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Noch Fragen?

Frauenquote: ist es sinnvoll, 30 % der Vorstandsposten mit Frauen zu besetzen? Und bei nicht genügend qualifizierten Frauen den Posten unbesetzt zu lassen?

Das ist doch Murks! Bsp: Wenn ich eine unfähige Chirurgin habe, werde ich die doch nicht zur Oberärztin machen, damit irgendwelche Quoten erreicht werden!!!
Frage Nummer 102274
Antworten (13)
Das ist doch wohl der größte Unsinn. Wenn ich den Posten nicht besetze, bedeutet das doch gleichzeitig den Posten braucht es eigentlich nicht.
Persönlich halte ich Zwangsquoten für nicht zielführend. Posten sollten von demjenigen bzw. derjenigen besetzt werden, der/die am qualifiziertesten ist. Das ist nur leider die Krux. Zurzeit ist es so, dass entsprechende Positionen in Vorständen und Aufsichtsräten nicht immer optimal besetzt werden, wenn eine Frau am qualifiziertesten ist. Die Frage ist, wie kann man das abstellen. Mit der freiwilligen Selbstverpflichtung der DAX-Unternehmen mehr Frauen zu berufen hat es offensichtlich nicht geklappt.
Von Vorstandposten ist bei dem Beschluß nicht die Rede. Es geht um Aufsichtsräte. Das ist ein Anfang, schließlich bestellt der Aufsichtsrat unter anderem auch die Vorstände. Ich bin überzeugt, es gibt genug Frauen, die für einen Aufsichtsratsposten hervorragend qualifiziert sind, aber keine Chance gegen das Netzwerk diverser Herren hatten. Das Ergebnis wird sein, daß sich die Herren halt nicht mehr hemmungslos diese oft einträglichen Posten untereinander zuschieben können. Es ist auch nicht notwendig, daß abgehalftere Manager oder sonstwie für die Unternehmen nicht mehr tragbare Vorstände und Trottel, fünf oder sechs Aufsichtsratsposten gleichzeitig besetzen. Damit der Frieden und das Ansehen gewahrt bleiben. In fast jedem Aufsichtsrat besetzen solche Herren einen gewissen, meist unschädlichen Anteil an Sitzen. Da wird man dann halt bedauernd den Kopf schütteln müssen, wenn für solche nicht mehr genug Plätze vorhanden sind. Insofern ist eine Quotenregelung schon zielführend.
Und mit dem Nichtbesetzen beugt man der zu erwartenden Ausrede vor, man habe nicht genügend Frauen gefunden.
Die Frauenquote halte ich nicht für sinnvoll, auch wenn ich selber eine Frau bin und davon theoretisch profitieren würde. Ich halte es eben für bedenklich, dass eine Frau, nur weil sie eine Frau ist, und eventuell nicht das Know-How für die Stelle mitbringt, was aber ein Mann hätte, die Stelle bekommt und damit am Ende eher eine Fehlbesetzung ist. Wie man ganz aktuell auch bei der Frau von der Leyen beobachten kann.
Gerade Aufsichtsratsposten werden oft nicht nach Befähigung besetzt, sondern nach Name und Ruf. Wenn man sich ansieht, wieviele Politiker in irgendwelchen Unternehmen im Aufsichtsrat sitzen, meistens sogar in mehreren, kann dies nicht mit Qualifikation nbegründet werden.
Du machst Deine unfähige Chirurgin somit nicht zur Oberärztin, sondern zur Pressesprecherin des OPs.
sabie, wenn eine Frau nicht die Qualifikation hat, dann soll sie auch keinen ihr nicht entsprechenden Posten haben. Keine Frage. Aber es gibt jede Menge hochqualitfizierter Frauen, die weit besser qualifiziert sind als Männer, und den Posten bekommt trotzdem der Mann, nur weil er zu diesem Netzwerk gehört. Und was Uschi anbelangt. Waren denn diese beiden Pflaumen KTG und deMaiziere dann besser ? Der Job des Verteidigungsministers ist in Deutschland meistens ein Karrierekiller. Leider bei deMaiziere nicht, der ist die Ausnahme.
Uschi wurde von Angie abgeschoben, sie wurde ihr zu gefährlich. Ich selbst möchte auch keine sogenannte "Quotenfrau" sein. Dazu stempeln dann Männer gerne qualifizierte Frauen ab. Ist es dir umgekehrt lieber, wenn weiterhin unqualifizierte Männer die Jobs bekommen, die Top-Frauen nicht bekommen, weil sie Frauen sind? Überleg doch mal. Du stellst den Frauen ein schlechtes Zeugnis aus, das sie keineswegs verdienen.
Wenn irgendwelche Posten nach Quoten besetzt werden, stellt dies eine Beleidigung des durch die Quote bevorzugten Personenkreises dar. Eine Frauenquote sagt schliesslich nichts anderes als: "Von sich aus schaffen die das nie. Also muessen wir den Dummerchen halt ein wenig unter die Arme greifen."
Ich frage mich, aus wie vielen Personen ein Aufsichtsrat bestehen muss. Muss ein Aufsichtsratsmitglied in x Firmen vertreten sein. Da wäre eine Beschränkung doch auch sinnvoll.
Eine bestimmte Anzahl von Frauen haben zu müssen, ist Sexismus.
Wir hatten in Australien eine Prime Minister-Frau, Julia Gillard.
Sie war ein Durchfall. Nur immer gejammert, dass sie als Frau die schlechteren Karten hätte, und wollte sich ein Denkmal setzen mit Umweltschutz.
Sie war schlecht, weil sie schlecht war, nicht schlecht, weil sie eine Frau war.
Ich sehe eure Kanzlerin – eine der mächtigsten Menschen auf der Erde – und bewundere sie. Sie ist gut, weil sie gut ist, nicht weil sie keinen Pimmel hat.
Jemanden nach seinem Geschlecht zu sortieren ist nichts anderes, als Menschen nach ihrer Hautfarbe zu sortieren.
Du willst eine unfähige Chirurgin nicht zur Oberärztin machen - aber mit einem unfähigen Chirurgen hättest Du kein Problem?
Die Mehrzahl der Studenten und der ausgebildeten Ärzte sind Frauen. Der Anteil derjenigen, die überhaupt "Karriere" machen wollen, ist bei den Männern sicherlich höher, nach der Statistik sollte sich daher m.E. in Führungspositionen etwa ein Verhältnis 60:40, vielleicht 65:35 herausbilden.
Tatsächlich sind wir bei 80:20 und das kann weder am Willen noch am Können liegen. Man(n) lässt sie nicht. Und hier kann eine Quote helfen, einfach um ein Umdenken einzuleiten. Mir gibt ja das Menschebild eines Volker Kauder zu denken, der Frauen in Führungspositionen für eine "Belastung" der Wirtschaft hält.
Norwegen übrigens arbeitet seit Jahren mit einer generellen Quote von 40% (und zwar über alle Führungspositionen, auch die operativen) und ich wüsste nicht, dass es denen schlecht ginge.
Es gibt sicherlich auch hoch qualifizierte Einwanderer, die nie die Chance auf einen Aufsichtsratsposten haben werden. Für die wäre eine Quote sicherlich gut, auch für unser Land. Und wir sollten nie vergessen dankbar dafür zu sein, dass es uns so gut geht, und wir keine anderen Sorgen haben. Ich habe mich nur noch nicht entschieden, ob der ärmere Rest der Welt uns dafür beneiden oder verachten sollte.
Hatte 4 Jahre unter einer unverheirateten chirurgischen Oberärztin zu leiden! Vielleicht liegt es daran.