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Noch Fragen?

Erwerbstätigkeit im Urlaub

Im Internet habe ich heraus gefunden dass es verboten ist, während dem Urlaub einen Probearbeitstag bei einem anderen Unternehmen zu machen. Aber wie kann man das (rechtlich) begründen? Im Gesetz steht was von Erwerbstätigkeit die verboten ist, aber bei einem Probetag erwirbt, als verdient man doch nichts. Ergo müsste es doch ok sein? Und wie schaut es mit ehrenamtlichen Tätigkeiten aus? Ich meine übrigens keine Konkurrenzunternehmen, sondern komplett andere Branchen.
Frage Nummer 109777
Antworten (5)
Also rein Theoretisch sehe ich da keinen Hinderungsgrund, du könntest ja im Urlaub auf die Alm fahren und dem Bauern einen Tag beim arbeiten helfen, also gewissermaßen einen Probearbeitstag, weil du evtl Bauer auf der Alm werden möchtest und den Vierkantschlüssel von der Drehbank an den Nagel hängen möchtest.
Versicherungstechnisch mag das evtl anders aussehen. Aber du hilfst ja nur dem Bauern in deiner Freizeit.
Ein afghanischer Kollege fuhr alle zwei Jahre mit dem Gesamturlaub von 12 Wochen nach Afghanistan und hat dort umsonst die Bevölkerung medinisch/operativ betreut. Da hat auch niemand Einspruch erhoben. Außer mir, der plötzlich 3 Monate für die komplette Station zuständig war.
Da fehlt: zi!
es ist wie bei so vielem im Leben: wo kein Kläger, da kein Richter.
Dein AG kann Dir den Probearbeitstag (oder den 12-wöchigen Hilfseinsatz) erlauben, muss es aber nicht.
Wenn Du es ohne Erlaubnis tust und es herauskommt, kann er das dulden, muss es aber nicht.
Der Urlaub dient der Erholung und der rückhaltlosen Aufrechterhaltung der Arbeitskraft (anders wäre es z.B. bei einer Freistellung oder bei unbezahltem Urlaub - das dient eher nicht der Erholung). Eine Abmahnung ist m.E. in jedem Fall möglich, ob es für eine fristlose Kündigung reicht, wage ich zu bezweifeln. Aber mit einer regulären Kündigung muss man schon rechnen, denn das Vertrauensverhältnis ist doch arg zerrüttet, wenn der AN so deutlich eine neue Stelle sucht.
Ich hatte früher öfter Urlaub genommen, um einen Auftrag meiner angemeldeten Nebenbeschäftigung auszuführen. Da gab es nie Ärger. Und da mein Hauptarbeitgeber eine behördenähnliche Struktur hatte, kann ich mir fast nicht vorstellen, dass ich das hätte machen können - ungestraft - wenn es verboten gewesen wäre.