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Gast

Frage an die Hyghienikerin

Meine Mutter ist 90, dement und in einem Pflegeheim untergebracht. Die aktuellen Besuchsregeln spotten jeder Beschreibung. Behandelte man Serienmörder in einem amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis gleichermaßen, wie unsere Pflegeheimbewohner, Amnasty International würde weltweit intervenieren.
Bei meinem heutigen Besuch wurde mir verboten, selbstgebackenen Kuchen mitzubringen und mein Blumenstrauß kommt 24 in" Quarantäne". Gibt es Erkenntnisse, dass sich Coronaviren über Lebensmittel (die nicht von einem versifften Wildtiermarkt in Wuhan stammen) und Blumen oder Pflanzen verbreiten?
Frage Nummer 3000154573
Antworten (3)
Ich weiß gar nicht, worüber Du Dich aufregst.

Immerhin kannst Du Deine Mutter besuchen. Einige Heime sind noch komplett geschlossen und wenn nicht, dann darf es nur eine Person sein, für eine Stunde und nicht im Zimmer.
Selbstverständlich bringt man zur Zeit nichts mit, ich finde es schon entgegenkommend, dass die Blumen dableiben können.
Und ja, das Virus KANN sich über Gegenstände (und nichts anderes ist ein Kuchenpaket oder ein Blumenstrauß) übertragen. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht besonders groß, aber da die Sterblichkeit im Falle des Falles in einem Altenheim extrem sein kann, schließt man alles aus, was nicht notwendig ist.
Lange Jahre gab es auch in Krankenhäusern Besuchszeiten. Die waren extrem kurz, so dass man irgendwann fast den ganzen Tag kommen konnten. Das war seelisch gut, allerdings hielten sich viele Besucher stundenlang dort auf. Es hatte auch zur Folge, dass die Infektionsgefahr für die Kranken und die Angestellten groß war. Auch ist die Impfpflicht für die Angestellten seit diesem Jahr eingeführt wurde. Seit Corona sind alle vorsichtig. Das wird sich auch nicht ändern.
Bei meiner Oma ist es ebenso. Die Geschenke kommen alle für 24 Stunden in die Tiefkühltruhe. Und sehen darf man sich nur 20 Minuten mit Plexiglascheibe dazwischen....