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Noch Fragen?

Gast

Gilt für alle eine Bonpflicht nach § 5 der KassenSichV?

Auch für Prostituierte eines Saunaclubs? Laut Gesetz muss auf dem Beleg auch „Art und Umfang der sonstigen Leistungen“ aufgeführt werden. Reicht es einfach sexuelle Dienstleistung zu schreiben oder müssen darauf die genauen Details aufgeführt sein?

Anfang Januar pochte ein Gast eines Saunaclubs in Dieburg auf die Einhaltung der Kassenbon-Pflicht. Der Gast bestand darauf und verlangte für seinen kostenpflichtigen Besuch des Etablissements nachdrücklich eine Quittung. Der Sicherheitsdienst der Einrichtung setzte den Gast kurzerhand vor die Tür. Doch dieser ließ nicht locker. Da wurde vom ihm zur Durchsetzung des geltenden Rechtes die Polizei gerufen. Es wurde ihm eine handschriftliche Quittung für das gezahlte Eintrittsgeld ausgestellt.
Frage Nummer 3000134973
Antworten (21)
Kann er froh sein, das er den Bon nicht von einem Pimp bekommen hat.
Und Eintritt wird eigentlich immer vorher gezahlt.
Wem es nicht gefällt, der geht.

Für mich selbst ist der Bon nur ein Kaufnachweis, falls irgendwas in der Garantiezeit oder steuerlich absetzbar wäre. Alles andere, soll sich der Staat drum kümmern oder auch nicht. Sollte nicht das Problem des Gastes sein.
Tiny,
bei dieser Bonpflicht geht es weder um den Gast – wie schön, dass du weißt, dass man Nutten immer im Voraus bezahlt – noch um den Kunden, sondern um den Gewerbetreibenden.

Bisher konnte der Krämer oder Bäcker oder Metzger das Bargeld in die Kasse schieben und am Tagesende so viel Geld von den Einnahmen in seine Tasche oder Schuhkarton oder Safe flözen wie er wollte. Dem Finanzamt erklärte er dann was vom Pferd.
Selbst Geschäfte, die eine elektronische Kasse hatten, haben einfach einen Blumenstrauß vor den Display gestellt, und € 0,0 eingetippt. Da war dann der Tagesumsatz € 700 anstatt € 1000.
Du magst dich fragen, woher ich das weiß. Weiß, nicht nur vermute.

Natürlich piepen die Gewerbetreibenden, denn ihre Haupteinkommensquelle ist nun versiegt.
Weshalb der Kunde piept, ist mir nicht klar. Der nimmt den Bon oder nicht.

Ich wäre überrascht, wenn der Gesamtumsatz der Kleingewerbetreibenden in diesem Jahr nicht um 30% ansteigt.

Merke: die Steuerbeamten mögen ja manchmal langsam sein, aber bescheuert sind sie nicht.
Zitiere mich ausnahmsweise mal selbst "... Alles andere, soll sich der Staat drum kümmern oder auch nicht".
Na, hat er ja.
Zufrieden?
Ich glaube noch nicht daran, dass das wirklich das grosse Geld ist, was viele Private dort angeblich abstauben.
Wenn es wirklich so lohnenswert und einfach wäre, dann gäbe es sicher mehr Private.

Man sieht eben immer nur, wenn Leute betrunken sind, aber nie, wenn die Durst haben. Und den Baecker sieht selten jemand schaffen, weil da alle noch schlafen
Tiny, du glaubst nicht daran. Das ist dein gutes Recht.
Ich weiß es, weil ich es drei Jahre selbst erlebt und gemacht habe.

Ich versichere dir, dass es so viele "Private", wie du sie nennst, gibt, dass der Steuerbetrug von den kleinen Geschäften in die Milliarden geht.

Sei doch froh. nun wird das Geld, dass die türkischen Grünhöker und italienischen Eisverkäufer dem deutschen Steuerzahler hinterzogen haben, für Kitas und Straßenbau benutzt werden kann.
@Oupa
Ich glaube trotz alledem nicht, selbst wenn die Summen so groß wären, das nur sehr wenige davon profitieren werden, und genau die, die nichts verdienen, sondern ...

Steuerbetrug war einst ein Volkssport. Heute ist es nur den wirklich reichen Nichtstuern vorbehalten.
Geld fällt im Gegensatz zur Sch...se nicht von oben nach unten
Tiny,
es ist in Ordnung, was du glaubst. Wir haben ja Glaubensfreiheit. Und ich respektiere deinen Glauben.

Ich habe hier etwas Interessantes gefunden:

Kleinbetriebe

Es besagt, dass es in 2016 rund 7,5 Klein- und Kleinstbetriebe gab.
Wenn jeder Klein- oder Kleinstbetriebetreibender € 30.000 (im Schnitt) der Steuer hinterzog, wären das € 225 Milliarden.

Ich finde, das ist der Aufwand wert mit den Bons.
Du vielleicht findest das nicht. Ich glaube (siehst du, ich glaube ebenfalls ohne zu wissen) damit können wir beide leben.
na und? Alles Kleingeld.

Bei Politikern, Fussballspielern und Geldadel würde das noch unter Portokasse abgeschrieben werden.
Da geht man aber nicht ran.
Amensteuer waere in der heutigen Zeit sicher die bessere Bezeichnung
Tiny,
du bist also ein Befürworter der Steuerhinterziehung.
Auch gut. Hast du einen Tabakladen?
Nein. habe (leider) keinen Tabakladen.
Daher weis ich auch, das mehr unversteuert wegtun kann, als viele kleine Krauter überhaupt umsetzen können.

Wäre aber ein tolles Geschenk fuer mich. Dann könnte ich als Kettenraucher singen; Ich bin mein bester Kunde ... hahahahaha
"In Kroatien meldeten die Unternehmen den Finanzämtern nach Einführung der Kassenpflicht 2013 erstaunliche Umsatzsteigerungen"

Somit kann die Bonpflicht ein Wirtschaftswunder auslösen, oder es gab vor der Bonpflicht reichlich Steuerbetrug.

Ich gehe von einem unerwarteten Konsumanstieg aus und rechne mit 5 Milliarden mehr an Mehrwertsteuer.
(Daraus folgt mehr an Einkommenssteuer etc.)
Ja, warum nicht. Statistiken - waren schon immer sehr geduldig.
Und warum hat nun Kroatien den Aufschwung trotz des vielen Geldes nicht geschafft?
Das es immer noch eine wenig selbst bei den ärmsten zu holen gibt, dafuer man keine Statistik. Sogar ich nicht.
Was mich immer nur daran interessiert? Wo sind Geld und der Aufschwung geblieben?
Skorti,
wie kommst du auf 5 Milliarden MwSt?
Nach meiner Rechnung, die ich versucht habe gut zu belegen, wird der Umsatz um 225 Milliarden ansteigen.
Wenn ich richtig in der Annahme liege, dass in Deutschland die MwSt 20% beträgt, wären das $45 Milliarden.

Da wäre auch noch ein Tabakladen für Tiny drin.
Machen wir es kurz, wann immer Bargeld ohne Quittung über den Tisch läuft, ist der Betrug schon vorprogrammiert.
Bei den Bäckern und Metzgern kommt noch der Aspekt Wasser dazu.
Wasser ist billig und durch die schönen Bräunungsmittel wird dir das überfeuchte Brot, mit dem richtigen Gewicht und der richtigen Bräunung verkauft. Der Metzger braucht zum Kuttern Eis und ich kaufe Wasser statt Wurst. Jetzt verkaufen die Brüder die Ware noch ohne Quittung, schon kann der Fiskus nur über den Wareneinsatz die Umsätze ermitteln. Der Wasserverbrauch kann mit allen möglichen Argumenten erklärt werden, dass sich das Wasser in Wurst und Backwaren befindet, ist schwer nachweisbar und ohne Quittung geht der entstandene Umsatz netto und schwarz in den Beutel.
Ich war damals in D sehr gern beim Metzger und Bäcker einkaufen und wuerde mich schwer hüten, ganze Berufsgruppen da zu verdächtigen. Sicher ist, das nicht ein Bäcker wie der andere war, beim einen halt das Brot besser, beim anderen die Broetchen und bei wieder einem anderen die Kuchen.
Beim Fleischer sind mir die Unterschiede eigentlich noch weniger aufgefallen.
Fleisch ist nicht gleich Fleisch, aber wenn da Unmengen Wasser drinnen sind, merkt man das doch, als normaler Mensch. Und Wurst - na ja, je billiger, je weniger hochwertiges Material muss man eben erwarten.
Sicher ist, das ich mich keine Lebensmittelrückrufe meines Backers oder Fleischers erinnern kann. Von diesen Supermärkten und anderen Investitionsunternehmen, ja, da hab ich schon gelesen, das da Pferdefleisch im Schokoladenpudding war.
Bei einer solchen Sauerei damals, hätte ich sicher mal Hand angelegt und mir mal vom Metzger mal seine Wurst von innen (aus der Wurst heraus) erklären lassen.
Wasser? Wie phantasielos! In den Rezepten steht dann „Melasse 2“ oder andere wohlklingende Namen.
Aber kauf ein Schnitzel beim Metzger und ein zweites im Supermarkt und hau die zusammen in die Pfanne. Warum das selbe Fett bei einem Schnitzel wohl mehr spritzt? Das muss bestimmt an der Melasse liegen!
Ansonsten macht Kleinvieh auch Mist.
Ob wenige im großen Stil oder viele „im Rahmen ihrer Möglichkeiten“, es kommen in beiden Fällen große Summen zustande. Aber bei den Finanzämtern werden „aus Kostengründen“ die Fahnder abgebaut.
Bei der Bonpflicht geht es auch weniger um die Qualität der Ware. Die wird sich im Schnitt nicht ändern. Also ist Tiny mal wieder "etwas" am Thema vorbei.

Wobei ich mich zwar an Pferdefleisch in der Lasagne statt "im Schokoladenpudding" erinnern kann, aber das gab es sicher auch.
Und jetzt der Wink mit dem Bon:

Bons verhindern kein Wasser im Brötchen und ersetzen auch nicht den Wasserhahn am T-Bone Steak, den manche angeblich brauchen.

Wer mit dem Pferdefleisch in seinem Schokoladenpudding zufrieden ist, der wird sicherlich auch auch weiterhin mit Melasse 7 zufrieden sein.

Dem Bon sei's Dank
Bon Appetite
Ich komme auf die Frage zurück:

Die Bonpflicht der KassenSichV gilt nur dann, wenn eine elektronische Kasse vorhanden ist. Weder der Club noch eventuelle freie Mitarbeiterinnen sind verpflichtet, eine solche Kasse einzusetzen.

Unabhängig davon muss ein Gläubiger einem Schuldner den Empfang einer Leistung auf Verlangen quittieren gemäß § 368 BGB.
"Reicht es einfach sexuelle Dienstleistung zu schreiben oder müssen darauf die genauen Details aufgeführt sein?" Wie waere es mit: Reinigung einer alten Pfeiffe nach Hausfrauenart?

Natuerlich koennte man auch jeder der Damen einen Rucksack mit einer elektronischen Registrierkasse umhängen und einen Kondomautomat, der dann automatisch bei Bezahlung den vorgeschrieben Kondom auswirft und die Einnahmen sofort ans Finanzamt übermittelt.
Dann wird dort auch weniger Wasser verbraucht und die Brötchen bleiben Trocken