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Noch Fragen?

Gibt es beim Schreiben eines Briefes auch noch andere Möglichkeiten bei der Anrede, nicht immer nur "Sehr geehrter Herr"?

Frage Nummer 84587
Antworten (8)
Sehr geehrte Damen und Herren gibt es auch noch.
Kommt ganz auf die Stellung des Adressaten an: Eminenz, Eure Heiligkeit, werter Herr XY, oder auch: Ey, Alder, Schätzelein oder Tach auch.
bei einem Geschäftsbrief: Nein!
(vorausgesetzt, es ist ein Mann - bei einer Frau natürlich "Sehr geehrte Frau..." und wenn Du es nicht weißt, dann greife Dara's Vorschlag auf)
In Geschäftsbriefen kann man auch begrüssen. So z.b. Guten Tag Herr oder Frau X. Das hat sich inzwischen auch etabliert.
@elfigy: richtig ist, dass das auch vorkommt (und durchaus zunimmt). Nach meinem Gefühl aber hauptsächlich in Werbe-E-mails (also nicht der Spam-Kram, sondern der erwünschte Teil, wo Geschäftspartner über nützliche Neuerungen berichten).
Und ich gestehe freimütig: es stört mich. Nicht entscheidend, aber unterschwellig. Und meine Generation wird noch zehn Jahre an den Schaltstellen sitzen.
@ ing. Das kann ich so nicht bestätigen. Meine Kunden schreiben mich überwiegend so an. Das sind Firmen. Tageszeitenabhängig mit Guten Morgen, Guten Tag usw. Ich habe das auch übernommen. Ich finde es auch persönlicher und es ist verbunden mit der netten Geste, sich einen guten Tag zu wünschen. Was dich daran stören könnte, kann ich nicht nachvollziehen. Ob das mit der Generation zu tun hat? Du bist wahrscheinlich jünger als ich. "Sehr geehrte/r" schreibe ich nur noch wenn ich von der angesprochenen Person nur den Namen weiß, aber noch keinen weiteren Kontakt hatte.
Im Geschäftsbetrieb hat sich diese Standardformel einfach sehr stark eingebürgert. Vor allem, weil sie neutral ist und von jedem Empfänger akzeptiert wird. Letztlich dient das der Vereinfachung des Schriftwechsels, da man sich so um die Anrede bei einem Anschreiben keine Gedanken mehr machen muss. Es wird jedoch gern gesehen, wenn der Name der Person bekannt ist und auch mit eingefügt wird.
Bei offiziellen Briefen sollte man es schon so schreiben, weil es allgemein üblich ist. Wenn es nicht so formell zugeht, etwa bei Privatpost, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: "Lieber...", "Mein lieber Freund..." oder auch einfach einen Satz als Überschrift "Sag mir, wie meintest Du...". Da kann eigentlich jeder schreiben, wie er will, auch Ausgefallenes ist erlaubt.