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Noch Fragen?

Einstieg in das Investieren

Hallo,
wie steigt man in das ganze Thema von Investieren, Börse usw. am besten ein? Ich suche nach zuverlässigen Quellen. Ich würde generell einfach mehr über das Thema wissen wollen. Hat jemand Tipps, oder eigene Erfahrungen wie er in das Thema eingestiegen ist?
Frage Nummer 3000045841
Antworten (33)
Frag Deine Bank, kauf Dir entsprechende Zeitschriften und informier Dich per Fernsehen und Internet.
Alles lesen was André Kostolany und Warren Buffett jemals in Sache Börse und Anlagenstrategie veröffentlicht haben. Aktientipps und Analystengeschwafel aus dem Internet in die Tonne treten, den Bankberater in die Wüste jagen und dann das eigene Gehirn einschalten. Auch an der Börse wird man nicht über Nacht reich, man kann allerdings über Nacht sein Kapital verzocken.
Geld verdienen durch Spekulation ist für mich einfach Perversion, sorry.
@Musca: hier wird nach Investieren gefragt, nicht nach Spekulieren
wo ist der Unterschied ?
Ich investiere in der Hoffnung auf dauerhaften Ertrag.
Ich kaufe eine Aktie in der Erwartung einer Gewinnbeteiligung (durch Ausschüttung oder durch langfristige Wertsteigerung).
Ich kaufe einen Schweinebauch auf Termin in der Erwartung, dass es zu diesem Termin genausoviel kostet wie jetzt schon vereinbart und ziehe meinen Gewinn aus der Prämie, die ich für diesen Kauf bekomme.

Betriebe brauchen Kapital, um Werte zu schaffen. Ich stelle dieses Kapital zur Verfügung und werde an den geschaffenen Werten beteiligt.
Das gilt sogar für den Terminmarkt. Der Bauer muss jetzt seinen Knecht bezahlen, weiß aber nicht, welchen Preis er in sechs Monaten für seine Gerste oder sein Fleisch bekommt. Jemand anders nimmt ihm dieses Risiko ab und lässt sich dafür bezahlen.
Das alles nenne ich "Investition".

Spekulation ist alles rund um die Derivate: wenn ich Aktien verkaufe, die ich gar nicht habe, Kreditversicherungen abschließe für Kredite, die es gar nicht gibt, Dollar in Hong Kong kaufe, um sie eine Tausendstel Sekunde später in New York wieder zu verkaufen, dann ist das Spekulation. Da werden nirgendwo Werte geschaffen und für diesen Bereich sind wir vollkommen einer Meinung.
danke Ing, für die ausführliche Erläuterung.
"Den Bankberater in die Wüste jagen", halte ich für übertrieben und falsch. Die Grundprinzipien des Investments kann er am besten erklären, und seine Produkte muß man nicht kaufen. Das kann man frei entscheiden.
Das Kaufen und Verkaufen von Aktien IST Spekulation. Denn ich spekuliere beim Kauf auf entsprechende Gewinne an der Börse.

Kostolany: Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muß spekulieren.

Den Unterschied zwischen Investment und Spekulation kann ich bei ing793 nicht nachvollziehen. Wenn ich Geld investiere, tue ich das, um Gewinne zu erzielen. Das ist eine Wette auf die Zukunft, ob Aktien, Gold oder Immobilien.
Wer seinen Bankberater nicht in die Wüste jagt, hat Kostolany nicht verstanden. Aber das war mir schon klar, als ich was von Anlagen in Gold gehört habe.
Ich habe mit dieser Erklärung auch ein Problem. Richtig ist, man investiert in die Hoffnung.
Termingeschäfte sind für mich Spekulation. Man investiert dabei nicht in den Betrieb des Bauern, er sieht nichts von dem Geld, es ist eine Spekulation auf die Preise an der Warenbörse. Das Ziel ist, Gewinne abzuschöpfen und dabei ein Risiko einzugehen.
Der Bauer trägt das Risiko ganz alleine. Sein Verlust oder Gewinn ist für den Spekulanten nicht relevant. Eine Investition wäre, würde ich dem Bauern Geld geben, z.b. für den Kauf einer Landmaschine und mich damit an seinem Gewinn oder Verlust beteiligen.
Investieren bedeutet grundsätzlich, sich an einem Unternehmen zu beteiligen indem man Geld zur Verfügung stellt, hauptsächlich zur Anschaffung von Produktionsmitteln. Erzielt das Unternehmen dann Gewinn, bin ich daran soweit beteiligt, wie mein Anteil am Unternehmen ist. Mein Anteil kann sich aber auch an der von meiner Investition angeschafften Sache beschränken. Bei einem Verlust bin ich natürlich mit meinem Kapital auch beteiligt. Es gibt auch Investmentpapiere, mit denen man nicht direkt an einem einzelnen Unternehmen beteiligt ist, die Papiere streuen das Risiko, indem die Verkaufserlöse der Papiere Kapital in verschiedene Unternehmen pumpt, aber nicht für den Cash flow, sondern zur Anschaffung von Sachen. (Gebäude, Maschinen usw.)
Mit Aktien,fertigen Immobilien, Metallen, Währungen usw. wird spekuliert. Man geht das Risiko des Verlustes ein und hofft auf Kurs- oder Zinsgewinne in einem gewissen Zeitraum. Mit dem eingesetzten Kapital für den Erwerb werden aber keine Werte geschaffen. Investiert wird hier nur in die Hoffnung.
Spekulation mit Derivaten sind die üblen Auswüchse, hier werden Luftnummern gehandelt. Dem letzten Absatz kann ich wieder zustimmen
@Amos: so betrachtet ist jede Investition eine Spekulation. Ich kaufe mir eine neue Heizungsanlage, die weniger Gas braucht und spekuliere darauf, dass meine Kosten stärker sinken als mich der Kauf belastet ... Ich persönlich finde jetzt nicht, dass das unter "Spekulation" im engeren Sinne läuft.

Ich unterscheide zwischen Ertrag und Wertsteigerung. Ein Investment in die Aktie eines florierenden Unternehmens beschert mir dauerhaft Dividenden. Das ist mein Ertrag. Ob der Kurs der Aktie steigt oder fällt, ist mir völlig Pumpe, ich will sie ja nicht verkaufen.
Ähnliches gilt für eine Immobilie. Die beschert mir dauerhafte Mieteinnahmen. Auch das ist mein Ertrag. Ob der Wert des Hauses steigt oder fällt, ist mir völlig Pumpe, ich will es ja nicht verkaufen.

Anders sieht es aus bei Aktien-Investments in z.B. Start-Ups. Die liefern keine Dividenden, da kann ich nur hoffen, dass sie eine Wertsteigerung erfahren. Oder in Gold - Gold liefert nun wirklich absolut Null Ertrag.
Am deutlichsten wird das bei Optionen. Die will ich in der Regel gar nicht einlösen, das sind pure Wettscheine. Das verstehe ich unter "Spekulation".

Aber Du musst meine Auffassung nicht teilen. Akzeptiere einfach, dass es verschiedene Auffassungen gibt, ohne dass die eine richtig oder die andere falsch ist.
PS: natürlich hoffe ich auch bei den von mir so bezeichneten "Investitionen" auf eine Wertsteigerung. Insoweit ist da ein gewisses Maß an "Spekulation" enthalten. Aber es steht nicht im Vordergrund.
Gewinne sollte man realisieren, Verluste muß man aussitzen (bei Aktien). So sehe ich das.
Jetzt verstehe ich. ing. du bringst deinen privaten Sprachgebrauch hier ein. Der stimmt aber nicht mit den betriebswirtschaftswissenschaftlichen Definitionen überein.
So gesehen spekuliere ich auch, wenn ich nachmittags meine Schwester besuche, die hat da oft Kuchen und ich könnte Gewinn erzielen und daran teilhaben. Oder ich investiere, bringe Kuchen mit und hoffe, sie gibt mir ein Glas eingelegte Rumfrüchte mit.
@Elfi: sowohl nach Wiki als auch nach dem Gabler-Wirtschaftslexikon wird "Investition" definiert als "langfristige Bindung finanzieller Mittel in materiellen oder in immateriellen Vermögensgegenständen";
im Gegensatz zu Spekulation als "auf Gewinnerzielung aus Preisveränderungen gerichteten Geschäftstätigkeiten".

Ich stehe mit meiner "privaten" Definition zumindest nicht ganz alleine.
Ich benutze beide Begriffe auch im Privatleben.
Dein Beispiel mit dem Bauern, der den Knecht bezahlen muß, hat aber nicht als eines für Investition gepaßt. Das war Spekulation mit Warentermingeschäften.
Ich kann auch in ein neues Auto investieren, in Schuhe und Handtaschen für eine Lebensgefährtin, aber nicht spekulieren. Obwohl ... Das ist eine andere Geschichte.
"Gewinne sollte man realisieren, Verluste muss man aussitzen (bei Aktien). So sehe ich das".
Das zeigt immer mehr, dass die Tipps der größten Börsen Gurus nicht verstanden wurden.
Gewinnen lässt man laufen, Verluste muss man begrenzen, sprich realisieren und sich von der Fehlinvestition trennen.
Es ist zwar schon verständlich, wenn man einen Gewinn realisiert, wer aber den Verlust bei der Telekom aussitzen will, muss noch ein paar Jahre warten. Vielen Dank noch an die Bankberater;-)
@Amos: in Konsumgüter kann man eigentlich per definitionem nicht investieren, auch nicht in langlebige.
Unter dem von Dir angedeuteten Gesichtspunkt allerdings kann sich das dennoch langfristig auswirken ...
Das ist Spekulation.
Wenn in Fimi Schuhe investiert wird, besteht der Gewinn in der Gewährung des Beischlafes.
Das ist aber Spekulation, weil kein rechtsverbindlicher Vertrag geschlossen wurde. Der Beischlaf ist nicht einklagbar. Es besteht lediglich eine Gewinnaussicht.
Eine Spekulation kann auch negativ verlaufen. Dessen bin ich mir bewußt. Privat wie an der Börse.

Und wer Verluste nicht aussitzen kann, weil ihm die Finanzdecke zu kurz wird, sollte die Finger davon lassen. Das betrifft mich allerdings nicht. ;)
Eine Regel lautet, man soll nur mit dem Betrag spekulieren, den man auch in einem Spielcasino verschmerzen könnte.
Das, was hier geschrieben wird, ist ja alles lieb und gut gemeint.

Allerdings hilft es der Anfragenden "Larisschen" nicht.

Bankberater sind per se ausschließlich an der für sie abfallenden Provision interessiert; eine "Beratung" im originären Sinne findet nicht statt!!

Es gibt allerdings Ausnahmen: ich hatte vor einigen Jahren im Rahmen von Tests von Privatbanken - im verdeckten Auftrag einer ausländischen Bank - die Möglichkeit, die Beratungsqualität deutscher Privatbanken und deutscher Niederlassungen ausländischer Banken zu testen; da wurden bei einem vorgegebenen Anlagevolumen in siebenstelliger Höhe schon Unterschiede offensichtlich.

Die aus meiner Sicht beste Möglichkeit einen überschaubaren Betrag zu platzieren sind immer noch Fonds; um das Risiko gering zu halten sind eher europäische Fonds zu empfehlen.

Und, wenn man sich über die Entwicklung der entsprechenden Fonds - der Gockel hilft - informiert hat, muss man sich nur noch einen Fond mit geringen Ausgabeaufschlägen und eine Bank mit geringen Verwaltungskosten bzw. Depotgebühren suchen.
Nach den Schilderungen der letzten Jahre, haben sich die Summen des Aussitzens plus den entgangenen Gewinnen der frühen Veräußerung, auf den Wert eines Bentleys addiert. Hoffentlich war Mama schlauer, man kann auch große Vermögen zu kleinen kaputt investieren.
Ich sehe gerade - und ich bin empört ! - daß meine wertvolle und zielführende erste Antwort mit dem Hinweis auf starmax verschwunden ist.
@ elfigy

Du hättest das mit der Klapse weglassen sollen. Nach Böhmermann ist vor Böhmermann, da wird jeder vorsichtiger.
oha
etwa net?
Ich denke die ganze Zeit darüber nach, ob ich nachdenken und in vorauseilendem Gehorsam umdenken und bedenken muss, was die Sternpraktikanten vielleicht denken, während ich denke, ich hätte was denkwürdiges gepostet.
Ich würde ing zustimmen. Wenn ich nur auf den schnellen euro aus bin ist das für mich nicht investieren.
Hallo Larisschen,

das ist eine interessante Frage und ich würde dir daher gerne meine eigenen Erfahrungen schildern. Aktuell bin ich viel an der Börse unterwegs und es macht mir viel Spaß und ich versuche dabei nicht wie ein wilder zu traden, sondern nachhaltig zu sein. D.h., dass ich mein Geld langfristig anlege. Zum Investieren bin ich gekommen, als das mit den Kryptowährungen los ging. Damals habe ich ein wenig Geld, in Ripple und eine andere Währung gesteckt. Ich denke in den nächsten Wochen werde ich noch einmal ein wenig in Ripple investieren. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema. Ich hoffe ich konnte dir mit meinen Erfahrungen ein wenig weiterhelfen.

Lg
Moin,

ja ich kann auch nur sagen, dass die Antwort :Das, was hier geschrieben wird, ist ja alles lieb und gut gemeint.

Allerdings hilft es der Anfragenden "Larisschen" nicht.

Bankberater sind per se ausschließlich an der für sie abfallenden Provision interessiert; eine "Beratung" im originären Sinne findet nicht statt!!

Es gibt allerdings Ausnahmen: ich hatte vor einigen Jahren im Rahmen von Tests von Privatbanken - im verdeckten Auftrag einer ausländischen Bank - die Möglichkeit, die Beratungsqualität deutscher Privatbanken und deutscher Niederlassungen ausländischer Banken zu testen; da wurden bei einem vorgegebenen Anlagevolumen in siebenstelliger Höhe schon Unterschiede offensichtlich.

Die aus meiner Sicht beste Möglichkeit einen überschaubaren Betrag zu platzieren sind immer noch Fonds; um das Risiko gering zu halten sind eher europäische Fonds zu empfehlen.

Und, wenn man sich über die Entwicklung der entsprechenden Fonds - der Gockel hilft - informiert hat, muss man sich nur noch einen Fond mit geringen Ausgabeaufschlägen und eine Bank mit geringen Verwaltungskosten bzw. Depotgebühren suchen.!

auch meine Meinung widerspiegelt.

Lg