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Noch Fragen?

Getreideernte in Deutschland

Deutsche Agrarverbände beklagen dieses Jahr eine schlechte Getreideernte. Der Grund scheint angeblich das Wetter zu sein. Es war anscheinend zu trocken und zu heiss!
https://www.agrarheute.com/markt/marktfruechte/trockenheit-hitze-druecken-getreideernte-2019-557249
Dagegen beklagen sich die französischen Agrarverbände darüber, dass es einen Preisverfall wegen überdurchschnittlicher Ernte gibt.
https://www.terre-net.fr/actualite-agricole/economie-social/article/on-a-eu-le-sourire-en-juillet-on-l-a-beaucoup-moins-en-aout-202-151308.html
Ich kann mir nicht vorstellen, dass 200 km weiter ein sooo grosser Klimaunterschied herrscht. Wer übertreibt? Wer schummelt?
Frage Nummer 3000127410
Antworten (5)
Nun eine Ursache könnte daran liegen, was angebaut wird. Frankreich und Deutschland produzierten in den Vorjahren zwar fast gleichviel Getreide, aber in anderer Verteilung. In Deutschland war es absteigend Roggen, Weizen, Gerste, in Frankreich Mais, Gerste, Weizen.
Da kann die eine Ernte schon mal gut ausfallen, während es bei den anderen Mau aussieht.

Die landwirtschaftlichen Statistiken der EU geben so manches interessante her.
In Deutschland Arbeiten 0,65% der Einwohner in der Landwirtschaft (ca. 530.000 bei 83 Millionen) in Frankreich 1,1% (ca. 730.000 bei 67 Millionen).
Die Bauern!
Beide übertreiben. Es geht ausschliesslich darum, vom Subventionstopf eine große Kelle abzubekommen.
  • Bei den Ernte-Erträgen geht es, in Bezug auf die Ernte in einem konkreten Jahr, nicht ums Klima, sondern ums Wetter. Klima wären die langfristig zu erwartenden Tendenzen.
  • Naturgemäß sind Niederschläge in Küsten-Nähe höher als im Hinterland, eine Rolle spielen dann noch Berg-Ketten. Ein Blick auf die Europa-Karte sollte die Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland dann doch deutlich machen.
    Deutschland bekommt Regen hauptsächlich durch Nord-West-Strömungen, West-Frankreich auch bei Süd-West-Strömungen,.
  • Bei einer Erwärmung des Klimas, und jetzt sind wir wirklich beim Klima, steigt die Verdunstung im Hinterland, aber auch die Niederschläge in Küsten-Regionen.
  • Wo in D und F liegen die Haupt-Anbaugebiete? Die Distanz zwischen Rostock und Bordeaux z. B. dürfte bei rund 1000km liegen (Straßen-Km rund 1700km).
  • Die bereits benannten Unterschiede der angebauten Fruchtarten, Weizen braucht deutlich mehr Niederschläge als Mais. Und geht es im französischen Artikel wirklich auch, zumindest hauptsächlich, um Getreide?
Um darauf eine Antwort zu finden, wäre es hilfreich, den ersten Satz durch den Gockel-Translator zu nudeln:
Vertreter der AGPB, der Getreidebranche der FNSEA, erstellten wie jedes Jahr eine Bewertung der Sommerernte. Die Zufriedenheit der Getreidebauern mit einer sehr guten Ernte im Jahr 2019 in Bezug auf Menge und Qualität lässt Raum für Bedenken hinsichtlich der Preisentwicklung. Seit Anfang August hat die Tonne Weizen aus Rouen fast 10 € verloren.