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Gast

Ersatzteile bei Renault in Rückstand. Wie lange dauert das?

Ich habe mir am 04.07.19 einen Renault Megane gekauft. Es ist ein EU Fahrzeug, hatte 20 KM gelaufen.
Auf dem Heimweg merkte ich das der Motor nicht ruhig lief. Deshalb bin ich zurück zum Händler. Da hatte der Wagen dann 60 KM gelaufen. Der Händler sagte mir das er mein Auto zu Renault bringt da er ja Garantie hat. Seitdem steht mein Neuwagen in der Renault Werkstatt und es passiert nix! Da die Ersatzteile (Öldruckregelventile der Nockenwelle) in Rückstand sind und es keinen Liefertermin gibt. Bei Renault Deutschland heißt es nur wir geben es weiter, aber passieren tut sich da auch nichts. Vielleicht kann mir hier jemand sagen wie lange solche Teile ungefähr in Rückstand sind.
Frage Nummer 3000125364
Antworten (4)
Welche Zeiten "angemessen" sind hängt vom Einzelfall ab.
Was ich dir im Normalfall empfehlen würde:
Schreibe den Händler an und setze ihm eine Frist von (weiteren) 14 Tagen zu Mangelbehebung. Drohe ihm an, dass du vom Kaufvertrag nach ersatzlos verstrichener Frist zurücktrittst und dein Geld zurück verlangst. Das ist lästig für den Händler und er wird alles tun um dir zu helfen. Denn der nächste Käufer des Autos wäre schon die "dritte Hand".

Das funktioniert natürlich nur, wenn du dir ein ähnliches Fahrzeug am Markt zum gleichen Preis verschaffen kannst.
Falls das nicht geht, weil du einen besonders niedrigen Preis zahlst, musst du wohl abwarten und hast keinen Hebel.

Unter dem Strich kann das natürlich auch eine Abwehrmassnahme von Renault gegen Grauimporte sein, diese Händler lange hängen zu lassen.
Das ist dann halt Pech und du kannst nix machen. Vielleicht das nächste Mal ein Auto auf konventionellem Weg kaufen.
Kaktus, dein letzter Absatz ist der Treffer.
Ich sag mal: Warum sollte Renault Deutschland ein Interesse daran haben, einen Kunden, der sein Auto bei einem Nicht-Renault-Händler als günstigeres EU-Modell gekauft hat, genau so gut wie einen "ordentlichen" Renault-Kunden zu behandeln?
Wir fahren auch zwei EU-Importautos (VW), hatten bisher keinerlei Probleme mit VW damit, aber mir war schon beim Kauf klar, dass das auch anders aussehen kann. Ein damaliger Kollege sagte dazu: Einmal EU-Auto, nie wieder...! Der Hersteller lässt einen damit völlig hängen.
Wird aber auch verständlich: Ist doch schön, wenn deutsche Vertragswerkstätten theoretisch verpflichtet sind, Garantiearbeiten auszuführen, dies aber aktiv verschleppen, weil sie nicht deutsche Stundensätze und deutsche Teilekosten erstattet bekommen, sondern nach den Kostensätzen des Ursprungslandes arbeiten müssen.

Deutsche Vertragswerkstätten jubeln auch nicht unbedingt, wenn sie z.B. nach tschechischen Stundensätzen abrechnen müssen.

Deutsche Vertragswerkstätten greifen auch nur ungern in ihr Warenlager, in dem Teile zu deutschen Preisen eingekauft wurden, aber nur Teilekosten aus anderen Ländern ersetzt werden.

Hat eben alles zwei Seiten...!
Also ich habe einen Peugeot 508 SW über meine Cousine in Deutschland gekauft. Das ist sozusagen ein EU Grau-reimport.
Ich hatte zum Anfang in der Garantiezeit eine Panne. Der Kundendienst hier in Frankreich funktionierte einwandfrei. Es gab keinerlei Beeinträchtigung. Nicht in der Reparaturdauer und auch keinerlei Kosten.
Für Fahrzeuge, die über das deutsche Renault-Händlernetz bzw. die Deutsche Renault Organisation erworben wurden, greifen selbstverständlich unterschiedliche Garantien. Man würde Sie mit einem kostenfreien Ersatzfahrzeug mobil "halten". Garantien sind allerdings Angelegenheit der Ländergesellschaften bzw. Importeure. Mit "Grau-Importen" wird dem Importeur sein Anteil am Verkaufspreis entzogen.

Schlechte Teileverfügbarkeit ist bei Renault immer mal wieder ein Thema, und der Konzern arbeitet mit hohen Investitionen an Veränderung. Stillstände werden daher von Händlern und Organisation in der Regel gut abgefangen.