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Noch Fragen?

Brauchen wir in den Städten die kleinen E-Roller als weiteres organisiertes Verkehrsmittel?

Aus folgenden Gründen sehe ich kein angemessenes Nutzen-Kosten-Verhältnis:
1. Bei 12 Km/h max ist der Zeitgewinn im Vergleich zum Fussmarsch oder Rollern ohne E-Antrieb marginal
2. Es ist unökologisch und belastet das Klima (im Vergleich zum Fussmarsch oder zum Fahrrad)
3. Es zwingt Fussgänger zu erhöhter Konzentration und Disziplin auf Gehwegen
4. Unfälle sind vorprogrammiert
5. Kaputte Miet-E-Roller vermüllen die Innenstädte

Was ich richtig und sinnvoll finde, sind übrigens die E-Roller, die ab 45 Km/h auf der Strasse fahren und eine Alternative zum SUV sein können.
Frage Nummer 3000121207
Antworten (20)
Es war so schön mit Dir den Tag über. Es ändert sich gerade.
Zur Frage. Nein völliger Unsinn.
Zu 1. Immerhin doppelte Schrittgeschwindigkeit.
Zu 2. 3. und 4. Zustimmung.
Zu 5. Warum? Bleiben die einfach liegen und die Eigentümer kümmert es nicht?
Zu Rollern ohne e Antrieb dürfte kein Unterschied in der Geschwindigkeit bestehen. Zur Gefährdung allerdings auch nicht. Man darf nicht nur das Kosten-Nutzenverhältnis sehen. Der Spaßfaktor dürfte ausschlaggebend sein. Es kommt halt immer drauf an, wer das Ding fährt. Ein rücksichtsvoller Mensch oder ein Rüpel. Das ist aber bei den herkömmlichen Rollern auch so
Diese Tretroller, es gibt auch E-Skateboards, sind nur für den absoluten Kurzstreckenverkehr geeignet. Quasi eine Ergänzung für Kfz oder öffentliche Verkehrsmittel, um die letzten paar hundert Meter zur Arbeit oder in die Innenstadt zurückzulegen.
Das ist ökologischer Irrsinn.
Ausbau von Fahrradwegen wäre sinnvoll, ein vernünftiges, kostengünstiges Nahverkehrssystem wäre auch schön.
In meiner Stadt ist es egal ob ich 3 Stationen (ca. 2 Km
) ,oder 20 Stationen (ca. 15 Km) mit dem Bus fahre, Hin und Rückfahrt kosten fast 5 €. Da gibt es Verbesserungsbedarf.
45er E-Roller sind eine wunderbare Alternative, sie bewegen sich gut im Verkehrsfluss, stinken nicht und verbrauchen wenig Energie.
Aber wie bringe ich das dem Abteilungsleiter, dem Studienrat, den gesamten Stützen dieser Gesellschaft bei,
morgens bei Regenwetter in vollgummierten Klamotten zu erscheinen, und sich erst mal umziehen zu müssen ?
Tatsächlich wäre das kein Problem, aber es macht einfach mehr her, wenn man mit einem 4,8 Liter V8 Motor heranrauscht.
PS: von meiner Vespa habe ich mich getrennt wegen unüberwindlichen mechanischen Problemen, ich fahre E-Bike.
Seit wann ist "brauchen" ein Kriterium???
zu 1) nach meinem letzten Stand gibt es zwei Klassen, die alternativ oder parallel zum Einsatz kommen könnten:
- bis 12 km/h wie Fußgänger, - bis 24 km/h wie Fahrräder.
Bei letzterem wäre der Zeitgewinn schon erheblich.
zu 2) das ist zweifellos richtig (wobei natürlich auch berücksichtigt werden muss, dass auch der CO2-Ausstoß eines Menschen bei einem Fußmarsch höher ist als auf dem Roller)
zu 3) wenn es dazu führt, dass die Döspaddel endlich mal wieder nach links und rechts gucken anstatt auf ihr Smartphone, dann wäre das ein angenehmer Nebeneffekt.
zu 4) ich würde vermuten, dass die Klientel für Pedelec und e-Roller weitestgehend identisch sind. Da könnten die Folgen sogar geringer werden, wenn die Leute mit den kleinen Dingern fahren.
zu 5) lustige Idee - Vermieter sind ja bekannt dafür, dass sie ihre Mietfahrzeuge nicht mehr beachten, sobald sie vom Hof sind ...

Das ganze war jetzt zugegebenermaßen auch ein wenig polemisch. Niemand braucht die Dinger - aber soll man sie deshalb gleich verbieten.
Ich selber überlege jedenfalls, ob das was für mich wäre. Wenn ich zur Arbeit fahre, ist die letzte sinnvolle Haltestelle des ÖPNV fast 4km von meinem AG entfernt; ein Fahrrad kann ich weder in der Rush Hour im Zug mitnehmen noch kann ich es jede Nacht am Bahnhof stehen lassen. Also fahre ich mit dem Auto.
Den kleinen e-Scooter dagegen könnte ich zusammengeklappt auf meinen Schoß nehmen, mit dem wären die 4km dann nur noch halb so wild.

Und genau da liegt der Bedarf: bei der Kombination der Verkehrsmittel kann(!) der e-Roller Vorteile des Autos ausgleichen.
Dann fährst du einen Bus/SBahn oder so früher und läufst die 4 km zu Fuß, da tust du was für deine Gesundheit, aber nee, die Schuhe, Auto, ach egal ob Klima schädlich, bekomm eh jedes Jahr ein neues klimaneutrales.
4 Km sind ungefähr eine halbe Stunde mit so einem Roller. Mit vielen kleinen fiese Kanten, die es zu umschiffen gilt und den Roller abrupt anhalten, falls man diese zum Beispiel bei Dunkelheit übersieht.
Nein, 4 Km sind sicher zu weit für sowas.

Verbieten will doch keiner. Ich wundere mich nur über die Diskussion in der Politik. Sieht so aus, als wäre das Thema eine Ersatzbefriedigung für den Verkehrsmininister, der ansonsten GAR NICHTS auf die Reihe bringt.
Die Politik muss dafür eine Regelung finden, weil die Dinger auf dem Markt sind.
Ich schätze mal, so ca 2 km Distanz zwischen der Haltestelle des öffentlichen Verkehrs dürfte die Grenze sein, wo das noch bequem ist.
Dann kommt aber noch das Wetter.
Und die Fahrbahn muss auch stimmen. Ich sah die Tage einen Bericht im TV, da testete eine Journalistin, die sonst in einer Innenstadt oft mit einem herkömmlichen Roller unterwegs ist, einen E-Roller auf dem Gehsteig. Ihr Fazit war, macht Spaß, bringt aber keinen Zeitgewinn und so gut wie keine Kraftersparnis.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, damit einzukaufen. Wohin mit den Taschen?
Wahrscheinlich wird das überwiegend ein Spassmobil. Was ich mir noch vorstellen kann, sind Stadtbesichtigungen.
Streng genommen gibt es ja eine gesetzliche Regelung, weil Kraftfahrzeuge über 6 Km/h auf der Strasse fahren müssen. Und ein E-Roller gilt als Kfz. (fährt ohne Muskelkraft).

Die Idee, die ich gerne mit euch teilen möchte:
E-Roller Zulassung ja, Mindestalter 14 Jahre, innerhalb geschlossener Ortschaften ist der Betrieb ausschliesslich auf der Strasse erlaubt, ausserhalb geschlossener Ortschaften ausschliesslich auf Radwegen.
Mietroller werden nur unter der Bedingung zugelassen, dass der Vermieter die Roller jeden Abend einsammelt, auf Verkehrssicherheit prüft und im Zweifel instandsetzt, auflädt und an die Verleihpunkte zurückbringt.

Der Vorteil dieses "Gesetzesentwurfs":
1. Verkehrsberuhigung der Innenstädte, Autofahrer werden zur Rücksichtnahme und zu langsamerem Tempo gezwungen (siehe Amsterdam), mehr Autofahrer werden in den Innenstädten auf andere Verkehrsmittel umsteigen.
2. Keine Gefährdung der Gehwegnutzer
3. Keine Vermüllung der Innenstädte durch defekte oder energielose Roller.

Wie findet ihr das, mein WC-Parlament?
Sonntagmorgen Frühschoppen?
Bedeutet die ausbleibende Kritik am Vorschlag, dass die Opposition den Vorschlag unterstützt?
Du hast gestern negative Effekte aufgezählt, die gegen den e-Roller sprechen.
Heute schreibst Du genau dasselbe nochmal, nur jetzt aus der Sicht, was verboten werden müsste, um die Effekte zu verm(h?)indern.

Ich mach das mal ökonomischer und verweise auf meinen Post von gestern.
Langsame Roller sollten Fußgängern gleichgestellt werden, schnelle Roller Radfahrern. Mehr Regeln braucht kein Mensch.
Wenn es bei uns mal so Roller zu mieten gibt, probiere ich die aus und fahre damit wo ich will. Da lege ich mir eine Fanfare zu, damit mache ich mir Platz in der Fußgängerzone
Ok das mit der Fanfare ist Spaß. Das andere nicht.
Laien können weder Pedelecs von E-Bikes unterscheiden. Das dürfte auch auf die langsameren von den schnelleren E-Scootern zutreffen. Vielleicht hilft ein nicht entfernbarer Aufkleber. Weil ich schon von den normalen Raedern, die auf dem Gehweg genervt bin, habe ich mir angewöhnt auf der Mitte des Gehwegs zu laufen. In meiner Fahrradfreundlichen Stadt hilft das.
Ich denke nicht, dass man Verleiher darauf hinweisen muss ihre Roller in Stand zu halten und danach zu sehen, dass diese wieder zu den Verleihstellen zurückkommen. Schließlich werden die Dinger ja nicht verschenkt...
Statusbericht Paris heute in SPON:
"Das ist die Kehrseite der schönen neuen E-Mobilität: Die Roller werden von ihren Nutzern oft achtlos zurückgelassen, verschandeln die Zugänge rund um Eiffelturm und Notre Dame oder müllen Fußgängerzonen und Bürgersteige zu. Selbst die Champs-Élysées, laut Eigenwerbung der "schönste Boulevard der Welt" sind stellenweise durch herumliegende Leih-Scooter entstellt."

Seltsam, gell? das war jetzt aber wirklich nicht vorherzusehen.
Ach, wenn man sich die Argumente für die Zulassung von E-Rollern angesehen hat, dann musste man doch ohnehin wieder am Verstand der Zuständigen zweifeln.

E-Roller sollten die kurzen Wege mit dem Auto entfallen lassen.
Nun, es kauft sich doch kaum einer einen privaten E-Roller, alle, E-Roller, die ich in der letzten Zeit rumfahren sah, waren die von den Verleihfirmen. Das bedeutet doch auch, das nur die Leute, die direkt an einer Verleihstation leben, kurze Strecken statt mit dem Auto mit dem Roller fahren. Das auch nur, wenn es nicht regnet, keine Lasten zu tragen sind und nicht die Kinder zur Schule gebracht werden müssen.

E-Roller verlagern keinen Verkehr von den Autos auf die Radwege, sondern vom Fußweg auf die Radwege oder Straßen.
Gestern kam folgende Meldung: 35 E-Roller aus dem Marseiller Hafenbecken rausgefischt!
Die Dinger sollten verbannt werden. Kann ein Betreiber überhaupt etwas daran verdienen?
In Bus und Bahn haben die nicht zusammengeklappten Tretroller schon vorher gestört. Das wird sich mit den 'E-Rollern steigern. Ich habe deswegen ein unerfreuliches und ein nettes Gespräch in der Straßenbahn gestern geführt.
Ich bin am Sonntag bei uns 2 mal über die Promenade gelaufen, beide Male so ca. 10 Minuten und habe in der Zeit bestimmt zusammen so ca. 40 E-Roller gesehen.
Meistens jüngere Leute und alle fuhren so einen Miet-E-Roller.
Da der Abschnitt der Promenade ja nur einen kleinen Teil der Innenstadt abdeckt, auch wenn wegen dem Send deutlich belebter als sonst, waren wahrscheinlich mehrere Hundert E-Roller am Sonntag in der Stadt unterwegs.

Nun, die E-Roller kosten 1,00 Euro Grundgebühr und jede Minute 15 Cent. Wenn also jemand sich das Ding für 2 Stunden ausleiht sind wir fast bei 20 Euro. Da kommt dann schon was zusammen.