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Noch Fragen?

Gast

Deutsche Sprache wird verändert?

Welchen Einfluss haben Migranten auf unsere Sprache?

Kinder deutschen Ursprungs über nehmen immer häufiger Sätze wie:

Ich hab ihn geholfen - war mit mein Freund unterwegs - geb ihn was Essen - das sind noch harmlose Beispiele, doch wann steht das als offizielle Redewendung im Duden?
Oder ist das nicht denkbar, die Sprache der Denker und Dichter zu verändern?
Frage Nummer 3000024027
Antworten (12)
Gast
Hackus vor ungefähr 20 Jahren hat sich sogar das Unterschichtenfernsehen mit der sogenannten Kanackensprache befaßt und meinte dies müßte unbedingt eingeführt werden.
Bei Kindern ist das "eine Art Spiel", wie wenn sie mit den Schimpfwörtern aus dem Kindergarten kommen und sie zu Hause ausprobieren.
Gast
Bei meinen Kindern hab ich so pariert: keine Reaktion, erst auf verständliche Fragen und/oder Bemerkungen.
würde Walther von der Vogelweide heute zurückkehren aus des Himmels ew'ger Minne, er wäre zutiefst erschrocken ob des eigentümlich klingenden Idioms, welches dessen aktuelle Benutzer "deutsch" nennen und das allenfalls entfernt mit den seinerzeit durchaus gebräuchlichen phonetischen Kombinationen in Verbindung zu bringen sei.
Oder anders: Sprache lebt!
Die Anglizismen haben wir uns sozusagen per Einzugsermächtigung höchstselbst abgeholt, ebenso den stillen Tod des "ph".
Und dass sich der Dativ hinterrücks und heimtückisch meuchelnd des Genitivs entledigt, mag der ausufernden Präsenz von RTL in den Varianten "klassisch", "II", "Super" und "Crime" geschuldet sein.
Insofern ist es ein Hauch an Gerechtigkeit, so jetzt dem Dativ durch den Akkusativ selbiges Schicksal dreute und somit die arabeske Vielfalt mannigfaltiger Deklinationen sich auf die Grundform "Du Tarzan, ich Jane" eindampfen ließe.
Zu vermuten, dies sei alleine dem Einfluss unschuldiger Migranten zuzuschreiben hieße allerdings die Sachlage in gar Küstenmacher'scher Weise zu simplfizieren, stehen doch die Mandys und Schackelines der Beutegebiete auch ohne extragermanischen Beistand mit der Sprache der Herren Goethe, Mann und Barth auf deutlichem Kriegsfuß.
Gast
Ich hätte heute im Wartezimmer eine Unterhaltung mit einer Gymnasiallehrerin (Deutsch/Geschichte). Sie bekommt mittlerweile auf diesem Niveau Aufsätze abgeliefert. Die Unterhaltung der Schüler unteteinander findet wohl auch so statt. Sie meinte schon ihren Job an Frau Feldbusch abgeben zu können, dafür hätte sie eigentlich nicht studiert. Das was die Grundschulen mittlerweile an ein Gymnasium abliefern, wäre schon denkwürdig. Ich liebe die deutsche Sprache, alte Liedtexte aus den 20ger und 30ger Jahren. Deutsch kann so höflich und charmant sein. Ich befürchte, das geht uns gerade in den letzten Jahren verloren. Ich behaupte nicht, daß das an Migranten liegt, wir haben so viele englische, amerikanische, französische Wörter eingedeutscht, das ich mich oft frage, das ging doch auch mal auf Deutsch. Wie hätten wir das denn früher ausgedrückt?
Gast
Sind ja doch noch ein paar hier, ich hätte schon die Befürchtung, es wären alle gesperrt worden, nach dem heutigen Nachmittag!? :))
Gast
„Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und ... verzweifle ich an der Zukunft der Zivilisation“ (Aristoteles, 384-322 v.Chr.)

Bis Mitte der Amtszeit von Helmut Schmidt haben alle die nach etwas scheinen wollten gelateinert. Dies hat sich dann Richtung Denglisch verändert.
Nicht nur Gymnasiallehrer sondern auch der eine oder andere Professor beschwert sich ob der mangelnden Sprachkenntnisse /-kompetenz. Das legt sich. Es hat sich auch bald Ausgeräppert und die GängBangsprache wird auch in Vergessenheit geraten.

Ein neuer Schmarrn wird kommen - darauf wette ich !!!
Gast
Ich hab vor längerer Zeit mal eine hübsche Dame, mit Auszügen des Liedtextes "Ich werde jede Nacht von ihnen träumen" konfrontiert. Sie fand es war die "netteste Anmache" die sie je gehört hat. Ich würde mir wünschen, das diese Art von Aussprache wieder Einzug hält. So etwas funktioniert heute leider nur noch über die Medien. Erfinde eine witzige Serie oder "Soap" , die bei Jugendlichen ankommt, oder "hipp" ist und schon reden die so.
Gast
Sie müssen hält geflasht sein!
Als GröGaZ bemühe ich mich immer, korrektes Deutsch zu schreiben. Meistens gelingt mir das auch. Die derzeitige Jugendsprache ist mir allerdings nur aus RTL II oder entsprechender Juxliteratur bekannt.

Kleine Anekdote: vor dem Abitur erhielt ich mal eine Klassenarbeit Deutsch zurück mit dem Vermerk "hervorragender Ausdruck und Stil täuschen über inhaltliche Schwächen hinweg". Thema der Arbeit ist mir nicht mehr bekannt. *g*
Kann mich mal einer updaten? Was war gestern? Und wer wurde gesperrt?
.
Kann man euch denn nicht mal einen Tag alleine lassen? Musste gestern nach Stuttgart. Mitternacht hingeballert, 4 Stunden Anwesenheit, und wieder zurück. 1600 km - fast an einem Tag.
Gast
bh_roth, habs auch nicht mit bekommen. Hatte gestern auch mehrere Ortstermine und war ewig lange unterwegs, und spät abends kein Bock mehr.
Kann es mir aber denken.
In der Einleitung taucht das Wort "Migranten" auf in Verbindung mit der Veränderung der deutschen Sprache.
Ich kann nur vermuten, dass die üblichen Verdächtigen mal wieder geleugnet haben, dass wir alle einen Migrationshintergrund haben, und sei es dass wir von Indogermanen abstammen, über Germanen etc, die noch gar nicht wussten, wie man Deutsch sprechen sollte.
Mit grösster Wahrscheinlichkeit hat es da wieder entsprechende Hetze gegen die aktuellen Migranten gegeben.
Zum Thema: Sprache ist Kommunikation. Und solche klappt am besten, wenn man auch die selbe Sprache spricht.
International (Luft- und Seefahrt, Handel ...) hat man sich schon längst weitgehend geeinigt.
Leider gibt es noch zu viele Menschen, die nie über ihr Dorf / ihre Region / ihren Nationalstaat hinausgekommen sind und glauben, ihr regionaler Dialekt wäre der wichtigste der Welt.
Als ob an babylonischer Sprachverwirrung irgend was besonders wichtiges wäre, ausser dass man sich zu oft missversteht, manchmal auch missverstehen will.