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Noch Fragen?

Digital vs. Analogfotografie

Seit Jahrzehnten fotografiere ich, seitdem ich wieder auf analog und selbstentwickeln im Heimlabor umgestellt habe ,könnte ich davon leben wenn ich wollte, so sehr ist die Nachfrage .Grund meiner Frage ist:brauchen wir den ganzen technischen Mumpitz ?
Frage Nummer 43806
Antworten (33)
Es ist eben schnell und billig. Das was du machst, ist langsam und teuer.Zumindest nicht für jeden erschwinglich, so ein selbstentwickeltes Foto.Aber um einiges besser.
Mein Daddy hat bis zum Ende seiner Karriere (vor 2 Jahren) als Profi-Fotograf auch überwiegend analog fotografiert. In einigen Bereichen der Auftragsfotografie spielt Zeit eine kleinere Rolle als Qualität, und dort nimmt man immer noch sehr gerne analog aufgenommene Fotos. Das grösste Problem am digitalen Foto ist der unzureichende Nachweis vom Urheberrecht. Jeder der eine digitale Kopie hat, könnte rein theoretisch behaupten dass er/sie der Fotograf und Urheber des Fotos ist. Hat man dagegen ein Negativ vom Foto, dann ist es schon eher wahrscheinlich, dass man dieses Negativ nicht zu Unrecht besitzt und somit der Urheber des Bildes ist.
Vielleich sollten wir zwischen "Technik" und "Mumpitz" unterscheiden! Eine gute,analoge Kamera (wie meine Leica) besitzt eine Spitzentechnik,allerdings ohne Mumpitz!
Für mich stellt sich die Frage, ob nicht beide Techniken wenigstens noch eine Zeit nebeneinander existieren können, ohne dass ein Verdrängungswettbewerb stattfindet, da die Einsatzbereiche verschieden sind.
Auf längere Sicht wird analoge Fotografie jedoch mehr und mehr verschwinden, einen vergleichbaren Weg gehen wie die Schallplatte.
Ist halt Geschmakssache! Ich find's gut, dass digital billiger ist!
Und da mir das Urheberrecht ziemich wurscht is, sehe ich keine Vorteile in der Analogfotografie
@Bellicosa:über Leica müssen wir nicht diskutieren (Neid), mit meiner ollen F301 und einer Ostblock-Vergrößerungstechnik gehts auch
Ich wollte keinen Neid auslösen,den ich habe dieses Superteil" geerbt",bzw. geschenkt bekommen,von einem Verwandten,der bei Leitz beschäftigt war und heute nicht mehr fotografieren kann und will,aus Altersgründen.
Was ja viele nicht wissen: Es kommt weniger auf die Art der Fotografie oder auf die Kamera, sondern mehr auf das Motiv an! (Ja, ich hab nur ne billige Knipse.)
Ich habe sie geliebt, Koffer geklaut samt Objektive.
Einen wichtigen Vorteil hat die Analogfotographie schon. Man braucht keinen Strom, jedenfalls nicht zwingendermaßen. Beispielsweise nicht bei meiner alten Harponette, die immer noch tolle Bilder macht und sehr viele Einstellmöglichkeiten bietet.
@Suppe in den Socken: wie üblich,Blödsinn pur!!! Was hat deine Mundharmonika mit einer Kamera gemeinsam???Wenn du es weisst,bitte ich um Aufklärung!
@Bellicosa Ist kein Blödsinn, sieh mal hier Aber nicht mein Angebot.
das kommt davon, wenn der eine ein "r" zuviel setzt und der (die) andere sich blind auf google verlässt - seid doch lieb zueinander...
Die Kamera ist aber wirklich gut. Hält schon über 20 Jahre. Deutlich länger vermutlich als ein Großteil der Digitalkameras.
Deutlich länger.Und piepst nicht.
Hallo Bellicosa, jetzt sei doch nicht so streng mit mir :(
Ich koche dir auch eine leckere Käse-Sockensuppe. Was hälst du davon?
Auch bei den Analogen gab es ab Ende der 70er Kameras mit sehr viel Technik, zumindest für damalige Verhältnisse. Die Blendenautomaten, Zeitautomaten, Vollautomaten oder die Kopplung von Systemblitzen mit den Kameras. Fast jeder, der vorher analog, mit einer SLR fotografierte, weiß um die Auswirkungen von Belichtungszeit, Blende, Filmempfindlichkeit und Brennweite auf das spätere Ergebnis und wird dieses bei der Belichtung mit digitalen Kameras zur Gestaltung beachten. Müssten die Hersteller alleine von dieser Kundengruppe leben, gäbe es heute vermutlich fast keinen Kamerahersteller mehr. Nicht jeder, der einen Chip belichtet, kann oder möchte ambitioniert fotografieren. Vielen sind zufrieden, wenn die Urlaubsfotos oder die Bilder von Familienfeiern von der Digicam in einer, aus seiner Sicht akzeptabelen Qualität auf der Festplatte landen oder aus dem Fotodrucker eines DM-Marktes kommen. Diese Nutzer sind froh, daß es den easy way of Vollautomatik gibt.
Hier - für dich, boofhead.
ich hab auch noch 5 analoge spiegelreflex in der vitrine die seit jahren verstauben, meine filmvorräte sind auch schon sowas von abgelaufen....
digital habe ich die möglichkeit viel schneller sofort kontrollierbare brauchbare ergebnisse zu erhalten, nicht umsonst arbeitet so ziemlich jeder profi digital. die kamera ist nur mittel zum zweck, nicht der zweck an sich.
das ganze analog-geheule kommt meist von hobbyfotografen die sich drüber ärgern dass ihre elitäre freizeitbeschäftigung mittlerweile so banal ist dass selbst kleinkinder brauchbare fotos hinbekommen. von den profis hat sich noch keiner beschwert. mit anderen worten: gute bilder machen. womit die entstanden sind ist vollkommen wumpe.
@ Suppe (Puppe mit und ohne Locken usw.),danke für das Angebot,aber dieses Essen ist nicht meins!Die Verwechslung"Kamera-Musikinstrument“ nehme ich voll auf meine Kappe!( Ing793: keine Sorge,wir vertragen uns trotz kleiner Plänkeleien) Nichtsdestotrotz war das mal wieder ein Thema,für das es sich lohnt,noch dabeizusein! Danke Musca!!!
Volle Zustimmung zu goorooj
Nach wie vor verfügt der analoge Film über eine höhere Auflösung als ein digitaler Chip. Nicht zu unterschätzen ist auch der wesentlich höhere Kontrastbereich von analogem Film! Dies erkennt man schnell bei einem Photo mit sehr viel hellen und gleichzeitig sehr dunklen Bildteilen. Dennoch: Moderne Software ermöglicht dem Nutzer einen sehr guten Ausgleich dieser Probleme bei digitalen Aufnahmen, oftmals sogar automatisch. Persönlich muss ich fast jedes aufgenommene Bild auf dem Computer nachbearbeiten, aber es gibt inzwischen eine Menge guter Gründe für die digital Fotografie so dass ich heute darauf nicht mehr verzichten möchte.
Eines ist sicher: Seit Einführung der digitalen Fotografie wird die Welt von miserablen Fotos überschwemmt. Wo man bei der analogen Fotografie noch scharf nachdachte, wie, wo und wann man seine 36 Bilder aufnahm und welche man vergrößern ließ, wird jetzt einfach draufgehalten, immer in der Hoffnung, die Technik wird's schon richten.

Ich fotografiere inzwischen selbst schon lange digital, und bis auf den Kontrastumfang sind gute Digitalkameras heute den (guten) alten Analogkameras absolut ebenbürtig. Sprich: Denkt man vor dem Drücken des Auslösers so gründlich nach wie früher, bekommt man auch ebenso gute Aufnahmen.

Zum Vergnügen fotografiere ich s/w noch mit der Leica meines Vaters aus den 1930er Jahren und entwickle und vergrößere mit dem Equipment, das er auf seinen Reisen immer dabei hatte. Macht wesentlich mehr Spaß als Photoshop.
"Analog" ist für mich vor allem "mechanisch", was mich an jenes traurige Ereignis im Australienurlaub erinnert, als ich auf Kangaroo-Island munter mit der AE1-program losknipste und beim 38. Bild stutzig wurde. Leider war der Film nicht transportiert worden. Sowas braucht echt niemand, fast der ganze Tag im Eimer! :-(
Ich weiß nicht, welchen Dynamikumfang chemischer Film hat, die 14Bit bei gängigen RAW-Dateien sind schon nicht ohne! Da holt man auch aus eigentlich "schwarzen" Bildbereichen plötzlich doch noch eine Fledermaus (Guatemala, Tikal, eingebauter Blitz der 40d völlig überfordert) mit Zeichnung raus.
Oder "Hoch-ISO"-Photos, wie etwa die "blaue Moschee" bei Nacht...analog müßte ich dafür einen extra Film einlegen, so drehe ich halt auf 6400 ISO und gut.
Vor allem die mögliche sofortige Kontrolle des Resultats ist für mich wichtig, als notorischer "Schiefhalter" und Kurzsichtiger - da kann ich da Bild gleich nochmal versuchen, wenns nichts geworden ist.
@pekaef und Hippotylos: Ich kann euch beiden in vollem Umfang zustimmen. In Bezug auf die Auflösung und den Kontrastumfang werden auch gute digitale SLRs noch recht lange brauchen um mit Filmmaterial gleichzuziehen. Mit Aufkommen der Digitalen wird zunehmends inflationär fotografiert, ein Foto kostet schliesslich nichts mehr, weder Zeit noch Geld. Leider nehmen sich viele aber auch keine Zeit beim Fotografieren, die Ergebnisse sind entsprechend. Das möchte ich aber nicht kritisieren, denn jedem ist freigestellt, was er mit der Kamera tut. Gleichwohl hat die digitale Fotografie unter anderem neben der schnellen Kontrolle und Verfügbarkeit auch in der Nachbearbeitung und der Archivierung viele Vorteile.
Meiner Meinung nach muß man das etwas differenzierter sehen, denn es sind zwei grundverschiedene Dinge. Natürlich nutze ich auch eine Digitale, High.End und das Beste, was man kaufen kann.

Wenn ich aber Aufnahmen mache, die ich später ausstellen will, benutze ich einen alten Schatz aus der DDR, eine Pentacon six, macht Quadrate, wie eine Hassel und ist beschränkt auf 12 Bilder pro Film. Soweit die Gemeinsamkeiten. Wenn ich jetzt aber in die Dunkelkammer gehe, um meine Arbeiten zu vergößern, dann denke ich zuerst an Hokus Pokus, abwedeln, div Filter usw.

Wirklich vergleichbar finde ich es deshalb nicht.

Wenn jemand die ersten Schritte macht, ist digital sicher vorteilhaft, man hat schnell Ergebnisse und kann diese imnu verbessern.
Wohw, so eine Antwortenflut hätte ich nicht erwartet. Natürlich hat die digitale Fotografie unbestreitbare Vorteile, der vorgefertigte Carport aus dem Baumarkt ebenso.Für Alltagsfotografie ist digital sicher eine Bereicherung, im hochprofesionellen Bereich ebenso, aber es macht einfach Spass, ist spannend aus einem Negativ das Maximale herauszuholen. Einfach mal wieder Handwerk im wörtlichen Sinn erleben.Und natürlich die Inanspruchnahme der Sinne bei der Auswahl der Motive während der Fotografie
hier wird doch mal wieder viel unwissen verbreitet. dynamikumfang und auflösungsvermögen sind bei den digitalen HÖHER als beim "alten" analogen film und nicht umgekehrt!
Zu den bereits genannten Vorteilen für die digitale Fotografie (bessere Auflösun, höherer Kontrastumfang, bessere Rettbarkeit von fehl belichteten Aufnahmen) sollte man auch die traumhaften rausch-/ "korn-"freien Empfindlichkeiten nicht vergessen. Bei den neuesten DSLRs (z.B. Canon EOS 5D Mark III) sind durchaus Empfindlichkeiten von ISO/ ASA 6400 hervorragend nutzbar. Bei meinen alten Diafilmen war bei ISO/ ASA 800 schon absoluter Schluss.
@TschiTschi:

Was Du hier als technische Unzulänglichkeit beschreibst, war, besonders im Bereich Schwarz Weiß, ja eigentlich eher ein Stil- und Gestalltungsmittel, oder?
@germinal: Man kann aus der Not natürlich auch eine Tugend machen.
Im Sinne eine objektiven Wiedergabe ist es aber nicht.

Und wer das Gestaltungsmittel heute noch einsetzen will, kann das ja gerne mit EBV nachholen/ einbauen. Übrigens unabhängig von der ISO-Zahl! ;-)
Es wird wohl auf ewig Nostaligker geben, die der Analogphotograpie nachweinen. Aber es ist wohl klar, aus welcher Richtung der Wind weht.

Die Digitalphotographie hat seit langem den Löwenanteil des Marktes übernommen und mittlerweile ist die analoge Photographie nur noch eine Randerscheinung. Das hat dazu geführt, daß viele Produkte und Dienstleistungen nicht mehr, nicht mehr so einfach oder nur noch deutlich teurer verfügbar sind, Z.B. sind die aktuellen 35mm Kameramodelle aller großen Hersteller schon recht alt, Filmmaterial wird nicht mehr neu entwickelt. Z.B. Kodachrome ist tot, Polaroid zuckt noch ein bischen. Bei Instamaticfilm, Pocketfilm, APS Film oder gar Discfilmen ist die Situation wesentlich problematischer.

Es bleiben der analogen Photographie wenige exotische Domainen wie z.B. besonders grossformatige Filme. Auch lernt digitale Bildbearbeitung halt nicht in ein paar Minuten. Wenn also jemand 30 Jahre Erfahrung mit analog hat, dann ist das schon ein Argument.