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Noch Fragen?

Holt man die Steuerberater-Kosten mit Steuerersparnissen wieder herein?

Ich habe mich dieses Jahr selbstständig gemacht. Kann mir jemand aus Erfahrung sagen, ob es sich lohnt, einen Steuerberater zu engagieren?
Frage Nummer 7633
Antworten (14)
Definitiv JA.
Oder kennen Sie die deutsche Steuergesetzgebung um zu wissen, wie ein Jahresabschluss und die dazugehörigen Steuererklärungen zu machen sind?
Ich denke, das lässt sich sehr leicht sagen: Je mehr du verdienst, desto mehr Steuern müsstest du zahlen und also desto mehr könntest du einsparen. Also wirst du wenn du sehr viel verdienst die Kosten sehr leicht wieder reinholen können. Wenn nicht, dann nicht.;)
Die Kosten stellen Betriebsausgaben dar, die den zu versteuernden Gewinn im nächsten Jahr mindern.
Neben den rein monetären Ersparnissen, die Sie durch eine bessere Steuererklärung bekommen, sollten Sie auch noch berücksichtigen, dass Ihr Steuerberater eben dieses tut (tun sollte): Sie in Sachen Steuer beraten.

D.h. er wird Ihnen Tipps & Richtlinien geben, wie Sie (teure) Fehler vermeiden können und sich steuertechnisch günstig verhalten.

Das bringt Ihnen gerade in den ersten Jahren mehr ein/ erspart Ihnen, als die eigentliche Steuererkärung!
Ohne meinen Steuerberater könnte ich ... 1) keine Umsatzsteuererklärung abgeben, weil ich dazu "Elster" brauche, was nur auf PC, aber nicht auf Macs läuft. 2) keine EInnahmen-Ausgaben-Rechnung (BwA) bekommen, die regelmäßig von Banken usw. angefordert wird. 3) nie im Leben alle Buchungskonten richtig einsortieren ... warum Zahlungseingänge mit 19% MwSt aus Deutschland und z.B. Österreich unterschiedlich behandelt werden, ist mir bis heute nicht klar. Oder anders gesagt: mein Steuerberater schlägt sich mit Dingen rum, die ich noch nicht mal mit der Zange anfassen würde. Weil sie mich frustrieren, weil ich sie nicht verstehe und weil ich mich erst gar nicht in so eine kranke Denke um zehn Ecken und wider jeder Logik begeben möchte, die mich in meiner Kreativität hemmt und mich vom Geldverdienen abhält. Ohne Steuerberater müsste ich jeden Monat komplett 3-4 Arbeitstage für die Einkommenssteuererklärung aufwenden. Haben Sie so viel Zeit übrig?
das kommt natürlich ganz darauf an wieviel einnahmen bzw. steuerausgaben du hast. wenn es nur um die private steuererklärung geht, dann kann man, wenn man sich ein bisschen einliest, schon auch allein etwas "rausholen". hast du aber ein gewerbe, dann solltest du schon über einen experten nachdenken, manche von denen sind echte künstler.
Das kommt darauf an, was du machst und wie viel du absetzen kannst. Wenn du kaum Betriebsausgaben hast und nur ein paar Rechnungen im Monat schreibst, kannst du das auch selbst machen, solltest dir aber ein gutes Buch oder eine Software dafür besorgen. Wenn du aber größere Anschaffungen tätigst oder hohe Ausgaben hast, kann sich ein Steuerberater schon lohnen.
Teil 1
Also, ich bin auch selbständig und wende nicht wie g3cd monatlich 3 Tage für die Einkommensteuererklärung auf, sondern 1 mal im Jahr vielleicht 2 Tage.
g3cd meint wahrscheinlich die Umsatzsteuervoranmeldung.
Auch diese ist kein Hexenwerk. Wenn Sie ein Buchhaltungsprogramm haben, dann macht Ihnen dieses Programm praktisch die Voranmeldung automatisch. Sie müssen natürlich Ihre Buchhaltung aktuell haben. Zeitaufwand: 1 Stunde im Quartal, da Sie im ersten Jahr sicher nicht so viele Vorgänge haben, dass sie monatlich Ihre Umsatzsteuervoranmeldung abgeben müssen.
Teil 2:
Wenn Sie sich z.B. das WISO Sparbuch, Beraterausgabe zulegen, dann haben Sie die Buchhaltung und die Umsatzsteuer- und Einkommensteuerprogramme drauf. Ich gehe davon aus, dass Sie nicht Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft sind, dann müssten Sie nämlich bilanzieren, und das kann das WISO Produkt nicht.
Bei dem WISO Produkt ist übrigens auch ein Elstermodul, mit dem Sie Ihre Erklärungen auf elektronischem Weg abgeben können.
Wenn Sie keine komplizierten Vorgänge haben, dann können Sie sich höchstwahrscheinlich den Steuerberater sparen. (Ich habe noch nie einen in Anspruch genommen!)
Ein selbstständiger Freund hat mal den Test gemacht. Er hat zuerst seine Steuern mit einem Steuerprogramm gemacht und anschließend hat er seine Steuern nochmals vom Steuerberater machen lassen. Seine Steuersoftware war besser. Er hat mit seinem Steuerprogramm sogar noch Steuern gespart.
Allerdings sind sie mit einem Steuerberater immer auf der sicheren gesetzlichen Seite. Steuerberater haften für ihre Arbeit. Deswegen sind sie immer vor unliebsamen Überraschungen geschützt. Wenn man Nachts ruhig schlafen möchte, sollte man lieber einen Steuerberater engagieren.
Die Beratungskosten holen Sie dann wieder rein, wenn Ihre Steuerberater alle Möglichkeiten der "Steuerersparnis" ausschöpft, welche Sie nicht ausschöpfen können.
Ein Steuerberater ist ab einer gewissen Anzahl an Geschäftsfällen und Umsatzhöhe dringend anzuraten. Sie Können aber die Beratungskosten senken, wenn Sie ihre Belege etc. vorsortieren, d.h. weniger Arbeit für den Steuerberater und somit weniger Zeit und Kosten.
Es kommt auf Deine Einnahmen an, ist aber immer empfehlenswert. Die Kosten für Deinen Steuerberater kannst du wieder absetzen.
Die Kosten des Steuerberaters kann man nicht steuerlich geltend machen. Das wurde abgeschafft.
Machst du das eigentlich absichtlich @amos? Hier solchen Mist abzusetzen....
Selbstverständlich sind Steueberatungskosten absetzbar - nur nicht der privat veranlasste Teil