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Noch Fragen?

Hat Strom aus Wind wirklich Zukunft? Was ist bei Flaute?

Mache mir Gedanken wo denn mein Strom herkommt, wenn mal ein paar Tage wenig Wind ist und keine Energie erzeugt wird? Was passiert dann?
Frage Nummer 8443
Antworten (13)
Grundsätzlich ist Strom aus Wind eine gute Sache. Das Problem mit der Flaute ist aber noch nicht gelöst. Es gibt noch keine ausreichend effektiven Speicher. Außerdem kann selbst bei Wind die Stromerzeugung stark schwanken. Deshalb kommen wir bisher um konventionelle Kraftwerke noch nicht herum.
Bei Solarstrom ist es ähnlich.
Dafür gibt es ja den Strom-Mix, also Wind-, Wasser-, Solarstom als regenerative Energieträger, sowie die unterschiedlichen Kraftwerke mit fossilen Energieträgern, und halt noch die Kernenergie. Zudem gibt es inzwischen auch schon Speichermöglichkeiten, diese werden aber noch nicht oder nur kaum genutzt.
Hallo Musca: Das mit den Speichermöglichkeiten sind noch Zukunftsträume! Die einzige funktionierende Speichermöglichkeit sind derzeit Wasser - Speicherkraftwerke.
Der Umstand, dass sich derzeit Elektrizität in wesentlichen Mengen nicht speichern lässt, führt dazu, dass für jede Photovoltaikanlage und für jedes Windrad entsprechende konventionelle Kraftwerksleistung bereitgestellt werden muss, mit dem absurden Effekt, dass z.B. Kohlekraftwerke unter ihrem Betriebsoptimum gefahren werden müssen, insbesondere wenn es viel Windstrom gibt. Wird ein Kohlekraftwerk unterhalb des Optimums gefahren, emittiert es im Verhältnis zur abgegebenen Leistung mehr CO2 pro kWh als bei Volllast.
Auf gut Deutsch heißt dies: 1. Wegen der sog. Regenerativen Energien konnte noch kein konventionelles Kraftwerk stillgelegt werden. 2. Über den Umweg des schlechteren Wirkungsgrad bei Kohlekraftwerken sind auch Photovoltaik- und Windanlagen für einen gewissen CO2-Ausstoss verantwortlich.
Strom aus Wind hat besonders dann Zukunft, wenn das Speicherproblem besser gelöst ist.
Das wird oben schon beschrieben.
Ich halte die Speicherlösung über Kraftwerke für ausgereift. Wir haben diese Kraftwerke nicht in ausreichendem Maße. Dafür haben die Norweger mehr davon, als sie brauchen. Diese Möglichkeiten besser zu nutzen, wäre eine Lösung.
Sorry, ich meinte "Wasserkraftwerke".
Hallo KhDecker, schauen Sie sich doch mal diese Seite an, damit wäre auch das Problem der teilauslastung von Kraftwerken lösbar
Neben den angesprochenen Ansätzen wird auch am "intelligenten Stromnetz" ("smart grid") gearbeitet. Das bedeutet u.A., dass man den Stromverbrauch abhängig von der Erzeugung steuert. In diesem Fall bei starkem Wind bpsw. Haushaltsgeräte wie Spül- oder Waschmaschine oder Boiler anwerfen, das Elektroauto laden, in der Industrie gibt es sicher auch Anwendungen; bei schwachem Wind dies Unterlassen. Umgesetzt wird dies wohl über permanent schwankende Strompreise.
Klar hat das Zukunft!!! Genauso wie die anderen regenerativen Energien. Du musst dir keine Gedankne wegen ner Flaute machen - der Strom wird quasi zwischengespeichert - sodass du auch bei ner Flaute versorgt bist. Außerdem wird der Strom, den du zuhause bekommst meist aus mehreren Energiequellen hergestellt also auch Solar etc.
Regeneratie Energiequellen an sich haben ohne Frage Zukunft, da sich die Menschheit früher oder später auf diese verlassen muss. Was die Windkraft angeht, ist diese zuverlässig, aber natürlich nur an bestimmten Stellen, im Meer zum Beispiel, wo es gleichbleibend windig ist.
Das ist überhaupt kein Problem. Die Windräder stehen zum einen an stellen, an denen kaum Flauten sind, auf Bergen auf dem Meer und so weiter. Da wird dann meist mehr strom produziert, als benötigt wird, der Strom wird in Pumpen geleitet, die Wasser in ein hoch gelegenes Becken transportiren. Bei tatsächlichen Flauten wird das Wasser durch eine Turbine wieder abgelassen.
Der Strom wird, wie seit Jahren, von Kohle- und Atomkraftwerken ins Netz gegeben.

Das wird auch so bleiben, wenn in Deutschland diese Kraftwerke abgeschaltet werden.

Das europäische Verbundnetz, liefert dann Strom von Kohle- und Atomkraftwerken aus anderen europäischen Ländern.

Wenn zu viel Windstrom erzeugt wird, soll er in Zukunft nach Norwegen oder Österreich transportiert werden, für negative Preise, d.h. wir bezahlen für die Abnahme des Stroms. Bei Flaute kaufen wir den Strom dann wieder zurück.

So gesehen bezahlen wir den Strom dann dreimal.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was diese Diskussion soll? Die fossilen Brennstoffe sind in wenigen Jahrzehnten aufgebraucht, Uran zählt auch dazu. Es gibt also gar keine Alternativen zu den regenerativen Energieträgern. Überschüssige Energie durch Solar oder Wind lässt sich durchaus in Wasserstoff umwandeln, dieser kann dann bei Bedarf eingesetzt werden. Das meinte ich in meinem ersten Beitrag mit Speichermöglichkeiten.
Flauten sind ein regional begrenztes Ereignis. Zudem laufen zur Zeit diverse Versuche, Windenergie zu speichern (Problem Wirkungsgrad) bzw. in Kombination mit Wasserkraft laufen zu lassen. In windstarken Zeiten wird das Wasserkraftwerk gedrosselt, in windschwachen Zeiten auf Voll-Last gefahren. Es laufen daher Ideen, Norwegen (viel Wasserkraft) und Schleswig-Holstein (viel Windkraft) mit einem Stromkabel zu verbinden. Wasserspeicherkraftwerke hingegen pumpen Wasser nach oben, um dann beim Ablaufen Strom zu gewinnen. Das ist aber nicht sehr effektiv, aber immer noch sinnvoller als die Windräder einfach abzustellen, wenn der Strom in dem Augenblick nicht verwendet werden kann.