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Noch Fragen?

Ein Klassenkamerad meines Sohnes ärgert ihn ständig (11Jahre). Ab wann sollte man zu den Eltern gehen?

Frage Nummer 24283
Antworten (7)
so früh wie möglich. Aber zuerst sollte vielleicht das Gespräch mit dem Klassenlehrer gesucht werden. Der ist im gegensatz zu den Eltern beider Kinder nämlich neutral...
Hm, die Ursachen würde ich exakt zu klären versuchen, und mir den Knaben mal verdeckt zeigen lassen. Wenn man seine Bekanntschaft anderswo im freundschaftlichen Sinne machen kann und ihm erst später die Vaterschafts-Beziehung deutlich wird, kann man eine Bewußtseinänderung sehr viel leichter erreichen und aus Feinden sogar Freunde machen; Druck und Autorität sind da lange nicht so gut geeignet. Handelt es sich aber um einen echten Gewalttäter, würde er bei mir seine eigenen Spielrgeln aus anderer Sicht (nämlich der des Schwächeren) begreifen lernen müssen.
Versuche durch Gespräche mit deinem Sohn erst einmal herauszufinden, ob ihn selbst nicht auch eine "Schuld" trifft. Wenn es gar nicht aufhört oder dein Kleiner den Spass an der Schule verliert, dann ist es höchste Zeit für eine freundliches und sachliches Gespräch mit den Eltern.
Ich will nicht urteilen, aber als Elternteil möchte man natürlich immer dem eigenen Kind glauben. Vielleicht ist er aber gar nicht so unschuldig. Versuche mal die Situation heimlich zu beobachten oder die Betreuer zu fragen. Die Eltern des anderen Kindes würde ich aber auf jeden Fall bei Handgreiflichkeiten informieren!
Ich würde zuerst versuchen, mein Kind emotional zu stärken und ihm Tipps geben, wie es sich gegen den Schulkamerad wehren kann. Vielleicht auch mit meinem Kind den eigenen Beitrag herausfinden, den es leistet, dass es geärgert wird. Dann würde ich erst noch mit dem Lehrer sprechen, weil der ne objektivere Sicht auf die Geschehnisse hat und erst dann die Eltern hinzuziehen.
Jeder Konfliktfall deines Sohnes, auch übrigens ein Konflikt mit dir, ist ein Anlass, zu üben, wie man friedlich und dennoch die eigenen Interessen schützend Probleme löst. Diese Lernerfahrung nimmst du deinem Sohn, wenn du an seiner Statt das Problem auf Elternebene löst. 1. Weg wäre also, mit deinem Sohn das weitere Vorgehen abzusprechen und ihm Wege aufzuzeigen, das Problem alleine zu lösen. Begleite seine Überlegungen und sei sicherer Rückhalt und Reflexionspartner. 2. Anderes gilt, wenn es nicht nur um harmlose Ärgereien, sondern um etwas in der Größenordnung von handfestem Mobbing durch mehrere Schüler geht. Dann ist der Lehrer Ansprechpartner - und zwar zeitnah, weil hier die seelische Unversehrtheit deines Sohnes Vorrang hat. Er kann (hoffentlich) fachkundig intervenieren - Stichwort No-Blame-Approach.
Also ich denke es kommt immer darauf an um was für ein ,,ärgern,, es sich handelt.Kinder testen ja ihre Grenzen aus und daher ist vieles eher ,,normal,, .Erst wenn es Dinge gibt die vielleicht auch kinderuntypisch sind würde ich mich als Elternteil erst mit dem Erzieher unterhalten und notfalls dann auch mit den Eltern.