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Noch Fragen?

Gefakte Emails: Gibt's sowas?

Ein Freund erzählt heute am Telephon, ich hätte ihm in den letzten Wochen und Monaten immer wieder emails geschickt, die er allerdings nicht öffnen konnte. Zuletzt vor 5 Tagen. Da war ich perplex!

Ich habe ihm definitiv im letzten halben Jahr keine email geschickt. Was kann das sein? Virus? Zu meinem Laptop hat keiner Zugang.
Frage Nummer 3000048617
Antworten (11)
Ja, die gibt es und zwar häufiger als man gemeinhin denkt. Ich habe selbst schon E-mails bekommen, die angeblich von Bekannten, beziehungsweise Firmen stammten. Gesundes Misstrauen ist beim Blick ins Mail-Postfach immer angebracht. Grundsätzlich sollte man keine Anhänge öffnen, wenn einem etwas an der Mail spanisch vorkommt. Als Betroffenem, dessen Mail-Adresse missbräulich benutzt wurde, möchte ich Ihnen raten, zumindest das Passwort des Accounts zu ändern. Noch besser ist es den Account zu löschen und sich einen neuen zu beschaffen. Es könnte nämlich sein, dass er gehackt wurde.
Ich hab schon Mails bekommen, die ich mir selber geschickt haben soll.

Ich hatte mich echt gewundert, dass ich mir eine Mail mit Viagra-Reklame geschickt hab.

Was ungewöhnlich ist, ist dass er die Mail nicht öffnen konnte.
@Skorti: Das ist nicht ungewöhnlich. Eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: Vielleicht hat er einen Virenscanner und der hat die Infektion erkannt. Dann entfernt der Virenscanner die Infektion, läßt aber die Mail immunisiert durch. Die Mail geht dann nicht mehr auf. Die schlechte Nachricht: Die Mail muß nicht aufgehen um den Rechner zu infizieren, es genügt, wenn er es versucht. Warum sollte also der Hacker eine echt erscheinende Mail generieren, wenn es ihm ausreicht, dass der User versucht sie zu lesen.
Gibt es. Ich hatte mal in der Firma einige nicht nachvollziehbare Mails bekommen, eine sogar von mir selbst. IT-Abteilung benachrichtigt, die kannten das Problem, haben es beseitigt, aber nie gesagt, was das war.
Habe auch mal eine Zeit lang von einem Freund E-mails erhalten, die aber immer einen seltsamen Betreff hatten. Habe die zum Glück nicht geöffnet, da ich schon befürchtet hatte, dass etwas nicht mit denen stimmt. Gruß
Ja es gibt Fake Emails, wobei Fakemail nicht gleich Fakemail ist. Es gibt einmal die von dir beschriebene Fakemail (eine Email welche vortäuscht das sie die Email eines Verwandten ist) und es gibt sogenannt Wegwerf Email Adressen, wo du dir auf einer Seite eine( z.B. http://www.wegwerfemailadresse.com/) sofort eine Emailadresse generieren lässt, welche man dann auch für ca eine halbe Stunde nutzten kann
Ja, leider erlaubt die Spezifikation des Email-Protokolls, dass man sich in einen Email-Server auch ohne Verifizierung der Angaben einloggen kann. Dabei kann man dann jeden beliebigen Namen als Absender eingeben.

Man braucht also keinen Zugriff auf Ihren Laptop. Es reicht, Ihre Email-Adresse zu kennen, um sie zu benutzen. Ob man nun auch noch Email-Adressen von Ihren Bekannten hat, ist letztlich nicht wichtig. Emails, die anscheinend von Ihnen sind, kommen dann eben auch bei Leuten an, die Sie nicht kennen.

Gelegentlich habe ich schon automatische Emails von irgendwelchen Mail-Administratoren bekommen, die mir dann davon erzaehlen, dass meine Mail "Sowieso" nicht an den Adressaten weitergegeben werden kann, weil es den auf diesem Server nicht gibt.

Gut und schoen, nur habe ich eine solche Email nie geschickt. Aber irgendwer hat meine Adresse als Absender benutzt, und so gehen die Fehlermeldungen eben an mich.

Da kann man nix machen.

Es sei denn ... aber das ist schon eine Zukunftsvision ... Betreiber von Mailservern koennten Kunden anbieten, dass sie fuer ihr Konto nur eingehende Mails akzeptieren, die mit offiziell nachvollziehbaren elektronischen Signaturen versehen sind. Das wuerde dann bedeuten, dass sich jeder so eine Signatur besorgen muss, die dann von den Certificate Authorites bestaetigt wird.

Wenn dann nach einer Uebergangszeit niemand mehr unsignierte Emails annimmt, dann haetten wir diesen Sumpf ausgetrocknet. Positiver Nebeneffekt: Die Infrastruktur der Signaturen (auch Zertifikate genannt) kann man dann auch fuers Verschluesseln verwenden - aber das ist dann doch noch eine andere Geschichte ...
Wir hatten mal ein gefaktes Faxschreiben mit einem Virus drauf. Hat die komplette Tonerkartusche lahmgelegt.
In einer einfachen Form lässt sich das sehr einfach faken. Es gibt zwei Formen, wie man eine E-Mailadresse angeben kann:

Empfänger@Provider.

Da der Empfänger-Name aber z.B. bei T-Online auch eine Telefon-Nummer sein kann (Anfangszeiten von E-Mail) lässt sich alternativ auch schreiben

"Klarname" <Empfänger@Provider>

Angezeigt wird dann der Klarname. Im Prinzip funktioniert das auch für die Angabe eines Absenders. In den Anführungszeichen kann ein beliebiger Text stehen, also auch ein "@" und damit z.B. auch.

"falscher.Absender@falscher-provider.de" <Absender@Provider>

Das wäre die einfache Form. Wenn man weiß, wo man gucken muss, lässt sich das aber noch relativ leicht nachvollziehen, sofern man misstrauisch genug ist, genauer hinzuschauen.
Es gibt aber sicherlich auch ausgefuchste Methoden, um den Absender zu fälschen, die schwieriger oder gar nicht zu entdecken sind.

Um sicherzustellen das der Absender authentisch ist müsste eine Mail durch einen Code und eine unabhängige Zertifizierungsstelle signiert werden. Das wäre dann gleichzeitig auch die Garantie dafür, dass eine Mail auch nicht unterwegs inhaltlich verfälscht worden ist.
Aha!
Das könnte ein Virus sein. Check dein PC mit Antiviren Software. Anschließend würde ich abgesendete Mail prüfen ob tatsächlich die E-Mail rausgegangen sind.