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Noch Fragen?

Habe für 42 EUR Warenwert gebrauchte Software gekauft, die nicht funktioniert hat. Wurde per Einschreiben zurückgeschickt. Trotz Fristsetzung bislang kein Rückerstattungsbetrag eingegangen. Müßte ich ggf. damit rechnen, daß ein gerichtliches Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt werden würde?

Frage Nummer 88707
Antworten (5)
Ja.
Zunächst einmal gibt es zwei wesentliche Arten von Gerichtsverfahren, zivilrechtliche und strafrechtliche. Strafrechtlich könnte tatsächlich diese Summe als geringfügig angesehen werden. Dafür müsste es aber erst einmal strafrechtliche Ermittlungen geben, von Staats wegen oder weil jemand (Du?) eine Strafanzeige gestellt hat. Strafanzeigen darf jeder stellen und es ist kostenlos, solange Du keinen Anwalt damit beauftragst. Etwas Substanz sollte so eine Anzeige schon haben, denn auch üble Nachrede oder falsche Verdächtigungen erfüllen den Straftatbestand.

Zivilrechtlich darf man sogar dann klagen, wenn es nur um einen Cent geht. Wenn beim Beklagten nichts zu holen ist, bleibt man aber auf den eigenen und den Gerichtskosten sitzen. Ein gerichtlicher Mahnbescheid wäre eine Möglichkeit. Mein Tipp: Geh zur Rechtsberatung der Verbraucherzentrale. Da gibt es für kleines Geld sachkundige Auskunft.
Könntest du definieren, warum die Software nicht funktioniert? Hat sie Gebrauchsspuren? Inwieweit ist er Verkäufer daran Schuld? Das wird jedes Gericht wissen wollen.
@dorfdepp: Wie kann eine Software Gebrauchsspuren aufweisen? Das Medium dieser Software dagegen wurde bereits gebraucht gekauft.
@ Bester
Das mit den Gebrauchsspuren war natürlich nicht ganz erst gemeint. Natürlich könnte der Datenträger beschädigt sein, aber in so einem Fall setzt man sich doch erst mit dem Verkäufer in Verbindung, anstatt die Software gleich per Einschreiben zurückzuschicken und danach hier zu fragen. Mir kommt das unwahrscheinlich vor.