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Noch Fragen?

Fahrradfahren mit oder ohne Helm?

ich habe gelesen, dass es gar nicht erwiesen ist, dass man mit einem Fahrradhelm Unfällen zuverlässig vorbeugen kann. Wisst ihr was für oder gegen einen Fahrardhelm spricht?
Frage Nummer 3929
Antworten (27)
Ein Fahrradhelm soll ja zunächst mal vor Kopfverletzungen schützen. Im Sommer kann einem unter so einem Helm aber auch ganz schön warm werden. Ergo: Wenn ich in der Natur unterwegs bin, dann setze ich meistens keinen Helm auf. In der Großstadt sieht´s da schon anders aus, denn anders als Bäume, nehmen einem Autos mitunter die Vorfahrt und dann hat man keine Möglichkeit mehr zu reagieren. Also besser Helm auf. Der Helm sollte auch nicht älter als fünf Jahre sein, da sonst das Styropor aus dem er im Inneren besteht aushärtet und bei einem Aufprall nicht mehr ausreichend Schutz bietet, sondern aufplatzt wie eine reife Melone.
Das klassische Fahrradland ist Holland - und da sieht man kaum Helme. Allerdings haben Fahrräder dort auch viele Privilegien. - Meine Kinder fahren immer mit Helm zur Schule, mein Mann auch, leider sind deutsche Autofahrer mehr als rücksichtslos . . . - Unfälle kann ein Helm nicht verhindern, allenfalls den Schaden mildern. In meinen Augen dient ein Fahrradhelm in erster Linie dazu, die rücksichtslose Fahrweise der Autofahrer zu manifestieren. Getreu dem Motto : Den Radlern kann ja nichts passieren, die tragen schließlich einen Helm. . .
Wie sind wir bloß ohne Helm so groß geworden? Für Kinder halte ich einen Helm für durchaus sinnvoll, da eine Studie ergeben hat, dass Erstklässler eklatante Defizite in der Körperbeherrschung aufweisen. Wir sind noch auf Bäume geklettert, auf Bäumen über Bäche balanciert, etc. Vielleicht sollten wir doch langsam den nächsten Schritt wagen: Protektoren für Ellbogen, Knie und Handgelenke. Anschließend käme dann wohl der Vollpanzer mit integriertem Vollairbag. Aber wenn ich täglich sehe, wie Autofahrer (Väter und Mütter!) Radfahrer geradezu attakieren, dann frage ich mich, ob man KInder und Jugendliche überhaupt noch aufs Fahhrad lassen soll. Ausweg: Autoführerschein für 13jährige... Die Amis sind mit 16 auch gar nicht so schlecht
Es ist sogar erwiesen, dass man mit Fahrradhelmen keinen Unfällen vorbeugen kann. Es ist aber auch erwiesen, dass durch Helme Verletzungen verhindert bzw. reduziert werden können.
Sieh es als Versicherung: Der Preis des Helms und die (wenigen) Unannehmlichkeiten beim Tragen/Suchen/Einstellen sind die Prämie. Falls du mal auf den Kopf fallen solltest, erhältst du die "Versicherungsleistung".
Durch vorsichtige Fahrweise kannst du dein eigenes Risiko weiter minimieren, aber ausschließen niemals.
Am Ende musst du selbst abwägen, ob du diese Versicherung willst. Tip: Überprüfe dein sonstiges Versicherungsverhalten: Wenn du z.B. eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hast, bist du m.E. auch ein Kandidat für einen Fahrradhelm.
Klar, früher hat man sich im Auto auch nicht angeschnallt, und die meisten haben es auch überlebt. Nicht alle, aber was solls...

Ich hab mir schonmal eine ordentliche Macke in den Helm gehauen, war froh, dass es nicht mein Schädel war.

Was spricht gegen einen Helm?

Unter einem guten Helm schwitz man eigentlich nicht groß, da er gut belüftet ist. Außerdem bräuchte man bei starker Sonne alternativ einen Sonnenhut, der ist auch nicht luftiger (wenn er nicht wegfliegen soll...). Wenn man den Helm immer (!) anzieht, gewöhnt man sich problemlos dran, wenn man ihn nur gelegentlich nimmt, bleibt es wohl eine nervige Last.

Der Helm hilft natürlich nicht, wenn man von einem LKW überfahren wird, aber bei vielen Stürzen kann man sich von Schürfwunden (eklig am Kopf...) über Gehirnerschütterungen bis hin zu Schlimmerem einiges ersparen.
Ich empfehle den Fahrradhelm. Ich habe den Fall eines Radfahrers auf dem Tisch gehabt, der mit Geschwindigkeit einem Berg herab gefahren ist. Unten hat ein Traktor gebremst. Der Radfahrer fuhr in den Traktor...
Das Verfahren gegen den Traktorfahrer wurde eingestellt, da der Radfahrer Verantwortung für die Schwere seiner Verletzungen getragen hat. Er hatte während dieser Fahrt keinen Helm getragen... Der Radfahrer konnte gegen dieses Urteil keinen Widerspruch einlegen - er war tot. Seitdem bin ich meist mit Helm unterwegs. Er schadet nicht. Besser etwas geschwitzt als tot.
Also der Helm beugt einem Unfall sicher nicht vor. Aber er schützt vor Kopfverletzungen im Falle eines Sturzes. Ich hatte im März diesen Jahres einen Unfall als Radler, weil ein linksabiegendes Auto mich übersehen hatte. Die Rolle vorwärts über den Lenker möchte ich ohne Helm nicht gemacht haben. Ellenbogenbruch aber keine Kopfverletzung(en) - das spricht für mich ganz klar für den Helm. Auch wenn ich im Sommer darunter mehr schwitze oder nicht modisch aussehe - egal!
Ich bin der Meinung dass man heute nur noch mit Helm fahren sollte. Voraussetzung ist natürlich dass der Helm passt (!), gut sitzt (!) und einen nicht unnötig zum Schwitzen bringt. Genauer gesagt finde ich es sogar äusserst töricht auf einen Helm zu verzichten. Es gibt genügend Modelle die entsprechend gut aussehen und auch dem Fahrer nicht das Gefühl geben wie ein "Volldepp" auszusehen.
Gleichzeitig möchte ich betonen dass jeder Radler sich selber und anderen ggü. eine Verantwortung hat. Was nützt mir meine Eitelkeit wenn ich mir in Folge dessen den Kopf zerschlage und meine Familie das Nachsehen hat?! Nichts! Und ich bin fest überzeugt dass ein Helm immer einen gewissen Sicherheitsvorsprung liefert. Und wer jetzt noch mit dem Argument kommt "Wie sind wir nur früher ohne Helm aufgewachsen" der soll doch einfach Airbag und Co aus seinem Auto ausbauen lassen! Safety first - in diesem Sinne allzeit gute und sichere Fahrt mit Helm!
Wie man früher ohne Helm groß werden konnte? Indem man keinen Unfall hatte, bei dem der Kopf auf eine harte Oberfläche aufgeprallt ist. Sonst ist man auch früher nicht groß geworden...
Tatsache ist nun mal, dass ein Helm nicht für die gemacht ist, die keinen Unfall haben, sondern für die, die einen haben.
Ein Fahrradhelm kann keinem Unfall vorbeugen, aber die Kopfverletzungen minimieren. Bei Mountainbiker gehört es heute schon zum "guten Ton", mit Helm zu fahren. Ich sehe kaum einen, der keinen Helm trägt. Die Technologien und die Materialien sind mittlerweile so hochwertig, dass Helme immer sicherer, leichterer und bequemer werden. Ein guter Helm ist auch gut belüftet. Schwitzen sollte daher kein nennenswertes Thema sein.
Ich selbst habe einen Sturz hinter mir - Vollbremsung in der Kurve auf nassem Kopfsteinpflaster, weil Fussgänger auf die Straße gesprungen sind. Die Folge: dreifacher Bänderriss in der Schulter und ein kaputter Fahrradhelm. Mein Kopf blieb heil - nicht ein Kratzer!
Da viele Helme inzwischen ziemlich cool aussehen, braucht auch der modische Aspekt nicht als Grund herhalten, keinen Helm zu tragen.

Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, der gegen einen Helm spricht.
Mann o mann,

mannchmal kann man kaum glauben was hier für Fragen gestellt werden.
Was soll denn gegen einen Helm sprechen???????.
Bei einem Unfall wird der Helm sicherlich eher positiv als negativ wirken wenn dein Kopf auf die Windschutzscheibe oder die Strasse knallt.
Wo auch immer Du das gelesen hast, schmeiss die Zeitung in den Müll.
Hallo Stoertebecker,

bei Deinem Namen sollte Dir die Antwort eigentlich selber einfallen. Es ist egal, ob es mit Helm sicherer ist als ohne. Man kann einfach keinen Helm anziehen, weil es total uncool aussieht. Störtebecker hätte ja wohl früher beim Entern auch keinen Helm und Schienenbeinschoner getragen, oder?
Gruß,
Klaus
Ich habe eine tolle Seite diesem Thema im Netz gefunden. Dort findest du viele Informationen und Statistiken zum Thema Helm. Schau doch mal rein. http://www.fahrradhelm-macht-schule.de/
Natürlich verringert der Helm bei einem Unfall das Verletzungsrisiko. Andererseits: je "sportlicher" ein Radfahrer aussieht (Helm, Radkleidung), desto weniger Sicherheitsabstand halten Autofahrer beim Überholen. Das haben Untersuchungen eindeutig ergeben.
hm, ich finde das eigentlich ganz einfach, beantwortet euch 2 Fragen und eine zusatzfrage und der rest ist klar:

1. Was ist härter Kopf oder Asphalt?
2. Was ist härter Kopf oder LKW/PKW?
zusatzfrage: Was kann die einwirungen folgenloser Absorbieren, Kopf oder Helm?

Noch Fragen....? Für mich ist die Sache klar....
Vorbeugen tut ein Helm nicht - er lindert die Folgen - vor allem bei leichten Unfällen. Schon wenn man nur hinfällt, kann man sich böse am Kopf verletzen, hier hilft der Helm - bei schweren Unfällen kann er aber keine Wunder bewirken, Ein Helm macht aus dem Rad keine Mercedes S-Klasse
Die meisten (mittelschweren) Unfälle beim Fahrradfahren (z.B. Auto gegen Fahrrad) betreffen das Gesicht. Ein normaler Helm schützt die Mund/Nasa-Partie überhaupt nicht. Gegen ausgeschlagene Zähne und gebrochene Nasen hilft nur ein (billiger) Motorrad-Integralhelm
Ein Fahrradhelm schützt defintiv! Meine Tochter (6Jahre) hat bei 30 km/h die Kontrolle über Ihr Fahrrad verloren und ist ungebremst auf den Asphalt geknallt. Bilanz: Handgelenksbruch, leichte Gehirnerschütterung ein paar kleiner Schürfwunden an Oberlippe und Kinn. aufgrund der Deformation am Helm konnte man sehr gut sehen, welche Kraft auf den Kopf gewirkt hat. Wäre sie ohne Helm gefahren hätte es wesentlich schwerere und großflächigere Gesichtsverletzungen gegeben mit dem entsprechenden Komplikationen (Wundinfekte, Narbenbildung), außerdem wäre sie nicht nur mit einer leichten Gehirnerschütterung davon gekommen.
Ich kann deshalb den Argumenten der Helmgegner nicht folgen, das ein Helm keinen Schutz bietet. Die "physikalischen Beweise" die sie liefern, sind rechnerisch zwar richtig, die Schlüsse die sie daraus ziehen großer Unfug.
Es gibt übrigens bisher nur EIN! Feldversuch zum Thema Helm und Abstand von Autofahrer. Dieser wurde nur in England durchgeführt, es ist also fraglich ob es in anderen europäischen Ländern zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen wäre. Auch in weiteren Punkten ist er angreifbar, so wurden die Testfahrten nur von einer Person durchgeführt.
Auch Studien die belegen, das eine Helmpflicht die Leute vom Radfahren abhält und somit einen größeren Schaden haben, weil die Menschen sich weniger bewegen, sind angreifbar, weil sie nicht der Frage nachgegangen sind, ob die Menschen dafür eine andere Sportart ausüben.
Alles in allem kann man sagen, das es kaum aussagekräftige Studien Pro oder Kontra Radhelm gibt, es besteht noch viel Forschungsbedarf.
Gegen den Fahrradhelm spricht die Ästhetik, schade um die Frisur ist es außerdem.
Nein, nein, Spaß beiseite, wer einen Helm tragen will, soll nur.
Das Problem bleibt immer das Gleiche, Fahrradhelme können, da von Menschen in körperlicher Anstrengung getragen, nur als durchlöcherte Styroporhäupchen ausgeführt werden, sonst droht Überhitzung.
Wer einmal mit erfahrenen Physiotherapeuten spricht, erfährt dabei ganz klar: Mit Helm weniger Kopf- dafür mehr Halswirbelverletzungen.
Kopfverletzungen sind besser behandelbar und oft auch heilbar, dafür aber eben auch manchesmal tödlich.
Ich hatte vor drei Jahren einen Radunfall mit mittelschweren Kopfverletzungen. Ein Helm wäre vermutlich geborsten.
Mein Orthopäde meinte, mit Helm wäre das nicht passiert.
Mein Ostheopath meinte, zum Glück habe ich keinen Helm aufgehabt.
Ich fahr oben ohne...
Die Schutzwirkung von Fahrradhelmen bei Unfällen ist gar nicht so eindeutig. So gibt es zwei Studien, die nachdenklich machen:
Eine Studie besagt, dass Autofahrer bei Radfahrern mit Helm weniger Abstand halten - sie also stärker gefährden.
Die andere Studie stammt aus Australien - einem Land in dem eine Helmpflicht eingeführt wurde. Das Ergebnis der Studie ist, dass die Anzahl der Kopfverletzungen bei Radfahrern nicht ab - sondern zugenommen hat. Mögliche Gründe hierfür sind z.B. der grössere Kopfquerschnitt mit Helm wodurch es wahrscheinlicher wird, mit dem Kopf (einschl. Helm) irgendwo aufzuprallen und die geringe Schutzwirkungen der Fahrradhelme bei grösseren Unfällen.
Ich selbst hatte einen Unfall bei dem mir ein Linksabbieger die Vorfahrt nahm. Ich machte mit ca. 40 km/h einen Salto über den PKW. Instinktiv habe ich meinen Kopf zur Seite gedreht und bin praktisch unversehrt auf dem Hosenboden aufgekommen. Mit Helm hätte ich den Kopf nicht so gut zur Seite drehen können.
Es ist erwiesen, dass Autofahrer weniger Respekt vor behelmten Radfahrern haben, sprich beim Überholen wird ein geringerer Sicherheitsabstand gewählt, als wenn man unbehelmt unterwegs ist. Trotzdem würde ich in Städten zumindest bei Kindern einen Helm empfehlen. Andererseits sollte man den Kindern auch die Möglichkeit geben, Erfahrungen zu sammeln.. also in Parks oder auf dem Land Helm ab. Wer sich oder seinen Nachwuchs immer nur in Watte packt, tut niemandem einen Gefallen (ausser vielleicht Darwin ;).
Gegen einen Helm spricht das praktische Problem: Wohin damit am Ziel?
Nochmal, es gibt nur 1 - in Worten EINE - Studie, die einen Zusammenhang zwischen Überholabstand und Helmtragen gesehen hat, diese ist aber extrem angreifbar, da sie nur von einer Person, in einem Land, und auch dort auf eine Region begrenzt durchgeführt wurde. Damit ist nichst bewiesen, es wäre lediglich ein Anhaltspunkt für weitergehende Forschung.
Dass ein moderner Helm im Fall eines Sturzes den Kopf schützen kann, ist auch ohne Studie einfach zu verstehen. Und wenn man die Helme von gestürzten Radfahrern sieht, ist klar: Besser Helmbruch als Schädelbruch.
Ein ganz wichtiger Punkt fehlt in der Diskussion: Wie hoch ist überhaupt das Risiko welches ich zu vermeiden versuche? Ich bin sehr oft in die Diskussion um den Fahrradhelm verwickelt und es kommen immer dieselben Geschichte, dass man jemanden kennt, oder selber sicherlich schon mehrmals gestorben wäre ohne Helm.... nur ich kenne niemanden und habe (Holzkopf anfassen) noch nie etwas in der Richtung erlebet (und bin täglich mindestens 1 h auf dem Rad). Weder das eine noch das andere beweist etwas. In der Schweiz gibt es im Schnitt ca. 30 bis 40 tote Fahrradfahrer. Eine Korrelation mit der in den letzten Jahren stark angestiegenen Helmtragquote konnte selbst die Schweizerische Berufsunfallversicherungen nicht nachweisen (die Fallzahlen seien zu gering). Mit oder ohne Helm sind 40 tote zwar zu viele, aber nicht sehr viele im Vergleich zu anderen Risiken die Menschen bereit sind einzugehen (Motoradfahren an sich ist gefährlicher als Fahrradfahren ohne Helm).
@Richard_Dietsch: Welche Diskussion meinst du denn jetzt? Die Frage ist von Juni 2010, total ausdiskutiert und der Fragesteller lebt nicht mehr.