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Noch Fragen?

Eine Baufrage

Mein Haus ist Bj 1952/53. Jetzt ist die hangseitige Kellerwand durchgefeuchtet, und ich habe dafür einen dafür Architekten und eine Baufirma beauftragt. Die haben festgestellt, dass das Fundament aus Schüttbeton besteht, wie das hier bei allen Häusern aus dieser Zeit gemacht wurde, auf dem keine Isolierung hält.

Jetzt wollen sie dünne Betonplatten davor setzen, aber so dünn sind die gar nicht, weil die Fertigplatten Armierungseisen haben, und der Zwischenraum mit Beton ausgefüllt werden soll. Das werden ca. 20 cm werden, und durch die vorgesehenen Lichtschächte wird kaum Licht in die unteren Räume gelangen.

Meine Frage: Kann man die Schüttbetonwand nicht mit einer Grundierung behandeln, eine Holzverschalung anbringen und dort Zement oder Beton hineingießen?
Frage Nummer 3000053723
Antworten (12)
Was ist jetzt aus Schüttbeton: das Fundament oder die Kellerwand?
Und wo haben die Experten die Ursache ausgemacht: bei der fehlenden Horizontalsperre oder bei der Wand selbst....das sollte mA erstmal klar sein bevor man da Rat geben kann.
Das Fundament ist aus Schüttbeton. Dort feuchtet die Kellerwand durch, weil die von außen aufgebrachte Isolierung undicht ist.
Warte mal ab, das Jahr 2016 war bisher deutlich zu nass und Dein Haus steht am Hang. Die letzten 60 Jahre hat die Hütte doch auch trocken überstanden.
Soll die neue Betonvorsatzschale als Abdichtung dienen oder nur die Oberfläche für die Aufnahme einer Abdichtung bilden?
Sie soll als Oberfläche für die Abdichtung dienen. Zwischen der Betonschale und dem Schüttbetonfundament soll Beton gefüllt werden.
Ferndiagnosen sind eigentlich nicht seriös, aber lehne mich jetzt aus dem Fenster und behaupte, daß der beschriebene Aufwand mir dafür zu hoch erscheint. Die von dir selbst beschriebene Methode sollte auch ausreichen, wenn es um die Aufbringung einer vertikalen Abdichtung geht. So oder so muß aber die Aussenseite der Kelleraussenwand mindests bis Oberkante Fundament aufgegraben werden. Wenn die Feuchtigkeit lediglich in lokal abgegrenzten Bereichen auftritt, würde ich dort eine Vergeelung versuchen. Das Verfahren ist hat sich bei Reparaturen im Tunnelbau z.B. bei der DB durchaus bewährt. Die erdberührte Aussenwand wird von der Inneseite her lokal oder in einem von der Durchlässigkeit des Schüttbetons abhänigen Raster durchbohrt, durch die Bohröffnungen wird eine gelartige Abdichtungmasse in den zwischenraum zwischen Erdreich und Aussenseite der Aussenwand gebracht, welche beim Kontakt mit Feuchtigkeit elastisch und abdichtend aushärtet. Man spart sich die Grabarbeiten, jedoch muß evtl. mehrfach nachgearbeitet werden. Der Aufwand bemisst sich nach der Arbeitszeit die zum Bohren der Löcher benötigt wird und nach der Menge des benötigten Materials, welche jedoch recht schwierig abzuschätzen ist.
Auf mich wirken die Maßnahmen etwas befremdlich und ich würde andere ergreifen wie
-Horizontalabdichtung prüfen/erneuern
-Drainage prüfen/erneuern
-ggfs Injektionsverfahren
Aber generell ist es schwierig zu beurteilen, wenn man die Situation vor Ort nicht genau kennt. Daher mein Rat: 2. Meinung eines Bauings einholen.
Die Durchfeuchtung zieht sich über die gesamte Breite des Hauses. Aufgebuddelt ist bereits, darum geht es also nicht mehr. Ich hatte den betreuenden Architekten gefragt, ob man den Schüttbeton nicht mit Haftgrund einpinseln könnte, eine Holzverschalung anbringen und mit Beton auffüllen könne, aber er erklärte mir, dass das nicht weniger aufwändiger wäre. Nur habe ich diesbezüglich Skepsis, daher meine Frage, ob es nicht auch anders geht.
@ Panther
Wenn du eine Möglichkeit weißt, wie man eine Drainage überprüfen und austauschen kann, ohne sie freizulegen, lass sie dir sofort patentieren, dann kannst du auf deine alten Tage noch sehr reich werden.
Wenn bereits freigelegt ist, ich bleibe dabei, die von dir selbst beschriebene Methode wird mit Sicherheit auch ausreichen, wenn es um die Aufbringung einer vertikalen Abdichtung geht. Evtl. ist diese nicht einmal in diesem Umfang erforderlich, denn es geht nur darum, eine tragfähige Oberfläche zur Aufnahme einer vertikalen Abdichtung herzustellen. Ein dafür zulässiger zemetgebundener Ausgleichsputz wäre evtl. auch ausreichend. Die Abdichtung muss dann mit Ausbildung einer Hohlkehle über den Fundamentüberstand und an der Fundamentaussenseite bis Unterkante Fundament geführt werden. Damit hast du aber immer noch keine horizontale Sperre gegen aus dem Fundament aufsteigende Feuchtigkeit. Vermutlich wird eine Injektion hier die enizge Moglichkeit sein, der poröse Schüttbeton ist hierzu allerdings nicht unbedingt geeignet. Die Beaufschlagung des Aussenwandfundamentes mit Sickerwasser kannst du durch Erneuerung / Einbau einer Drainage veringern. Sollte keine Ringdrainage existieren oder kein Anschluß in der Nähe sein, dann kannst du das Drainagewasser auch einem Sickerschacht zuführen.
Na, ein bisschen Aufwand kann man schon betreiben um eine feuchte Wand trocken zu kriegen....von Prüfung ohne Freilegung war nie die Rede.
Bei drückendem Wasser ist es wichtig, dieses um/abzuleiten. Nachträgliche Abdichtungsmaßnahmen sind oft nur zeitlich begrenzt wirksam. Mein Rat unter Vorbehalt: Einen Zement-Glattstrich auf die Fundamente, Isolierung, dann eine Por-Drain-Platte mit Anschluss an Drainage davorsetzen.Der Aufbau wird allerdings auch ca. 20 cm betragen.