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Noch Fragen?

früher sollen politiker ja mehr charisma gehabt haben...woran liegt das, was hat sich grundsätzlich geändert?

Frage Nummer 71550
Antworten (5)
Seit Kohl wissen wir, dass der Ehrlich der Dumme ist!
(Aber obs daran liegt?)
als es noch klare Lager gab, konnte man seine Meinung zu bestimmten Themen sagen. Die eigene Klientel fand es gut, die anderen konnte man eh' nicht überzeugen. Das war die Zeit, in der es auf die Frage "Ist das so" als Antwort ein "Ja" oder "Nein" bekam.
Seitdem alle in die Mitte streben, wo eine durchaus breite Meinungsvielfalt herrscht, verärgert man mit jeder eindeutigen Aussage ein paar tausend Wähler, die am Ende fehlen. Also lautet die Antwort heute: "das sollte genauestens geprüft blablabla". Es herrscht die klassische Nullaussage vor.
Auch die Medien tragen bei. Gibt es einen(!) Kandidaten, ist das eine Wahl. Sobald ein zweiter dazukommt, ist das eine "Kampfabstimmung". Diskussionen zur Meinungsfindung sind "Streit", der Vorsitzende hat seine Partei dann "nicht im Griff".
Zu guter Letzt sind das doch mittlerweile Leute ohne Ahnung aus dem richtigen Leben. Abi, Jurastudium, Referent, MdB - nicht gelernt außer "blabla" und immer in der Furcht vor dem Nichts, wenn man keinen Listenplatz mehr ergattert.
Früher war halt nicht nur die Zukunft besser, sondern auch mehr Lametta. (gewidmet Loriot und Valentin)
Früher waren das gestandene Leute, die im Leben schon was geleistet hatten und die etwas bewirken/verändern wollten. Heute sind das unterdurchschnittliche Typen, die gut dummes Zeug schwätzen können und wissen, dass es da fette Beute gibt und auch wissen, dass sie sonst nichts auf die Reihe bekommen.