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Gast

Blitzer direkt nach Begrenzungsschild

Es geht im Ort von 50 km/h in eine Kurve auf eine 30 km/h Begrenzung wo der Blitzer 5 Meter nach dem Schild 30km/h Schild schon ausgelöst hat. Gibt es einen Mindestabstand der bei diesen Messungen gehalten werden muss?
Frage Nummer 9560
Antworten (10)
Wofür soll der Mindestabstand gut sein? Wie groß soll er sein? 5 Meter? 50 Meter? 500 Meter?
Soll die Begrenzung erst ab dort gelten, dann könnte das Schild besser gleich dort aufgestellt werden.
Ab wann soll die Geschwindigkeitsbegrenzung dann gelten? Natürlich unmittelbar ab dem Schild "30"
Soweit ich weiß, und das aktuelle Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler verstanden habe, müssen es mindestens 150m zwischen Begrenzung und Geschwindigkeitskontrolle sein.

Im Schwarzbuch war der Fall ja so gelagert, dass der Abstand zwischen zwei Ortsschildern weniger als 300m war und das Schild deswegen versetzt werden sollte, was die Nachbargemeinde, auf deren Gemarkung das Schild dann gestanden hat, nicht zugelassen hat. Zweimal Schild versetzen: knapp 1000 €

Außerorts waren es glaub ich 200m die Abstand zwischen dem Schild und der Geschwindigkeitskontrolle liegen müssen
Tatsächlich gibt es einen regelmäßig einzuhaltenden Mindestabstand, geregelt in den Richtlinien der Bundesländer zur Geschwindigkeitsmessung, siehe im Einzelnen http://www.ra-kotz.de/richtlinien.htm. Hintergrund: der Kraftfahrer soll sich auf mögliche Unwägbarkeiten bei der Einfahrt in eine Zone mit deutlich geringerer Höchstgeschwindigkeit einstellen können, so z.B. BAYOBLG , Urteil vom 04.09.1995 - 1 OB OWI 375/95 oder auch OLG DRESDEN , Urteil vom 27.08.2009 - SS OWI 410/09. Diese Richtlinien sind jedoch nicht nach außen bindend, sondern nur innerdienstliche Vorschriften. Dennoch sind die Gerichte bei Nichteinhaltung des empfohlenen Abstandes meist ein bisschen kulanter, siehe o.g. Urteile.
Siehe hier:
http://www.radarfalle.de/recht/richtlinien/

Leider gelten für jedes Bundesland andere Richtlinien. Im Normalfall kann man davon ausgehen, dass mindest 150m Abstand sein soll! Leider gibt es genügend "schwammige" Regeln die hierzu Ausnahmen bestimmen z.B. bei Gefahrenstelle, Tempotrichter usw.
@catweazle.1959: Ist schon doof, dass man an Gefahrenstellen nicht straflos schneller als erlaubt fahren kann ;-)
Ich würde mich zwar auch ärgern, wenn ich direkt nach Beginn einer Geschwindigkeitsbegrenzung geblitzt würde, aber letztlich liegt das nur daran, dass wir die Schilder nicht richtig ernst nehmen. Noch in der Fahrprüfung wären wir damit durchgefallen. Außerdem fahren wir auch nicht 100m tief gegen die Einbahnstraße oder über eine rote Ampel.
Wie dumm muß man denn sein, um in einer 30er-Zone NICHT 30 zu fahren ?
Denk mal kurz nach: so ne 30er-Zone dauert, sagen wir mal 1000 Meter. Wenn man da jetzt statt 30 seine 50 fährt, spart man auf die Gesamtstrecke - na wieviel ? Eben. Wer wegen einer Zeitersparnis von Sekundenbruchteilen das 30er -Schild mißachtet, ist einfach nur gedankenlos und unverantwortlich. Ergo: wer da geblitzt wird, soll zahlen und sich schämen.
In der 30er sollte man schon langsam fahren, aber wenn 5m nach dem Schild der blitz erschiehn, wurde wohl auch unmittelbar am Schild das Tempo gemessen.

Also das find ich schon etwas dreißt.

Manchmal braucht man etwas um auf das richtige Tempo runter zu kommen.

Ab 20m würd ich ja noch vertehen. Aber 5m?
Das mobile oder festinstallierte Blitzmeßgerät muß vom Ortsschild einen Mindestabstand haben.

Ab dem Schild, an dem die zulässige Höchstgeschwindigkeit angezeigt wird, muß der Autofahrer schon die ausgeschilderte Geschwindigkeit einhalten. Das Meßgerät wird aber in der Regel immer ca. 50 Meter von dem Schild aufgestellt. Exakt am Schild wird nie gemessen.

die Polizei ;-)
Es gibt wie immer in Vater Staat Erlasse und Richtlinien die nicht bindend sind. (Kann-Bestimmung, Ermessenssache usw.) Das Problem sind nicht die Begrenzungen, sondern der Sinn der Begrenzung. Ganz offensichtlich stehen für mich in Sonthofen (Allgäu) an einer bestimmten Straße ( Einkaufsgebiet mit hoher Fluktuation ) 30 km/h Schilder auf einer "sinnfreien" 150 Meter Strecke in der Hans-Böckler-Straße, weil da WAS?? ist! Betrachtet man sich die Straße vor Ort, stellen sich Fragen, die einen nur zu einem Schluss kommen lassen, ja das berühmte "Abzocken" der ach so schlimmen Verkehrssünder!! Aber Vater Staat, hier vertreten durch die Regierung Schwabens, legimitiert das ohne weiteres, den eine ausführliche Begründung bekommen sie nicht!! Weshalb?? Es gibt zwar Antwortpflichten, die gesetzlich auch verankert sind, aber was will man tun?? Rechtlich dagegen vorgehen? Würde man auswerten lassen, an welcher Straße eher "Passbilder" gemacht werden, dort wo die Einnahmequellen höher sind oder an Schulen, Kindergärten oder Altenheimen, würde sicher die o.g. Straße gewinnen!! Gegendarstellung angefordert und von der Stadt abgeschmettert. (Ignorieren ist besser, wer soll sonst die ganzen Verwarnungen bearbeiten). Ich bin Nahe bei denen, die wirkliche Sicherheit im Straßenverkehr bringen wollen, aber ganz weit weg von denen, die die Möglichkeiten unseres sogenannten Rechtsstaates ausnutzen.