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Noch Fragen?

Heißt das eigentlich Briefträger, Postbote oder Briefzusteller?

Frage Nummer 29067
Antworten (10)
Das heisst "Herr / Frau XYZ".
Warum eigentlich kann man den Fragesteller nicht bewerten?

Weder fähig hier nachzulesen noch Sarkasmus zu verstehen oder gar zu akzeptieren.
Wie sie möchten...und je nach Region auch mal Postbüdel, Poschtler, Bosbod, Ausdrägr, Briefbodd, Postler, Pösteler, Poschtlr......
Briefträger und Postbote sind alte Begriffe. Heute sind das Briefzusteller.
Zusteller ist die korrekte Bezeichnung für eine Fachkraft der Briefzustellung u. a. Postdienstleistungen. Postbote und Briefträger sind dafür einfach nur andere Bezeichnungen. Neuerdings umfasst der Zusteller im weiteren Sinne auch den Austräger von Werbepropekten.
Das sind alles umgangssprachliche Bezeichnungen, die alle gleich richtig oder gleich falsch sind. Im offiziellen Fachjargon heißt das nämlich Fachkraft Kurier-, Express- und Postdienstleistungen und ist ein Ausbildungsberuf, bei dem die Ausbildung zwei Jahre dauert. Bei uns heißt der aber trotzdem Postbote (oder Postsack, aber das ist halt nicht so nett).
Bei einem Postboten, Briefträger oder auch Zusteller lautet die korrekte Berufsbezeichnung "Fachmann/Fachfrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen" Die Deutsche Post AG bezeichnet sie allerdings nur als "Zusteller für die Brief- und Verbundzustellung".
Bei der Deutschen Post AG ist man nach 2 Schnuppertagen, einer zweiwöchigen praktischen Einweisung und einer eintägigen theoretischen Schulung bereits Zusteller in der Brief-, Verbund- oder Paketzustellung.
Auch ein/e zweijährig ausgebildete/r Fachfrau/-mann arbeitet unter derselben Bezeichnung, ist aber ein/e Fachfrau/-Mann.
Postsack? So etwas gibt es doch gar nicht!

Kommentar zum § 49 der „Dienstanweisung für den Postbetrieb Teil 2“:

In Dienstanfängerkreisen kommen immer wieder Verwechslungen der Begriffe »Wertsack«, »Wertbeutel«, »Versackbeutel« und »Wertpaketsack« vor. Um diesem Übel abzuhelfen, ist das folgende Merkblatt dem § 49 der ADA vorzuheften:

Der Wertsack ist ein Beutel, der auf Grund seiner besonderen Verwendung im Postbeförderungsdienst nicht Wertbeutel, sondern Wertsack genannt wird, weil sein Inhalt aus mehreren Wertbeuteln besteht, die in den Wertsack nicht verbeutelt, sondern versackt werden.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die zur Bezeichnung des Wertsackes verwendete Wertbeutelfahne auch bei einem Wertsack mit Wertbeutelfahne bezeichnet wird und nicht mit Wertsackfahne, Wertsackbeutelfahne oder Wertbeutelsackfahne. Sollte es sich bei der Inhaltsfeststellung eines Wertsackes herausstellen, dass ein in einen Wertsack versackter Versackbeutel statt im Wertsack in einen der im Wertsack versackten Wertbeutel hätte versackt werden müssen, so ist die in Frage kommende Versackstelle unverzüglich zu benachrichtigen.

Nach seiner Entleerung wird der Wertsack wieder zu einem Beutel, und er ist auch bei der Beutelzählung nicht als Sack, sondern als Beutel zu zählen.

Bei einem im Ladezettel mit dem Vermerk »Wertsack« eingetragenen Beutel handelt es sich jedoch nicht um einen Wertsack, sondern um einen Wertpaketsack, weil ein Wertsack im Ladezettel nicht als solcher bezeichnet wird, sondern lediglich durch den Vermerk «versackt» darauf hingewiesen wird, dass es sich bei dem versackten Wertbeutel um einen Wertsack und nicht um einen ausdrücklich mit »Wertsack« bezeichneten Wertpaketsack handelt.

Verwechslungen sind insofern im Übrigen ausgeschlossen, als jeder Postangehörige weiß, dass ein mit Wertsack bezeichneter Beutel kein Wertsack, sondern ein Wertpaketsack ist.
Endlich weiß ich, wofür die zwei Jahre Ausbildung benötigt werden ...