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Gast

Hilfe beim verständnis

Mein Chef meinte zu mir dass er das nicht will dass ich eine Nebenbeschäftigung habe ist das korrekt dass er mich damit unter Druck setzt was kann ich dagegen machen
Frage Nummer 3000117254
Antworten (11)
Grundsätzlich korrekt. Es wäre vielleicht eine Diskussionsgrundlage, wenn wir deinen Beruf wüssten und was du als Nebenverdienst machen möchtest.
Grundsätzlich kann Dir Dein Chef dann eine Nebentätigkeit untersagen, wenn:
- Du in der Nebentätigkeit in Konkurrenz zu Deinem Hauptjob trittst
- der Nebenjob Dich so anstrengt, dass Deine Leistung im Hauptjob leidet
- die Kombination aus Haupt- und Nebenjob die maximale wöchentliche Arbeitszeit überschreitet.

Trifft bei Dir eine dieser Möglichkeiten zu, dann untersagt Dein Boss das zu Recht.
Wenn nicht, darfst Du ihn ungestraft ignorieren.
Ich rate dringendst davon ab ohne Genehmigung des Chefs eine Nebentätigkeit auszuüben. Das kann den Hauptjob kosten. Anders lautende Empfehlungen würde ich getrost ignorieren.
Liebe Eva, wer nicht kämpft, der hat schon verloren ...

Natürlich kann man immer von vorneherein klein beigeben und sich von anderen vorschreiben lassen, was man tun darf oder nicht.

Ich persönlich bin ein Fan davon zu wissen, was ich darf und was nicht.
Natürlich kann ein Chef empfindlich reagieren und versuchen, Dich rauszuschmeißen. Das darf er aber nicht willkürlich, da gibt es schon gewisse Schutzregelungen.
Jeder muss für sich entscheiden, ob er seine Rechte einfordert oder nicht.
Welche konkreten 'Schutzregelungen' bei einer AG-seitigen Kündigung gibt es denn in Bezug auf die vom Chef untersagte Ausübung eines Nebenverdienstes auf die man sich im Falle eines Falles berufen könnte ?
JEDE Kündigung muss begründet werden.
Selbst in kleinen Betrieben ohne speziellen Kündigungsschutz darf Dir Dein Chef nicht kündigen, nur weil z.B. Dein neues Auto mehr PS hat als seins.

Die grundgesetzlich garantierten Berufsfreiheit des Arbeitnehmers (Art. 12 GG) hat zur Folge, dass Nebentätigkeiten NICHT pauschal genehmigungspflichtig sind.
Sie sind lediglich anzeigepflichtig, weil AUCH Interessen des Arbeigebers betroffen sind.

Der AG muss also nicht "genehmigen". Er kann allerdings versuchen, es zu untersagen, wenn die weiter oben genannten Kriterien verletzt werden.
Wenn diese aber nicht verletzt werden, dann kann der AN seine Nebentätigkeit durchführen.

Gibt es darüber unterschiedliche Auffassungen, muss der AG zunächst eine Abmahnung aussprechen, erst im Wiederholungsfall ist eine Kündigung zulässig.

Sowohl gegen die Abmahnung als auch gegen die Kündigung kann man gerichtlich vorgehen und die Rechtsprechung ist voll mit Fällen, die der AN gewonnen hat.

Oft ist es aber einfach so, dass auch der Chef die Regelungen nicht kennt. Wenn man ihm die erläutert, dann knirscht er vielleicht ein wenig mit den Zähnen, akzeptiert aber die gesetzlichen Regelungen.
Dann gebe ich als AN in den nächsten drei Wochen mal richtig Gas, um zu beweisen, dass meine Arbeit nicht unter der Nebentätigkeit leidet, danach ist eh' Ruhe.
Und wenn es dem Arbeitgeber trotz allem nicht gefällt, kann er Dir ja noch das Leben so schwer machen, dass Du gerne woanders Arbeit suchst!
Vielleicht mal in deinen Arbeitsvertrag schauen? Dort könnte das geregelt sein!
@FRWEF Nein, ist es nicht und wenn doch, entspricht es der gesetzlichen Regelung oder ist ungültig
Soweit ich weiß, muss dein Chef deinen Nebenjob genehmigen. Also sprich das lieber mit ihm ab :)
Ich habe mich auch mit dem gleichen Problem herumgeschlagen und mir dieses Frage öfters gestellt. Schließlich bin ich auf das hier gestoßen ---> Klick

Doch sehr umfangreich alles und ich konnte mich über die verschiedenen Angebote dort gut informieren. Mir hat es geholfen. Vielleicht hilft es dir ja auch :-)