User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Gibt es auch eine linkspoulistische AfD?

In Zeitungsartiuikeln lese ich fast immer "rechtspopulistische Afd". Der österreicische Präsidentschaftskandidat wird auch immer nur zusammen mit dem Wort "Rechtspopulist" genannt Was soll das? Gibt es zwangsgekoppelte Adjektive? Oder ist das eine Art Volkserziehung, damit die Schäfchen nicht auf unerwünschte Gedanken kommen? Dagegen lese ich so gut wie nie "die SED- Nachfolgepartei, die Linke".
Frage Nummer 3000047390
Antworten (16)
linkspopulitstische
"Populismus" beschreibt einen Politikstil, der Diskussionen zuspitzt und einfache Lösungen für komplexe Probleme anbietet, dabei auch gerne mit Schlagworten arbeitet.
Der Populismus geht davon aus, dass es einen erkennbaren Willen der "schweigenden Mehrheit" gibt.
Basierend auf dieser Definition gibt es auch einen Linkspopulismus, der im wesentlichen mit den Schlagworten Pazifismus, Antifaschismus und Antiamerikanismus beschrieben werden kann.
In D z.B. hatte Die Linke zeitweise während und kurz nach der Zeit des Zusammenschlusses mit der WASG durchaus linkspopulistische Züge im Rahmen dieser Definition.
Allerdings ist der Linkspopulismus weitaus weniger präsent in Europa als sein rechtes Pendant.
Das was du dort beschreibst hat nichts mit einer "Art Volkserziehung, damit die Schäfchen nicht auf unerwünschte Gedanken kommen" kommen zu tun, mein Vorredner hat das aber schon näher erklärt
Wenn man von Populismus spricht, muß man ihn ja auch konkretisieren. Populist ist kein Adjektiv. Es ist ein Subtantiv. Rechts ist auch kein Adjektiv, sondern ein Adverb, das hier attributiv angewendet wird. Aus dem Adverb "rechts" würde ein Adjektiv, wenn man z.b. schreibt: die rechten Populisten.
Der Begriff "rechtspopulistische" besteht also nicht aus zwei Adjektiven. Zwei Adjektive hintereinander schreibt man getrennt, in manchen Fällen auch mit Komma dazwischen. Beispiel: die rechte, populistische Afd. Als Hinweis auf welchen Populismus es sich handelt, ist "rechtspopulistisch" prägnant.
Natürlich gibt es rein formal auch einen Linkspopulismus. Nur, und das weiß ich aus vergangenen Zeiten, als ich mal intensiv für Infas gearbeitet habe:

Der ist einfach nicht so populär wie der Rechtspopulismus. Und da der Populismus ja letztlich nur eine spezielle Form der Bauernfängerei ist, ist der rechte natürlich viel lukrativer als der linke.

Die Frage, die mich nachts wachhält, ist, wo genau die Grenze verläuft. Erst ganz kurz vor der AfD? Oder noch diesseits vor Söder? Oder erst bei Seehofer? Die vielen "Kleinbauernfänger" in der CSU, wie Dobrindt und Herrmann, ignoriere ich für diese Überlegung mal einfach.

Im Ausland haben sie es vielfach sehr leicht - da rühmen sich die entsprechenden Kandidaten fast dieser Eigenschaft, als wäre sie ein Gütesiegel ... Ungarn, Polen, es werden immer mehr.
Die Frage galt eigentlich der Begrifflichkeit "rechtspopulisitsche AfD" (steht etwas weiter unten im Fragetext). Das ist so wie der "schwarze Rappe". Die Frage, ob es auch eine linkspopulistische AfD gibt ist damit vergleichbar, ob es auch einen weißen Rappen gibt. Beides muss man nicht erklären, und wenn es doch immer wieder gemacht wird, sieht das schon nach Erziehungsversuch aus.
Grundsätzlich würde ich das unter dem Gesamtbegriff des Pleonasmus einordnen.

Wie "Weißer Schimmel" oder " Alter Greis" usw...
es hat bestimmt 15 Jahre gedauert, bis "Die Linke" nicht mehr mit dem Zusatz "SED-Nachfolgepartei" in einem Atemzug genannt wurde.
Von der Afd hoffe ich, dass sich in 15 Jahren allenfalls versprengte hessische Rentner daran erinnern. Bis dahin halte ich es für geboten, diesen Zusammenhang immer wieder aufs Neue herauszustellen.
Ich habe schon mehrfach AfD-ler sagen hören, dass die Partei nicht rechts wäre. Was allerdings nicht zutreffend ist meiner Meinung nach.
Ich hoffe inständig, dass sich in 15 Jahren NIEMAND mehr an die AfD erinnern wird!!!
Steht sogar auf der Webseite der AfD sehe ich gerade: https://www.alternativefuer.de/programm-hintergrund/mut-zur-wahrheit/wer-ist-die-afd/

Ist aber Quatsch meiner Meinung nach.
@cybermama: grundsätzlich teile ich Deine Hoffnung, allerdings gibt es in dieser Runde hier den ein (oder anderen?) renitent Unbelehrbaren, der wird seinen Enkeln noch von den guten 2010ern berichten, als endlich jemand versucht hat, etwas gegen den Islam zu unternehmen.
Die PDS wurde noch als SED-Nachfolgepartei bezeichnet, die Linke wohl kaum noch. Und in 15 Jahren wird die AfD als unislamisch verboten sein. Ab etwa 1970 gehört der Islam zu Deutschland, wächst und gedeiht dort seitdem prächtig, dass es eine wahre Freude ist. Nur ein paar Miesepetern gefällt das nicht.
stimmt, damals hieß sie noch PDS und sie wurde bis zum Schluss in 2005 mit dem Zusatz belegt.
Die heutige "Die Linke" ist die Nachfolgepartei der Nachfolgepartei, da würde es etwas sperrig mit der Bezeichnung.
Und bei der AfD lesen die Leute hoffentlich endlich mal deren designiertes Parteiprogramm. Das besteht nämlich nicht nur aus Fremdenfeindlichkeit sondern aus einem solchen Sammelsurium rückwärtsgerichteter Positionen, dass es auch und speziell einem aufgeklärten Christen die Zornesröte ins Gesicht treiben sollte.
Die Zeit, die alte Bügelfrau macht alles wieder schlicht.

Deshalb darf die AfD aber auch Hitler genau wir die US-Amerikaner als größte Genozid-Täter*) aller Zeiten auf Vergessen hoffen.

*) Howgh - ich habe gesprochen
Siehe Link.