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Noch Fragen?

Geht's mit dem Euro bergauf?

In letzter Zeit gibt es positive Pressemeldungen. Haben also die, die einfach mal ganz entspannt geblieben sind, Recht gehabt?
Frage Nummer 55882
Antworten (5)
das ist immer eine Frage des BEobachtungszeitraumes. Und die meisten Menschen - auch Journalisten - sind sehr ungeduldig, haben ein schlechtes Gedächtnis und würden am liebsten in die Zukunft sehen. Folglich wird ganz schnell irgendwo ein "Trend" vermutet, auch wenn die Wahrscheinlichkeitsrechnung etwas anderes sagt.
Währungen habe schön des Öfteren Höhen und Tiefen durchlitten, manchmal stärker, manchmal weniger stark. Daher hat ausnahmlslos JEDER , der sich zu einem "Trend" äußert, irgendwann einmal Recht. Im Moment scheint es so zu sein, dass die Europäer ihre Hausaufgaben machen, irgendwann werden die Amis ihre Hausaufgaben auch machen, dann wird der USD wieder steigen und der Euro im Vergleich zu heute gegenüber dem USD wieder schwächer werden. Aber bei den Zickzackbewegungen irgendwo einen Trend zu sehen und zu sagen "Ich habe es gewusst und Recht gehabt", finde ich unter langfristigen Gesichtspunkten für witzlos...
Das weiß im Moment niemand. Es kommt darauf an wie mutig die Politik in Zukunft ihre Entscheidungen trifft. Da müßte man ein Orakel befragen. Die Finanzwirtschaft spricht leise von einem Nord- und einem Südeuro. Die Politiker verhalten sich wie der Zauberlehrling. Entspannt bleiben ist trotzdem gut, weil es angenehmer ist. Es ist wie im Flieger - die Türen sind zu, er ist in der Luft und wir sind weitgehend ausgeliefert. Wir können nur hoffen, daß wir in das richtige Flugzeug eingestiegen sind und nicht irgendwo in der Pampa landen, was bei unserer Pilotin nicht unwahrscheinlich ist. Ich schätze, wir müssen umsteigen.
Auf Steinbrück-Airlines...? ;-))
Tja was will man sonst machen. Den Sachverstand hat er jedenfalls . Man kann ihm die Chance geben, zu beweisen daß er den auch umsetzt. Das wissen wir erst hinterher.
Ob bergauf positiv ist, bleibt Ansichtssache. Wenn der Euro steigt und sich damit eventuell stabilisieren sollte, ändert sich innerhalb der EU nichts. Aber die exportorientierte Wirtschaft, die ihre Produkte (die sich ja verteuern) außerhalb der EU absetzt, hat dadurch zunehmende Absatzschwierigkeiten. Was sich wiederum auch auf die Binnenwirtschaft auswirkt. So gesehen ist ein schwacher Euro eher von Vorteil!