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Gast

erwerbsminderungsrentner/Pensionär= steuerklasse?

mein mann ist versorgungsempfänger- ich voller erwerbsminderungsrentner, welche Steuerklasse ist sinnvoll? gemeinsame veranlagung oder getrennte veranlagung trotz ehe?
Frage Nummer 3000119507
Antworten (1)
Grundsätzliches:
Die Versorgung ist voll steuerpflichtig, die entsprechenden Beträge werden direkt bei der Auszahlung einbehalten. Für den Versorgungsempfänger führt Steuerklasse III zu den geringsten Vorauszahlungen.
Die Erwerbsminderungsrente ist zwar grundsätzlich auch steuerpflichtig, in der Regel werden aber keine Beträge einbehalten. Da keine Vorauszahlungen anfallen, ist die Wahl der Steuerklasse völlig egal.

Was passiert jetzt:
1) der Versorgungsempfänger in Klasse III
Er zahlt regelmäßig zu wenig voraus, Sie zahlt gar nichts voraus => Mehr Geld im Laufe des Jahres, aber bei der Steuererklärung drohen größere Nachzahlungen
2) der Versorgungsempfänger in Klasse IV
Er zahlt regelmäßig etwas zu viel voraus, Sie zahlt gar nichts voraus => Es kommt auf das Verhältnis zwischen Pension und Rente an, ob dann bei der Steuererklärung Rück- oder Nachzahlungen anfallen, in der Regel sind das dann aber übersichtliche Beträge.
3) der Versorgungsempfänger in Klasse V
Er zahlt regelmäßig viel zu viel voraus, das ist wenig sinnvoll (es sei denn, man möchte beim Finanzamt ein Sparkonto einrichten ...)

Für die Steuer insgesamt ist die Wahl der Steuerklasse irrelevant, die StK dient ausschließlich zur Berechnung der Vorauszahlungen. Was für Euch sinnvoll ist, müsst Ihr selber beurteilen

Veranlagung: es mag Gründe geben, die eine getrennte Veranlagung sinnvoll machen. Aus der Schilderung oben lässt sich nicht erkennen, ob ein solcher vorliegt oder nicht. Da solltet Ihr ggfs. mit konkreten Zahlen einfach mal bei Eurem Finanzamt nachfragen. Die erklären das dann gerne.

In aller Regel aber führt die gemeinsame Veranlagung zu geringerer Steuerschuld durch die Anwendung des Splittingvorteiles. Der wird um so größer, je größer die Einkommensdifferenz ist.