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Noch Fragen?

Gast

Der nächtliche Sternenhimmel

Ich habe mir heute auf YT ein Video angesehn, dass im Zeitraffer den Nachthimmel über Hamburg zeigt.
Dabei sind mir zwei Merkwürdigkeiten aufgefallen.

1. Wieso sieht man vom Mond nur die "Vorderseite"? Rotiert der nicht um sich selbst?

2. Die Sterne in diesem Video bewegten sich mit derselben Geschwindigkeit über den Himmel, wie der Mond, der Abstand schien gleich zu bleiben (ebenso der relative Abstand zueinander).
Da die Sterne ja viel weiter weg sind, als der Mond, müsste es doch eher zugehen, wie auf der Autobahn, mit schnelleren und nicht so schnellen Bewegungen?

Kann mir das mal jemand erklären? Wo liegt mein Denkfehler?
Frage Nummer 3000031166
Antworten (9)
Der Mond rotiert nicht um sich selbst.
doch, das tut er. Aber lustigerweise mit einer solchen Geschwindigkeit, dass stets die gleiche Seite zur Erde zeigt, um die er sich dreht: in der Zeit, in der der Mond einmal um die Erde wandert, dreht er sich auch einmal um sich selber.
Zur Zweiten Frage: das nennt man "Winkelgeschwindigkeit". Die Sterne sind so weit weg, dass ihre Bewegungen über einen relativ kurzen Zeitraum (eine Nacht) nicht wahrzunehmen sind. Über mehrere Nächte oder gar über ein Jahr würdest Du das auch bemerken.
Richtig: In 27,3 Tagen umrundet der Mond einmal die Erde. In der gleichen Zeit dreht er sich auch einmal um seine Achse - und wendet deswegen der Erde immer die gleiche Seite zu. Diese so genannte gebundene Rotation ist kein Zufall: Die starken Gravitationskräfte der Erde bremsen den viel kleineren Mond in seiner Eigenrotation so ab, dass sich die Rotation an die Umlaufzeit angepasst hat.
Na also, lieber Amos. Warum denn nicht gleich so?
Klare Antwort: ich googel nicht alles, sondern beantworte Fragen auch aus meinem Hauswissen. Wenn das manchmal nicht dem Brockhaus entspricht: was soll's?

Übrigens werde ich auch weiterhin "daß" schreiben. *g*
Lieber bh: früher im Sprechzimmer oder in der Klinik habe ich auch nicht immer im Pschyrembel oder anderen Fachpublikationen nachsehen können. Sondern mußte aus meiner Erfahrung, Wissen und Fähigkeit - teilweise akut - entscheiden und handeln.
Das wird in Deinem Beruf nicht anders ausgesehen haben.
Wer sich also an diese Wissenscommunity wendet, sollte darüber im Klaren sein, daß er nicht mit der Harvard-University verbunden ist.
Da die Antworten zunehmend präziser werden, will auch ich meinen Beirag leisten. Die Bewegung der Sterne ist so gering, dass man diese Himmelskörper früher Fixsterne nannte, weil man glaubte, sie wären fest am Himmel positioniert.
Der Mond bewegt sich zwar, aber wenn er in 27,3 Tagen einen Kreisumlauf schafft, sind das pro Tag ca. 13,18°. Pro Nacht (Tag-Nachtgleiche vorausgesetzt, die es nur zweimal jährlich gibt), ist es sogar nur die Hälfte. Auch das sieht man mit bloßem Auge nicht.
Die scheinbare Bewegung der Himmelskörper wird durch die Erddrehung erzeugt, und da deren Winkelgeschwindigkeit gegenüber allen festen Punkten konstant ist, spielt die Entfernung der Objekte keine Rolle. Auf der Autobahn hat man degegen wirkliche lineare Geschwindigkeitsunterschiede.
Ist doch relativ. Um seine eigene Achse während des Umlaufes um die Erde dreht sich der Mond nicht. Er hat keine eigene Achsrotation. In seiner starren Gesamtheit bewegt er sich um die Erde und ist deshalb von der Erde aus nur von "vorne" zu sehen.
Würde sich der Mond um die eigene Achse drehen, sähe man zu anderer Zeit, bzw. von anderen Orten
auch andere Mondseiten.
Jedes kind weiß dass der mond aus käse ist und eine käse dreht sich nicht sondern wird gerollt z.b. zum bahnhof.