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Gast

Branntwein für Saucen und Schmorgerichte

Hallo Hobbyköche, ich würde gern wissen: Welchen Branntwein nehmt ihr zum Kochen? Ich hätte gern einen im günstigen und im mittleren Preissegment,
kenne mich aber nicht so gut aus. Danke
Frage Nummer 81486
Antworten (6)
Branntwein zum Kochen ist mir neu. Weißwein für helle Saucen, Rotwein für dunkle Saucen und Braten, Champagner zum Sauerkraut, Bier zum Schweinebraten, Gin zur Tomatensuppe, Cognac zur Mockturtlesoup - aber Branntwein?
Die Zutaten zu Saucen schmort man mit Rotwein und lässt alles einkochen. Später, wenn die Sauce schon fast fertig ist kommt ein gezielter Schuss Noilly Prat zur Geschmacksabrundung dazu. Das ist ein Wermut, der in gut sortierten Supermärkten erhältlich ist.
Für dunkle Saucen nimmt man keinen Rotwein. DieSauce wird bei dunklem Fleisch dunkelbraun genug. Und Branntwein schmeckt eklig. Ist ja auch Campher und Menthol drin.
Es geht beim Rotwein nicht um die Farbe, sondern um den Geschmack Rocktan. Ein begnadeteter Koch bist du offenbar auch nicht.
Branntwein = gebrannter Wein. Jedes Land hat da sein eigenes Rezept oder auch mehrere, in Frankreich eben Cognac und Armagnac. Wird zum Beispiel gerne an Sossen für Crevetten gemischt. Deutschland ist da weniger berühmt, auch wenn der Asbach in aller Munde ist. Auch wenn in Salerno, Italien das Destillieren für Europa erfunden wurde, ist ausser dem Vecchia Romagna nicht viel zu finden.

Dagegen haben Brände aus dem Abfall der Weinzubereitung, die Tresterbrände Karriere gemacht, als Grappa in Italien, als Marc in Frankreich. Eine Klasse für sich und in Deutschalnd selten sind Hefebrände (aus der auf dem Wein schwimmenden Hefe) in der Welsch-Schweiz als La Lie oder Italien La Feccia.
Meinst Du Branntweinessig? Für billig Sauerkraut gerade richtig.