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Noch Fragen?

Dachstuhl belastbar?

Dieses kleine Fachwerkhaus braucht im nächsten Frühjahr eine neue Dacheindeckung. Im Moment sind dort Eternitplatten aufgebracht. Die Frage ist, ob der Dachstuhl das Gewicht einer Ziegeleindeckung tragen kann. Vielleicht ist ja ein Fachmann anwesend.
Die Fußpfetten haben die Größe 95x135*, die Sparren 45x100, Abstand 900, die Ständer 140² (*Maße in mm).
Foto
Frage Nummer 3000015883
Antworten (13)
Folgende Fragen:

1. Wie viele Ständer und wo platziert?
2. Soll die auf den Sparren liegende Schalung vor der Lattung und Neueindeckung ebenfalls entfernt werden?
3. Ist am Ort des Gebäudes mit außergewöhnlich hohen Schneelasten zu rechnen?
4. Ist die Eindeckung mit Tonziegeln oder Biberschwänzen denkbar bzw. vorgesehen?
Gast
@status-quo-fan - auch die Windlast ist von großer Bedeutung

wie auf dem Bild ersichtlich waren hier schon mal Ziegel eingeplant (Abstand der Dachlatten)
ist eigentlich auch eine Isolierung eingeplant bzw. bei dieser Dachkonstruktion machbar?
Huddelduddel, die Windlast ist lediglich bezüglich der Verankerung der Fuß- bzw. Randpfetten von Bedeutung, denn sie ist in erster Linie eine Soglast.
Ich würde einen Statiker vor Ort befragen, der Aufwand hält sich in (finanziellen) Grenzen. Die Sparrendimensionierung erscheint mir zu klein, der Abstand recht groß. Länge der Sparren ist nicht bekannt, ebenso der Zustand von Sparren und Fußpfette,sowie die Dachneigung. Schneelast wurde bereits angesprochen. Auch bei Ziegeldeckung gibt es große Unterschiede im Gewicht pro m². Biberdeckung hat z.B. wesentlich mehr Flächengewicht als eine Frankfurter Pfanne. Das Vorhandensein einer Lattung hat nichts zu sagen, die Lattung braucht man auch bei Eternitplatten. Weiter wäre wichtig, ob das Mauerwerk tragend oder nur als Ausfachung angelegt ist....Fragen über Fragen..die sich aber vor Ort sehr schnell beantworten lassen.
Lieber Musca, das Mauerwerk habe ich selbst nachträglich eingebracht. Das ist also nicht tragend. Wirklich tragend sind nur die 6 Ständer, 3 an jeder Längsseite, wobei ich die mittleren auch selbst eingebaut habe. Das Dach hat etwa 25° Neigung. Die Schneelast wird von dem Dach getragen, zumindest hat es das die letzten 15 Jahre. Die Ständer stehen auf einer Betonplatte (Bodenplatte). Wie dick die ist, und ob zusätzlich noch ein Streifenfundament vorhanden ist, ist nicht bekannt, aber eher unwahrscheinlich.
Eindecken wollte ich das Dach mit Dachziegeln, die ich von einem etwa 100 Jahre alten Abbruchhaus habe. Diese sind absolut flach. Foto folgt.
Gast
Mal eine ganz dumme Frage: wieso soll das Mauerwerk nicht tragend sein? Irgend etwas trägt es sicher dann doch, es sei denn, es wäre so schlampig gemauert, dass es bei blossem Anpacken bzw Anlehnen schon umstürzt. Aber sowas traue ich Dir eigentlich nicht zu.
Lieber Celsete, die Tragfähigkeit eines Gebäudes ist von der Konstruktion abhängig. Bei einem reinen Fachwerkbau spielt die Mauerwerksdicke keine Rolle, das Fachwerk übernimmt die Lastübertragung. Ausfachungen jeglicher Art, ob mit Lehm/Stroh Gemisch,oder Ziegel tragen in keinster Weise zur Tragfähigkeit bei.
Gast
Musca, schau Dir bitte noch einmal das Foto in der Eingangsfrage an. Die linke Wand, die die Dachpfette trägt, besteht zwar anscheinend vorne und hinten an der Ecke aus einem Holzpfeiler, aber ... ansonsten sehe ich nur Klinkermauerwerk. Ein reines Fachwerk sieht denn doch anders aus. Hier müsste jeder Bauhandwerker bzw Architekt bzw Statiker die Tragfähigkeit des Mauerwerks für die Dachpfette schon mit einkalkulieren.
Der richtige Moment, sich auszuklinken
Musca zu recht - das ausklinken. Hat wirklich keinen Wert!!
Gast
Okay, ich klinke mich auch aus. Anscheinend hat da jemand ohne Hilfe eines Statikers und ohne Baugenehmigung einen Carport umfunktioniert. Da gibt es natürlich von uns keine verbindliche Aussage, was man da als Dach drauf packen kann.
Gast
@Celsete: probieren geht über studieren

Die Altziegel dürften eigentlich ein geringeres Gewicht als z.B. Frankpfurzer Pfannen haben.
Mal 1m² der alten Ziegel auslegen und wiegen und mit der Dachfläche multiplizieren. Dann kann man die Tragfähigkeit abschätzen.
Nachdem sich andere aus nachvollziehbaren Gründen ausgeklinkt haben, wollte ich mich eigentl. gar nicht einklinken ...
Trotzdem, bh:
Die Sparren entsprechen im Querschnitt etwa 1/4 dessen, was üblich ist, auch wenn die Spannweite gering ist. Entscheidend ist dabei die Höhe, da diese das Widerstandsmoment eines Trägers direkt beinflußt. Der Sparrenabstand ist recht groß. Die Dachkonstruktion selbst könntest du durch Ergänzung des Querschnitts der Sparren (Aufrippen) verstärken.
Ich fürchte aber, daß alle Überlegungen spätestens an der Dimensionierung der Pfette (Fachwerkrahmen) scheitern. Sorry, die Holzkonstruktion entspricht bezüglich der Dimensionierung max. der eines Carports, zusätzliche Dachlasten würde ich vermeiden.
BTW, was steht eigentlich links neben dem Feuerlöscher, sind das die Durstlöscher?