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Gast

Ich bin ab 01.07. Rentner, bekomme aber mehr Rente als meine Frau, die noch arbeitet. Ist ein Steuerklassenwechsel sinnvoll?

Frage Nummer 43105
Antworten (13)
Ja!
Wieso? Die Rente wird doch nur mit dem "Ertragsanteil" versteuert. und der dürfte niedriger sein als die Gage Ihrer Frau (sofern Vollzeit). Außerdem kommt das im Jahresausgleich sowieo wieder in einen Pott...
wenn es nicht zu krass höherer Vorauszahlung führt:
wenn einer Vollzeit arbeitet, der andere Rente bezieht, wäre zu überlegen, den Arbeitnehmer in Klasse drei, den Rentner in Klasse 5 einzuordnen.
Von der Rente wird eh' nur die Hälfte (ungefähr, wie oben beschrieben der "Ertragsanteil") versteuert, das führt zu entsprechend niedrigen Beiträgen auch in Klasse V.
Vom Nettogehalt des Arbeitnehmers hängen aber möglicherweise andere Dinge ab: Krankengeld, Arbeitslosengeld und was weiß ich vielleicht noch. Hoffentlich werden solche Gelder nie gebraucht, aber mit der passenden Steuerklassenwahl kann man das optimieren.
Am Ende des Jahres werden die Steuern durch den Jahreausgleich ohnehin ausgeglichen, aber höhere Ersatzleistungen wegen des höheren Nettos dürfte man behalten....
KLar sinnvoll - kommt aber drauf an wie sehr das Geld benötigt wird - bei Jahresausgleich wird wieder alles berechnet - also auch wenn ihrt es nicht macht, verliert ihr kein Geld
Die Steuerklassenkombination IV/IV ist nur zulässig, wenn beide Ehegatten Arbeitnehmer sind. Es bleibt also für den weiterarbeitenden Ehegatten die Steuerklasse III, welche ohnehin die günstigste ist.
@pfeifenraucher: Dein Nick ist Programm, auch ohne "raucher"....
Natürlich können Rentner Steuerklasse IV haben, wer will sie daran hindern?
Ing793: 1. Für gesetzliche Regelungen kann ich nun auch nichts.
2. Korrekt nennt sich das Wort "Lohnsteuerklasse". Seit wann zahlen Rentenempfänger (nicht Betriebsrentner) Lohnsteuer?
@pfeifenraucher: mea maxima culpa, ich entschuldige mich für die "Pfeife"
Richtig ist: die Wahl der Steuerklasse hat einzig und allein Einfluss auf die Steuervorauszahlung (beim Arbeitnehmer ist das die Lohnsteuer, die der Arbeitgeber abführt). Da ein Rentner keine automatischen Vorauszahlungen leistet, hat er keine Steuerklasse.
Verwirren lassen habe ich mich davon, dass der noch arbeitende Partner die Wahl zwischen III und IV hat (an der Stelle ist allerdings auch Deine Antwort nicht ganz richtig).
Empfehlenswert ist aus den oben beschriebenen Gründen III, aber das führt sehr oft zu hohen Nachzahlungen. Wer die Disziplin nicht aufbringt, nimmt besser IV, dann bekommt man in der Regel etwas zurück
ing 793: Ich habe da noch was vergessen. Ich würde mal über ein Gebet nachdenken, welches einem irischen Mönch zugeschrieben wird: Lieber Gott hilf mir, mein Maul zu halten. Wenigstens solange, bis ich weiß, wovon ich rede.
ich bete nicht..
ing 793 Entschuldigung angenommen.Trotzdem gilt: Ist nur ein Ehegatte Arbeitnehmer, kommt er in die Lohnteuerklasse III. Ein Wahlrecht besteht nicht. § 38b (1) 3 EStG
@pfeifenraucher
schön, dass wir uns wieder vertragen.
Du hast insoweit recht, dass der §38 (1) festlegt, dass ein Arbeitnehmer von Amts wegen in Steuerklasse III eingeordnet wird, wenn der Ehegatte keinen Arbeitslohn bezieht (und Rente ist kein Arbeitslohn)
Aber §38 (3) besagt, dass auf Antrag eine ungünstigere Steuerklasse gewählt werden darf. Insofern besteht nach meinem Verständnis doch wieder Wahlrecht.
Einigen wir uns doch einfach darauf, dass die III in aller Regel sinnvoller ist.
ing793 Die Aussage mit der Ungünstigerstellung auf Antrag stimmt. Man sollte Paragraphen immer bis zum Schluss lesen. Würde sagen, wir sind quitt und uns einig.