jetzt mein Haus!
[br]
* analog zum füttern
** analog zum Kastrieren
*** analog zu den Papieren Impfpass etc.
@Alpenweitsicht: Erst mal danke für deine Reaktion. Aber was bist du denn für ein Turnschuh? Dieser Hund lebt nur deshalb noch, weil ich es so will. Bei mir wurde noch kein streunender Hund verjagt. Ich habe hier ein halbes Tierheim. Wenn es nach dem "alten" Besitzer ginge, wäre der Hund schon eingeschläfert. Was soll ich für Verantwortung übernehmen? Er ist doch schon bei mir. Aber kontrollieren kann ich ihn momentan noch nicht. Und ich kann mich nicht erinnern, dass ich den Nachbarn billig heruntergemacht hätte. Er ist eine arme Sau, nicht weil er eine Sau ist. Du musst mal lernen, zwischen den Zeilen zu lesen. Dieser Nachbar bekommt von mir seinen Strom, weil die Stromversorger ihm schon lange alles abgeklemmt haben. Er bekommt von mir sein Brennholz für den Winter, so eine arme Sau ist das. Und jetzt hab ich seinen Hund.
Dann lass dir die Papiere geben, mache einen Vertrag (z.B. Hund gegen Xy Kilowatt) und die Sache ist geritzt!
Dann kannst du mit dem Vieh tun und lassen was du willst!
Gast
zu spät. der hersteller hat eine neue festplatte eingebaut.
Als der Hund zu mir kam, hatte er keine Papiere. Jetzt hat er welche, und alle notwendigen Impfungen. Und er ist kastriert, mit Einverständnis des Eigentümers.
Du hast recht, ing763, ich werde ihm sagen, dass das jetzt mein Hund ist. Mit allen Konsequenzen. Und ich denke, ich bekomme ihn dahin, dass er permanent bleibt. Er hat gute Anlagen. Und ganz unerfahren bin ich nicht, nach 35 Jahren Erfahrung mit Schäferhunden.
Aber mir zu sagen (nicht du), ich solle endlich Verantwortung übernehmen, ist schon ein Witz. Die habe ich in dem Moment für das Tier übernommen, als ich ihm das erste Mal Futter gegeben habe. Mittlerweile knurrt der Hund den alten Besitzer an, wenn er ihn sieht. Also gibt es kein Zurück mehr. Und es bedarf nicht eines Turnschuhs, um mir ins Gewissen zu reden.
Freunde von mir sind auf ähnliche Weise zu ihrem Zweithund gekommen. Sie haben es nach einigem Zuwarten irgendwann offiziell gemacht und den Hund vollständig übernommen. Da das letztlich im Interesse aller Parteien war, haben die Nachbarn dem auch zugestimmt. Das halte ich für die sauberste Lösung - sofern du ihn denn behalten kannst und willst. Sollte das jedoch keine Alternative sein, könntest du zumindest dabei assistieren, dem Hund ein neues Zuhause zu vermitteln, in dem er ausreichend versorgt wird und du dennoch aus der Verantwortung für den nächtlichen Streuner bist. Wenn der Eigentümer einsieht, dass er selber der Aufgabe nicht gewachsen ist, sollte da doch etwas gehen… Viel Glück in jedem Fall!
@bh_roth: Und dann gibt es ja immer noch die normative Kraft des Faktischen! Und wenn du die Papiere hast und die Steuern bezahlst, wer wollte dir deine Ansprüche streitig machen?
P.S.: Wenn der Hund vorher keine Papiere (und keinen Chip) hatte, dann war er vor dem Gesetz ein Streuner und hätte in ein Tierheim gemusst!
Die Papiere hat der Hund erst, seit ich sie habe ausstellen lassen. Mit dem Chip warte ich noch, denn dazu braucht der Hund eine Narkose, sonst dreht er durch- zu schlechte Erfahrungen. Steuerlich ist es kein Problem, hier gibt es keine Hundesteuer.
Jedenfalls danke für alle Meldungen, haben sie doch meine eigene Meinung zu dem Problem fokussiert und abgerundet.
Einen Hund einfach behalten,ist Diebstahl!

Wenn ich jeden Hund aufnehmen würde der mal ungeflegt durch die Gegend läuft oder ein schlechtes Zuhause hat, dann wär ich so eine Art Tierheim.
@kuhlt: Du bist neu hier? Trotzdem solltest du die Texte vor dir lesen. Dann wüsstest du, dass der Hund sich mich und mein Zuhause ausgesucht hat, und nicht ich habe ihn seinem Eigentümer entwendet. Er (der Hund) geht nicht mehr zurück. Wenn ich ihn zurückbringe, dauert es 5 Minuten, ich habe ein neues Loch im Zaun, und der Hund ist wieder hier.
Es ging darum, wer für die Schäden verantwortlich ist, die der Hund verursacht, wenn er mir nachts ausbüchst. Es gibt da den Eigentümer, der aber nicht mehr Besitzer ist, und mich, ich war aber noch nicht Besitzer, weil ich keine Kontrolle hatte über ihn (des nachts).
Ist aber alles Makulatur, ich nehme ihn abends mit ins Haus, und morgens kann er wieder raus mit meinen anderen Hunden. Das heißt: Er ist jetzt mein Hund, ich bin Besitzer und Eigentümer. Mit Einwilligung des alten Eigentümers.
Sollte dir dazu noch etwas einfallen, kann ich leider nicht mehr antworten. Meine max. 5 Stellungnahmen sind ausgereizt.
Allmächd, sie ham wohl mit dem armen Sau a weg Fusel pichelt.
Zitate: Jeder im Dorf weiß, dass der Hund dem Nachbarn gehört...Er hat sich früher durch meinen Zaun gefressen .... heute frisst er sich durch den Zaun, um nachts auf Tour zu gehen ..ich werde ihm sagen, dass das jetzt mein Hund ist (future)...
Ergo Sum: Rentner, der gehobenen Klasse hat Zäune aus Würstel und wohnt in einer "durchwachsenen" Wohngegend neben einem sozial schwachen Nachbarn. Wenn dieser in der Zwischenzeit zugestimmt hat ist das natürlich kein Diebstahl mehr.
@kuhlt: Jetzt musste ich mir doch ein Zweitprofil anlegen, damit ich antworten kann!
Ich weiß ja nicht, was die Zitate sollen. Man muss das, was ich geschrieben habe, in der zeitlichen Abfolge sehen. Nach der Frage habe ich - letztendlich durch Wortmeldungen hier - die Entscheidung gefällt, den zugelaufenen Hund auf Dauer aufzunehmen, und gestern habe ich das legalisiert.
.Und du kannst dir sicher sein, dass ich keinen Zaun aus Würstchen habe. Aber du weißt anscheinend nicht, was ein großer Hund zerstören kann, wenn er irgendwo rein oder raus will.
Damit sollte dieses Thema aber durchdiskutiert sein.
@bh_roth
Wie ist der Status?
Wie geht es dem Nachbarn und dem Hund?
@kuhlt: wow, das hätte ich nicht erwartet! Das ist das erste Mal, dass jemand nach einiger Zeit nochmal Interesse zeigt. Dafür gibts 100 Punkte (kein Sarkasmus)!. Liebe kuhlt, dem Hund geht es gut, er entwickelt sich prächtig. Nach etwa 10 Tagen nach der Kastration waren dann alle "schlechten" Hormone abgebaut, der Drang, auf Tour zu gehen, ist mit abklingendem Hormonspiegel auf Null gesunken. Ich kann ihn mit meinen anderen Hunden mitnehmen auf meine Touren, ohne Leine, kein Wild interessiert ihn, er folgt aufs Wort und war nach 2 Tagen im Haus stubenrein. Ich bereue meinen Schritt nicht. Danke der Nachfrage.
@ _roth, keine Ursache.