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Noch Fragen?

Habe einen Inkasso Brief bekommen ohne vorher eine Mahnung zu erhalten, ist das rechtens?

Sehr geehrte Damen und Herren,
am 27.3.13 habe ich etwas im Internet bestellt und durch viele Umstände ist leider die Rechnung untergegangen und schlussendlich habe ich sie nicht bezahlt. Es waren übrigens 2,99€. Bis heute habe ich nicht eine einzige Erinnerung oder Mahnung bekommen, so das ich hätte dran erinnert werden können. Jetzt habe ich am 23.6.13 ein Schreiben vom ConKred Inkasso bekommen mit der Überschrift Mahnung, das ich 34,02€ bis zum 30.6.13 überweisen soll.
Frage Nummer 69491
Antworten (14)
Der 23.6 war ein Sonntag, Du Depp. Hast Du das Schreiben per Telegramm erhalten?
Nachtrag: Ein Inkassounternehmen ist ein reiner Dienstleister, ohne jegliche Befugnis zu jedweden rechtlichen Maßnahmen.
Alleine deswegen erübrigt sich die Frage nach der Rechtmäßigkeit des Schreibens, falls dieses überhaupt existent ist.
Have a nice Sunday..
Du hast Recht machine, der 23.06. war tatsächlich ein Sonntag, da heute der 25.06. ist und das ist ein Dienstag.
machine, bist ja ein schlauer kerl, aber ich bitte zu bedenken:
1. Der Gast hat was bestellt, aber nicht bezahlt
2. Die Forderung an ihn ist gültig auch ohne Mahnung, Erinnerung o.ä.
3. Er kann jetzt an die löhnen oder abwarten, was die machen. Wenn die was machen, wird es viel teurer.
4. Ob die was machen hängt von vielen Faktoren ab (AGB, Rechtsprechung des zust. OLG, wollen die an Gebühren und RA-Kosten verdienen...).
5. Ob das ein reiner Dienstleister ist, wissen wir nicht. Vielleicht kauft er Forderungen auf und treibt das Geld auf eigene Rechnung ein.
Ich würde die paar Kröten zahlen. Ist billiger, als sich einen Rat vom Rechtsanwalt zu holen. Oder auch es aus Jux und Dollerei drauf ankommen lassen.
Ich würde das aus Prinzip nicht bezahlen. Das ist Wucher. Damit kommen die bei Gericht nicht durch und das wissen sie auch. Ich würde die 2,99 + 5 € Mahngebühr bezahlen, und der übrigen Forderung schriftlich widersprechen und gleich auch mitteilen, dass ich darüber keinen weiteren Schriftverkehr mehr wünsche und sie mögen mich bitte verklagen. Es gibt übrigens auch schon Urteile, dass 5 € zu hoch sind. Das würde ich ausfechten, koste es was es wolle.
Nachtrag. Ein Gläubiger ist nicht berechtigt eine Forderung in ungebührliche Höhen zu treiben. Eine Verhältnismäßigkeit ist zu beachten.
Also elfigy, ich bitte dich! 34,02 ist doch sehr moderat. Wenn das 200 gewesen wären, würde ich dir Recht geben.
Dir ist schon klar, dass die kaufmännische Kalkulation für das Erstellen und Versenden eines Mahnbriefs bei um die 20 Euro liegt? Und das ist nur der Brief an sich.
Ich liege auch über kreuz mit allem was mit Inkassogaunern zu tun hat. Ich habe drei erwachsene Kinder, was glaubst du was da dauernd los ist. Gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen da stürzen die sich drauf wie die Schmeißfliegen auf ein Stück Sch....e. Trotzdem, 34 Lappen sind völlig gerechtfertigt und geradezu moderat.
Jetzt habe ich extra noch Google dafür bemüht und dieses gefunden. Dazu schreibt der Gast auch noch , er habe keine einzige Mahnung erhalten.
Grundsätzliches:
Bei Rechts- oder Mietproblemen: Rechtsbeistand oder Verbraucherberatung.
Bei Finanzproblemen: Steuerfachmann oder Bank.
Bei Gesundheitsproblemen: Medizinmann.
Bei Gartenproblemen: Wissenscommunity.
Have a nice discussion.
Zahlen und fertig.
elfigy, Du hast gut geantwortet. Ich will da jetzt auch nicht weiter darauf eingehen, denn ich bin kein Jurist und wie machine schon völlig richtig festgestellt hat: bei Rechtsfragen sollte man Rechtsanwalt gehen.
Uns fehlen übrigens auch noch Infos dazu. Z.B. sind höhere Mahnkosten durchaus möglich, sofern die vorher vertraglich vereinbart wurden. Der Gast schreibt, es handle sich um eine Mahnung. Die ist aber eigentlich unnötig, denn er befindet sich unstreitig im Verzug. Dann ist das ne ziemlich krumme Summe. Wie setzt die sich zusammen? Verzugszinsen? Eher nicht.
Ich für meinen Teil denke auch "zahlen und fertig". Vielleicht denkt er dann das nächste mal daran, wenn er was bestellt, das auch gleich zu bezahlen. Denn was ich auch nicht leiden kann sind Typen, die bestellen aber dann immer wieder vergessen zu zaheln (und vielleicht darauf spekulieren, dass man als Unternehmer wegen den läppischen 2,99 darauf verzichtet, das einzutreiben).
Herzlichst
Erst mal Danke für die vielen Antworten. Ja der 23.6 war ein Sonntag, wenn samstags die Post ausgeliefert wird und man sonntags nach Hause kommt, dann schreibt man wohl zu Recht, dass man den Brief am 23. erhalten hat.
Und natürlich wollte ich die 2,99€ bezahlen nur durch viele private Umstände, die ich nicht erläutern möchte, habe ich zum ersten Mal vergessen etwas zu bezahlen.
Ich habe denen jetzt geschrieben, noch einmal, das ich so eine hohe Summe nicht bezahlen werde und gucke was sie mir denn da so schönes schreiben.
Das ist eine gute Idee Gast. Es geht ja auch mehr ums Prinzip als um die Summe. So sehe ich das jedenfalls. Für mich sieht das so aus, als hätte der Verkäufer mit dem Inkassobüro einen Deal und die beiden bereichern sich, sobald jemand in Verzug gerät. Die meisten Leute zahlen aus Furcht vor Scherereien , wenn Inkasso drüber steht. Lassen sie uns dann hoffentlich auch wissen, wie es weiter geht. Interessiert mich dann auch.
Eine Rechnung mit angegebenem Zahlungsziel stzt dich nach Fristablauf automatisch in Verzug. Mahnung ist nicht (mehr) nötig.
Gar nicht antworten und den Rechnungs-Betrag überweisen (notfalls behaupten, man habe gar keine Rechnung erhalten) wäre richtig gewesen.
Mahngebühren sind immer gesondert zu sehen, dürfen eine bestimmte Höhe (etwa soviel wie RA-Kosten) nicht überschreiten und müssten vom Inkassounternehmen eingeklagt und nachgewiesen werden - was die meisten(s) nicht tun. Denn da werden im voraus Gerichtsgebühren fällig.