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Noch Fragen?

Eigentum im Scheidungsfall

Mein "noch" Ehemann, hat mich nach 20 Jahren für eine 20-jährige ausgetauscht und am 14.06.2013 also nun vor 2 Jahren ohne Absprache einfach das Haus, was er während unserer Ehe gekauft hat ohne mich ins Grundbuch mit einzutragen was auch ohne Absprache statt fand, verschwunden. Ohne irgendetwas mitzunehmen oder sonst, einfach weg.
Nun kommt er nach fast 2 Jahren und will das ich ausziehe, denn es ist ja SEIN Haus.
Die Scheidung läuft 02.12.2015
Was kann ich tun um dennoch Anspruch auf das Haus zu erheben.
Frage Nummer 3000054353
Antworten (22)
Deutsch lernen?

Damit dein Anwalt beim Scheidungsprozess verstanden hat, was du ihm erzählen willst?

Was du geschrieben hast:
Dein Mann hat dich ... ausgetauscht und ... einfach ... das Haus ... verschwunden ...

War dein Mann David Copperfield?

Aber egal wie, dein Anwalt wird dir sicher besser helfen können.
Die Eigentumsverhältnisse bzgl. des Hauses sind ja wohl im Grundbuch festgehalten und nicht rückgängig zu machen.

Aber Inscheniör wird es besser wissen.
Die allermeisten Ehen haben keinen gesonderten Vertrag, mit dem Gütertrennung vereinbart wurde, also setze ich auch hier Gütergemeinschaft voraus.
Bei einer Scheidung gilt dann prinzipiell, dass zunächst jeder das behält, was er in die Ehe mit eingebracht hat und danach alles geteilt wird, was während der Ehe hinzugekommen ist.
Bezüglich des Hauses ist er als alleiniger Besitzer im Grundbuch eingetragen, damit kannst Du keinerlei rechtlichen Anspruch auf den Besitz des Hauses erheben. Du wohnst quasi "zur Miete" und er kann nach der Scheidung unter Einhaltung bestimmter Fristen verlangen, dass Du ausziehst.
Allerdings hast Du natürlich Anspruch auf einen Teil des Wertes des Hauses, er muss Dich ausbezahlen. Habt Ihr das Haus von gemeinsamen Geld angeschafft (gemeinsam bedeutet dabei auch, von seinem während der Ehe verdienten Geld), dann gehört Dir die Hälfte des Hauses. Hat er es von seinem vor der Ehe bestehenden Vermögen gekauft, dann gehört Dir zumindest die Hälfte der Wertsteigerung des Hauses zwischen Kauf und Scheidung.
Das sollte aber im Scheidungsurteil festgehalten werden.

Für die Zeit bis zur Scheidung hast Du nach meinem Verständnis Wohnrecht in dem Haus, und zwar, da er kommentarlos ausgezogen ist, ein alleiniges. Bis dahin darf er weder verlangen, dass Du ausziehst, noch dass er einziehen darf.

Welche Konsequenzen das hinsichtlich Miete, Unterhalt und was weiß ich noch hat, kann ich nicht beurteilen. Wenn die Scheidung läuft, dann hast Du ja einen Anwalt. Den würde ich dann mit einbeziehen.
Falls der Ehemann das Haus unter Gütertrennung gekauft und im Grundbuch hat eintragen lassen, besteht kein Anspruch.
Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie sich Frauen gerne ins gemachte Bett legen wollen und eine Apanage fordern. Habe ich von Männern noch nicht gehört.
das ist richtig in Bezug auf das Eigentum am Haus, ob dabei auch jeder finanzielle Anspruch nichtig ist, hängt vom Anteil des nicht im Grundbuch eingetragenen Ehepartners am Erwerb ab. Das müsste dann aber wirklich das Gericht klären.

In jedem Fall aber gilt, dass Du ohne Zustimmung Deines "noch"-Ehemanns keine Chance hast, das Haus selber zu beanspruchen. Und mit Zustimmung müsstest Du ihn auszahlen. Gewöhne Dich an den Gedanken, mittelfristig (d.h. innerhalb maximal eines Jahres nach der Scheidung) ausziehen zu müssen.
ich weiß ja nicht, wie das anderswo ist:
meine Frau und ich sind in die Ehe mit weniger als nichts hineingegangen. Danach haben wir uns gemeinsam etwas erarbeitet. Als Kinder kamen, sind wir dem klassischen Rollenmuster gefolgt, dass der Mann weiterarbeitet und die Frau kürzer tritt. Die Frau verzichtet also auf Einkommen, Karriere, Rentenansprüche, dem Mann wird währenddessen der Rücken freigehalten von Kindererziehung und lästiger Hausarbeit, er kann weiter Karriere machen.

Wenn dann bei einer Trennung die Frau die Hälfte von Allem haben will, dann ist das ihr gutes Recht und keinesfalls gleichzusetzen mit "ins gemachte Bett legen".
Wenn sie danach ein kleines Kind zu betreuen hat, dann muss der Ex für alle zusammen löhnen, ist das Kind etwas größer, nur noch für das Kind. Auch das ist völlig in Ordnung und gehört sich so.

Es gibt natürlich auch die anderen Fälle, das betrifft aber in der Mehrzahl den "Sugardaddy" und das 20-jährige "Austauschmodell". Da hilft dann in erster Linie ein Ehevertrag.

Und wenn Dir noch kein Fall untergekommen ist, bei dem das von einem Mann gefordert wurde, dann liegt es daran, dass es zum Einen deutlich mehr Sugardaddys als -mammies gibt und Du in dieser Hinsicht über ein selektives Wahrnehmungsvermögen verfügst. Aus ganz persönlichen Erfahrungen aus dem Freundeskreis kann ich Dir versichern: auch das gibt es.
Dann bin ich beruhigt. Habe es im Freundeskreis allerdings noch nicht erlebt. Da wurden nur Männer abgezockt. Sebst ich ohne Trauschein sollte zu Unterhalt für meine Ex herangezogen werden ... Rechtlich Schwachsinn!
Streiche sebst, setze selbst.
Lieber ing. Wenn Eheleute nichts vereinbart haben, dann gilt gesetzlich die Zugewinngemeinschaft, das ist so wie du sie beschrieben hast.
Gütergemeinschaft muss extra vereinbart werden und ist etwas ganz anderes. Dabei gehört alles Eigentum beiden Partnern gemeinschaftlich, egal wer es erworben hat.
Es gibt auch Gütertrennung.
Amos , ich kenne mehrere Fälle, wo sich Männer ins gemachte Nest setzten und anschliessend unverschämte Forderungen stellten. Und zwar ohne dass sie kleine gemeinsame Kinder betreuten.
Einen Fall kenne ich sogar aus eigenem Erleben. Da half nur eine großzügige Abfindung und das schnelle Geld hat den Herrn so gelockt, dass er auf weitere Ansprüche dann verzichtet hat.
Bei sehr unterschiedlichem Einkommen der Ehepartner ist es so, dass der besserverdienende hinterher zahlt. Dass meistens Frauen die Begünstigten sind, liegt daran, dass halt meist die Männer die Besserverdiener sind.
Aber dort wo es umgekehrt ist, halten die Männer genauso gerne die Hand auf. Man kann das nicht am Geschlecht festmachen, sondern an den Umständen.
Ich schreibe jetzt nicht von Ehepaaren mit kleinen Kindern. Da ist die Lage so, wie ing. es beschrieb und das finde ich dann auch gerecht.
Es gibt alles mögliche und man kann alles auch noch mit Eheverträgen regeln.
Aber gesetzlich, wenn nichts vereinbart wurde, gilt die Zugewinngemeinschaft.
In meinem Fall ist es so, wir sind vor 20 Jahren in die Ehe eingetreten ohne das jemand was hatte. Ich habe Ihm den Rücken freigehalten mich um ALLES im Haus und ums Haus herum gekümmert. Ich war diejenige die die Bohrmaschine in die Hand nahm....und mich bei meinem Fulltime Job dennoch mit 500 Euro im Monat im Form der Steuerklasse 5, bei den Tilgungen mitbeteiligt habe.
Wo ich deutlich weniger verdiene, als er mit seine Firma, die er ja mühelos nebenher hat wachsen lassen können, denn er musste ja sonst nichts anderes tun und könnte sich noch nebenher teure Hobbys leisten....Soviel AMOS zu Deiner Aussage "die Frauen wollen sich immer ins gemachte Nest setzen"
In meinem Fall will das nur die 20-Jährige tun.....

Zu der Trennung, seine Entschuldigung, nach dem ich Ihn verwischt habe, hieß.... Wir haben keine Kinder, und er hätte gerne welche.
Nach dem er die 20-jährige geschwängert hat, hat er es aber nicht eilig genug gehabt Sie zum Abtreiben zu schleppen, denn "...mit einem Kind wird nix wie es vorher war...." Danach ist er, verständlicher Weise, vor lauter Scham einfach verschwunden.
Er hat noch weitere zwei Grundstücke und eine GmbH
Und alles gilt als Zugewinn, daher verstehe ich nicht, warum er jetzt will, das ich aus den Haus, das ich alleinig im Schuss gehalten habe, ausziehen soll.

Und zu meinem Deutsch, ich entschuldige mich für meine Fehler, denn Deutsch ist nicht meine Muttersprache, aber das was ich kann muss mir erst einer, nach 1/2 Jahr lernen, nachmachen....
Besten Dank für Eure Tips und Worte ELFIGY und ING793!
Liebe Jeanette. Nett von dir, dass du dich bedankst. Aber einen Tipp habe ich noch gar nicht abgegeben :-)
Der einzige Rat, den ich dir geben will, ist der, geh schnellstens zu einem Rechtsanwalt. Nur der kann dir helfen, deine Ansprüche durchzusetzen. Ein Anwaltsschreiben an deinen zukünftigen Exmann hat gleich ein anderes Gewicht, als alles was du sagst.
Du musst auch nicht fürchten, gleich eine Rechnung zu erhalten.
Ich wünsche Dir viel Erfolg und vielleicht lässt du ja mal lesen, wie es ausgegangen ist.
Ing hat alles wichtige geschrieben. Meine einfache Zusammenfassung:
1. Nimm einen guten Anwalt
2. Du bist in einer sehr guten Verhandlungsposition, weil euer gemeinschaftliches Vermögen offenbar komplett der Zugewinn ist und hälftig geteilt wird.
3. Mein Tipp: Überlege heute schon, auf welchen Konten überall Geld sein kann. Gerne tritt der Gatte vor Gericht auf und gibt vor mittellos zu sein. Gerichte entfalten nur wenig Ehrgeiz, verstecktes Vermögen zu finden.
ing793,
"Bezüglich des Hauses ist er als alleiniger Besitzer im Grundbuch eingetragen."
Sollte das nicht "Eigentümer" heißen?
Ich lasse mich da gern belehren.
Respekt, Jeanette,
in einem halben Jahr hast du besser Deutsch gelernt als ein Möchtegern-Akademiker, der mit teuren Uhren und drei Autos hier angeben muss, in 80 Jahren.

In welchem Land, in dem man nicht Deutsch spricht, steht denn dieses in Frage stehende Haus?
Huch, jetzt bin ich aber erschrocken!
Deine Auffassungsgabe ist bekanntermaßen deutlich eingeschränkt. Ich muß weder mit etwas angeben noch damit im Netz Serbokroaten anlocken.

Interessant wäre allerdings, Deine Tätigkeit außer G-Cup-Kühe zu melken, zu erfahren. Beruflich außer Transe schon mal etwas unternommen?
Hatte den Schwertfeger beim Springerverlag in HH vergessen. Großartig!