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Noch Fragen?

Gast

Bußgeldverzicht wegen Schulboykott auch auf Teneriffa?

Wir fliegen jetzt Donnerstagabend den 11. April mit unseren Schulpflichtigen Kindern für 2 Wochen von NRW nach Teneriffa um für den "Fridays for Future" demonstrieren.
Dieses Angebot soll bei meinen beiden Töchtern die Umweltbildung stärken und Ansätze zu vermitteln, was sie selbst als Schüler konkret für mehr Klimaschutz unternehmen können.
Wir werden selbstverständlich Beweisfotos machen. Geht das durch?
Frage Nummer 3000119358
Antworten (28)
Wenn deine Kinder auch so beschränkt sind wie du, geht das durch. Die kommen in der Schule eh nicht mit.
Aber wir brauchen dringend Azubis im Maler- und Lackiererhandwerk.
Liebe Maler und Lackierer, das soll keine Beleidigung für euren ehrbaren Beruf sein.
Liebe elfigy,
ist dir das Stilmittel der Ironie bekannt?
Natürlich Stechus. Allerdings sehe ich hier keine Ironie, sondern einen plumpen Versuch die Freitagsdemos der Schulkinder ins Lächerliche zu ziehen.
Ich schätze Ironie, wenn sie Sachverhalte bloßstellt, die ich ablehne.
So ist sie halt, unsere Stechuskaktus.
Jetzt stellt sie die komischen Fragen als Gast.
Vielleicht kommt der Fragesteller ja aus Bayern. Und dort kontrollieren Polizisten einen Tag vor Ferienbeginn tatsächlich Flughäfen, um Familien wegen Verletzung der Schulpflicht anzuzeigen, die 500 Euro sparen wollten und argumentieren, dass am letzten Schultag ohnehin kein Unterricht stattfindet.

Und wenn man sich diesen Aufwand vor Augen hält, ist es schon legitim zu fragen, warum der eine eine Anzeige bekommt und der andere nicht. Insbesondere wenn er vielleicht gar nicht auf der Demo war sondern mit Kumpels beim Zocken.
Ich habe schon immer vermutet, dass diese Massen an Urlaubern, die von NRW aus in den Urlaub fliegen, aus Bayern kommen.

Wobei ihnen das nichts nutzt, denn auch in DUS oder CGN steht die Polizei an den Eingängen.

Die Vorstellung, mit einem Flug nach Teneriffa für mehr Klimaschutz zu demonstrieren, ist allerdings so absurd, da dürften eher Hessen dahinter stecken ...
Ist die Frage hier denn wirklich so schwer zu verstehen?
Ich übersetze mal die Frage von Gast:

Ist es plausibel, dass ein Staat an einer Stelle, an der der Schulunterricht für die Schüler keinen Lerneffekt mehr hat (letzter Schultag) die Schulpflicht mit hohem Aufwand (Polizei an Flughäfen) durchsetzt und an einer anderen Stelle (Friday for future), an der regulärer Unterricht stattfinden würde, überhaupt nicht?
Tja, Stechus, offensichtlich ist sie tatsächlich so schwer zu verstehen, denn Deine Übersetzung ist weit weg vom Inhalt der "Frage".

Tatsächlich steht da, dass diese juvenilen Quatschköppe sich doch aus Dingen heraushalten sollen, von denen sie nichts verstehen. Sie sollen gefälligst lernen, anstatt unter dem Deckmantel einer sogenannten Demo shoppen zu gehen.
Das sich da jemand abfällig über die Demonstranten äußern wollte, das hatte sinngemäß oben schon mal Elfi erklärt, aber das hast Du anscheinend nicht verstanden.

Inhaltlich entspricht das ganz offensichtlich auch Deinem Standpunkt, daher noch ein kleiner Hinweis:
- es gibt -zumindest hier in NRW- einen Anspruch der Schüler auf Freistellung vom Unterricht für bestimmte Anlässe. Die Genehmigung für einzelne Tage obliegt dem Klassenlehrer*In, die für mehrere Tage oder direkt vor und nach den Ferien dem Direktor*In. Die Gründe sind aufgelistet, einer davon ist ausdrücklich "politische Initiative".
- es gibt ein grundgesetzlich geschütztes Recht auf Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung.
- es gibt hingegen KEIN grundgesetzlich geschütztes Recht auf billigen Urlaub.

Ja, es ist verhältnismäßig, dass Polizei und Ordnungsamt am Freitag vor den Ferien am Flughafen stehen und ich gönne es jedem Erwischten, dass er das entsprechende Bußgeld abdrücken muss.
ing, ich stehe hinter deiner Argumentation bezüglich der "demonstration for future" am Freitag.
Aber stechus hat Recht mit der zusätzlichen Betrachtung , dass "fernbleiben vom Unterricht" unterschiedlich geahndet wird".
@geyerwally: hmmmmmm, ich tue mich da schwer mit einer abschließenden Beurteilung.

Wenn man mal absieht von den Fällen, in denen das Fernbleiben vom Unterricht zu Recht erfolgt, aus welchen Gründen auch immer, dann bleiben zwei Möglichkeiten:
- die Schüler können schwänzen, dann liegt die Schuld bei ihnen. Für diesen Fall gibt es ein abgestuftes Procedere, wie der Staat eingreift. Irgendwann droht auch da Bussgeld, aber nicht den Schülern, sondern den Eltern, und es dauert auch eine Weile, bis es so weit ist.
- die Eltern könnten den Schulbesuch untersagen. Diese Situation ist ganz anders. Wenn das nachgewiesen werden kann, dann ist in der Regel für die Eltern sofort ein Bußgeld fällig. Nicht nur vor den Ferien, sondern an jedem beliebigen Tag.
Der Anreiz ist nur vor oder nach den Ferien größer und die Beweisbarkeit besser, daher ist es an diesen Tagen besonders sinnvoll, auf dem Flughafen zu patroullieren.

Insofern wird das Fernbleiben tatsächlich mit zweierlei Maß gemessen.
Aber es ist im gesamten deutschen Straf- und Ordnungsrecht ein Unterschied, ob ein "Erwachsener" etwas macht oder ein "Jugendlicher", warum also nicht auch hier.

Auf Dauer hätte ich mit den Freitagsdemos bei meiner Tochter im zielgruppenrelevanten Alter ein Problem.
Aber es ist nicht jeden Freitag und bei der letzten Demo hier am Ort (also gestern) waren 150 Kids vor Ort von grob geschätzt 8000 Einwohnern der Altersgruppe 13 bis 17.
Was mich ärgert ist, dass sich zu viele mit der Frage des Fernbleiben beschäftigen und nicht mit dem jahrelangen Versagen der Politiker.
Das Fernbleiben des Unterrichts für sowas Wirkungsloses ist Ursächlich dafür verantwortlich für das Versagen der Politiker. Zudem sollten Ferien gestrichen werden um das versäumte nachzuholen. Easy Go and Easy Come, ganz einfach.
Lass et jucken Kumpel.
Läuft
2:0
UPS
3:0
Es wird mit zweierlei Mass gemessen. Und die Schülerproteste wären sogar noch deutlich glaubwürdiger, wenn diese das Bussgeld zahlen würden.
Irgendwie anzuleiten, dass das eine Schulschwänzen politische Bildung sei und das andere Schulschwänzen nicht, ist schon sehr subjektiv und recht hilflos.
Und auf die Einhaltung von sinnlosen Regeln zu pochen, ist für mich Spiessbürgertum vom Feinsten.
Du bist echt intellektuell klar limitiert und wahrscheinlich die einzige, die den Unterschied zwischen "Kinder schwänzen Schule" und "Eltern nehmen Kind aus der Schule" nicht verstanden hat.
Ich erkläre es auch nicht noch einmal.
Das Fernbleiben vom Unterricht wird unterschiedlich gewertet.
Da sind die, die billiger in Urlaub fliegen wollen. Das muss man ahnden. Wenn jeder seine Ferien selber machte, das gäbe ein Chaos
Da sind die, die für ihre eigene Zukunft streiken. Das ist ein berechtigtes Anliegen. Diese Zukunft findet ja mal tatsächlich statt. Da ist nichts zu ahnden.
Das ist doch ganz einfach
Wenn Sie Donnerstags die Schule schwätzen gilt das nicht für Freitags!
@elfigy: Jetzt bin ich aber überrascht von dir, die doch sonst den Rechtsstaat mit Zähnen und Klauen verteidigt.

Mal gilt also ein Gesetz und mal nicht und wann was gilt, bestimmt elfigy, ganz einfach?

So funktioniert Rechtsstaat nicht, liebe elfigy!
Ich bin nicht überrascht von Dir Stechus. Du hast schon so oft etwas nicht begriffen.
Vielleicht gehört dazu auch noch die Frage, warum unsere Behörden davon Abstand nehmen, die Eltern der Schüler zu sanktionieren? Es ist schon Aufregung genug in der Bevölkerung, was glaubst Du Stechus, was passiert, wenn man hier von Seite der Behörden zu Strafzahlungen greift? Die Themen der Kinder sind mehr als berechtigt und die Politiker hoffen eher es läuft sich wieder tot. Bei einer Sanktionierung wird das zur Massenbewegung und auch die Erwachsenen stehen eventuell auf einmal zu Hunderttausenden mit auf der Straße. Mir, und vermutlich auch vielen Anderen reicht alleine schon die Sache mit den Grenzwerten für Autoabgase. Wenn die angeblich zu sportlich sind für die Industrie, setzt man die Grenzwerte einfach rauf. Ist doch auch zweierlei Maß. Wo bleiben die Sanktionen?
ich unternehme dann doch noch einen allerletzten Versuch, losgelöst von "Friday for Future" und Urlaubsreisen. Vielleicht dringt das ja durch die ideologische Sperre hindurch:

Fall 1: Schüler schwänzt Unterricht
Verursacher: Schüler (i.D.R. minderjährig)
vom Gesetzgeber vorgesehene Sanktion: Eintragung der Fehlstunden in das Zeugnis, wenn das nicht reicht, Gespräch mit der Schulleitung, wenn auch das nicht reicht, Gespräch mit Schulleitung und Eltern, ggfs. Jugendamt. Weiter geht es erst bei notorischen Schulschwänzern, aber über die sprechen wir hier eigentlich nicht.

Fall 2: Eltern verwehren ihrem Kind die Teilnahme am Unterricht
Verursacher: Eltern
vom Gesetzgeber vorgesehene Sanktion: Bußgeld

Es wird also nicht derselbe Tatbestand unterschiedlich ausgelegt, sondern es sind zwei deutlich verschiedene Tatbestände.
@rayer: das hatte sich jetzt überschnitten ...
nur zur Verdeutlichung: es ist vom Gesetzgeber her gar nicht vorgesehen, in diesem Stadium (einzelne Fehlstunden) die Eltern für eine freie Entscheidung ihrer Kinder zu sanktionieren.
Mir ging es ja auch nur darum zu verdeutlichen, warum man vonseiten der Behörden da nicht zu Sanktionen greifen wird und weshalb sich Politiker da tunlichst in Deckung begeben oder sogar noch Solidarität mit den Kindern zeigen. Wir reden seit Jahrzehnten darüber es muss was geschehen, vonseiten der Politik ist jedoch außer großspurigen Absichtserklärungen nichts geschehen. Es wird zwar vom Bürger gerne was abverlangt, bei der Industrie gibt es stets 1000 Ausreden und immer sind die Arbeitsplätze in Gefahr. In der Regel kommt ja die Sorge um die Industrie bei Stechus auch sofort als Einwand, dass aber in der Forschung, Entwicklung und dem Bau von klimafreundlichen Anlagen und Verfahren gewaltige Chancen für unseren Industriestandort liegen, geht in ihren Kopf nicht rein.
Die Urlaubsschwänzer verstoßen gegen die gesetzliche Schulpflicht. Die Freitagsschwänzer üben sich dagegen in zivilem Ungehorsam. Da es sich um Kinder handelt, die den gewählten Politikern Paroli bieten, wird es schwierig. Welcher Politiker ist bereit, die Polizei mit Wasserwerfern und Schlagstöcken auf Kinder zu hetzen? Was da zur Zeit passiert, hat die Qualität, gesellschaftliche Veränderungen im großen Ausmaß zu bewirken. Wenn der Protest der Kinder eskaliert, kann er zur Initialzündung für andere Bereiche werden. Das böse Wort lautet: Boykott ...
Seit wann gibs Ruthe in der englischen Übersetzung?
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