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Noch Fragen?

Britische Kolonien scheinen mir heute besser aufgestellt zu sein als Kolonien anderer Länder. Täuscht das? Wie ist Eure Meinung?

Frage Nummer 20950
Antworten (5)
nicht zwangsweise. Die USA stimmen (noch?), Kanada war mal französisch und denen gehts auch nicht schlecht. Indien und Brasilien (Portugal!) holen auf, der Rest Mittel- und Südamerikas war spanisch, Schwarzafrika wurde von Briten und Franzosen gleichermaßen ausgebeutet. Hongkong (englisch) entwickelte sich wie Singapore zu einem Finanzzentrum, Macao (Gegenüber, aber portugiesisch) war anfangs bedeutender, verfiel aber nach der Unabhängigkeit. Pakistan und Bangladesh (beide ehemals britisch) gehören zu den ärmsten Ländern der Welt, und über Birma ist kaum noch etwas bekannt.
Mein Fazit: Es kommt nicht auf der Kolonisator an, sondern auf die Mentalität der Ex-kolonierten...
Die Briten haben die Grenzen in ihren Kolonien nach Herrschaftsrecht ziemlich willkürlich mit dem Lineal gezogen, ohne Rücksicht auf die dort lebenden Volksstämme. In Afrika wirkt das bis heute negativ nach. Als besonders intelligent kann man nicht bezeichnen.
Meisnt du die Länder, die noch heute zum Commonwealth gehören? Denen geht es überwiegend gut. In all diesen Ländern ist auch die Königin noch immer das Oberhaupt des Landes und die Länder arbeiten miteinander zusammen. Ehemals deutsche Kolonien wurden ja nach der Ausbeutung ziemlich im Stich gelassen. Ähnlich auch bei anderen.
Ich denke schon, dass da etwas dran sein könnte. Australien, Indien und auch Hongkong waren ehemals Kolonien unter britischer Flagge, und mit der erworbenen Selbstständigkeit endeten die Beziehungen zwischen den Ländern nicht etwa, sondern es wurde weiterhin umfangreich Handel betrieben.
So konkret habe ich mich damit noch nicht beschäftigt. Es könnte aber sein, dass das mit der Missionierung im Zusammenhang steht. Siehe Südafrika und seine Geschichte. Außerdem steht das meiner Meinung nach auch damit im Zusammenhang, dass so viele britische Siedler sich dort niedergelassen haben und die Kolonien strategisch wichtig sind.