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Noch Fragen?

Für unseren Garten bauen wir ein Holzhaus, dass auch genutzt werden soll. Welches Holz eignet sich besonders gut als Dachbelag?

Frage Nummer 17266
Antworten (10)
Das ist halbwegs egal. Wichtig ist, dass oberhalb des Daches, also aussen, eine dichte Schicht aus Dachpappe mit Bitumen liegt. Die schützt das Holz vor Regen etc.
Für den Außenbereich zugelassene Mehrschichtplatten sind das Optimum, die schimmeln nicht so schnell, wenns im Herbst oder Winter mal feucht im Holzhaus ist, selbst bei einer kleinen Undichtigkeit der darüber aufgebrachten Abdichtungsbahn (Feuchteeindrang) halte die am längsten.
Die 2. Wahl sind Bretter oder Dielen, Spanplatten oder Holzfaserpaltten, selbst die "wasserfest" verleimten würde ich nicht nehmen.
Letztendlich kommt es aber auch die Qualität der Abdichtung an.
Materialstärke nach der Stützweite (Spannweite) der Platten wählen.
Die Holzsorte spielt keine große Rolle. Das Holz darf nur nicht über längere Zeit feucht bleiben, dann fängt es an zu faulen. Das Dach sollte also recht steil sein, damit das Wasser gut abfließen kann.
Generell gut witterungsbeständig und preiswert ist Lärche.
Das billige Baumakrtholz ist eher ungeeignet.
Einfacher, wenn auch nicht so schön ist natürlich sowas wie Dachpappe, Kuststoffplatten, Wellblech usw.
Gute Schindeln sind Lärche und Redwood, die bei Silbergrau verwittern. Allerdings geht das nur beim Spitzdach (wegen der Staunässegefahr) und dürfte damit eine Ausnahme darstellen.
Grundsätzlich besteht der Dachaufbau aus Sparren, Trägermaterial, Dampfsperre und wetterfester Dachhaut. Das kann also Holz, Spanplatten, Zement- oder Kunststoffprofil sein.
Da immer auch Kondenswasserbildung wegen der Temperaturunterschiede bedacht werden muß, empfiehlt sich Teerpappe oder -Schindeln als oberste Dachhaut - die verbindet sich durch Sommerhitze gut mit dem Holz. Sehr empfehlenswert und gut isolierend ist auch ein Grasdach (flach, Folientankhaut), allerdings stärkere Statik erforderlich
Als äußerer Dachbelag eignet sich wirklich kein Holz. Spätestens während der ersten Schneeschmelze fault es dahin. Einfache Schalbretter, darauf Bitumenbahnen oder Bitu-Schindeln, alternativ auf einer Querlattung gewellte Bitu-Platten, dann ist gleichzeitig eine Hinterlüftung gegeben.
@Musca - leichter Widerspruch: In den Bergen gibt es Häuser mit über 100 Jahre alten Schindeldächern. Alles ein Frage der holzart und der konstruktiven Verbauung.
@Starmax, Du hast die Frage doch schon in Deiner vorletzten Antwort richtig begründet,Stichwort Spitzdach. Da ich aber nicht davon ausgehe, daß der Fragesteller ein neugotisches Gartensakralgebäude errichten möchte, sondern ein schlichtes Gartenhaus, sollten wir doch bei der Realität bleiben
Gerade das Dach ist dem Regen und Schnee immer ausgeliefert und deshalb solltet ihr ein hochwertiges Hartholz nehmen. Kiefer- und Fichtenholz wäre in wenigen Jahren verfault. Ich denke Eiche, Bangkirai oder Douglasienholz eignet sich sehr gut als Dach.
Ich denke mal, da kann man jedes Holz nehmen, weil dies auf jeden Fall nur die Unterkonstruktion sein kann. Du wirst es auf jeden Fall mit Teerpappe oder Dachschindeln abdecken müssen, und vorher am besten mit einer Holzlasur streichen. Ansonsten kannst Du meiner Meinung nach das gleiche Haus wie für den Rest des Hauses nehmen...
Hallo, letztlich kannst du fast alles an Holz nehmen, im Baumarkt gibt es aber auch schon günstige fertige Häuser, allerdings ist Holz allein als Belag nicht geeignet, du solltest auf jeden Fall Teerpappe oder ähnliches nehmen, sonst ist dein Dach nit dicht und du wirst keine Freude damit haben.