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Noch Fragen?

Gibt es eine allgemeine Regel für die Nachtruhe in Mietshäusern? Wenn ja um wie viel Uhr ist es Zeit für Ruhe?

Frage Nummer 24740
Antworten (3)
Zwar gibt es in unserem dicht besiedelten Land mit Mietskasernen und 400qm-Grundstücken keinen Anspruch auf vollständige Ruhe, wird der Lärm jedoch unzumutbar, muss er nicht hingenommen werden. Die Rechtsgrundlagen hierfür sind:
Das Bundesimmissionsschutzgesetz,
das Landesimmissionsschutzgesetz,
§ 117 Ordnungswidrigkeitengesetz
sowie gemeindliche Satzungen.
Immissionsschutzgesetze und OWiG sind dabei subsidiär, d.h. sie gelten nachrangig, wenn eine Gemeindesatzung vorliegt (was so gut wie immer der Fall ist). Die ist sicherlich auf der Homepage Deiner Heimatstadt bzw. Gemeinde vorhanden. In aller Regel muss Nachtruhe - also Geräusche jeglicher Art nur noch in Zimmerlautstärke - ab 22 Uhr eingehalten werden. Es gibt einige wenige Ausnahmen, so kann z.B. bei der Gemeinde eine Sondergenehmigung für eine Hochzeitsfeier oder ähnliches eingeholt werden.
Grundsätzlich beginnt ab 22 Uhr die Ruhezeit. Das heißt, dass man die Zimmerlautstärke nicht großartig überschreiten sollte. Die Nachbarn wollen ja wahrscheinlich schlafen. Vor allem am Wochenende sind die meisten Nachbarn ja auch sehr tolerant, wenn man ab und zu ein wenig länger laut ist.
Ab 22 Uhr dürfen Geräusche nur noch so laut sein, dass sie die Zimmerlautstärke nicht übertönen. Nächtliches Duschen und Baden sollte deshalb auch möglichst vermieden werden, weil dabei ziemlicher Krach entstehen kann. Natürlich gibt es aber auch ganz spezielle Regelungen, die dann aber keiner gesetzlichen Grundlage zugrunde liegen.