User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Gast

Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!

Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.
Frage Nummer 3000129165
Antworten (15)
Freiberufler zu sein bedeutet, ständig mehrere Auftraggeber zu habenm mit wechselnden Büros zu tun zu haben.

In einem(!) davon hast Du jetzt Ärger.
Das kann an Deiner sexuellen Ausrichtung liegen oder auch nicht. Minderheiten neigen dazu, Nachteile auf ihren Minderheitenstatus zu schieben und nicht darüber nachzudenken, ob es andere Ursachen gibt.

Um es mal etwas provokant zu formulieren: wenn Deine Auftraggeber Dich für richtig, richtig gut hielten, dann würde keine Sau danach fragen, welcher Form von LGBTQ Du anhängst.
Das tun sie anscheinend nicht, denn ein kurzer Anruf von der anderen Agentur (der Konkurrenz!!!) führt dazu, dass Du draußen bist.

Dein Job jetzt besteht nicht darin zu heulen und auf die böse Dame zu zeigen, die Dich ungerecht behandelt. Das ist so im Geschäftsleben. Die Deutsche Bank hat öffentlich verkündet, Kirch habe Zahlungsschwierigkeiten, schon haben alle Kreditgeber kalte Füsse bekommen und Kirch war pleite. Mit Heulen kommst Du nicht weiter!

Dein Job besteht vielmehr darin, Klinken zu putzen, wie jeder Vertriebler in eigener Sache und dem Gegenüber klar zu machen, dass Du ihm Gewinn verschaffst, wenn er Dich beschäftigt. Mach ihn glauben, dass Du ihn zum Schotter führst, überzeuge ihn!

Und wenn Dir das nicht gelingt, dann geh nach Köln und erzähle denen, die Düsseldorfer mögen Dich nicht (oder besser, Du magst die Düsseldorfer nicht).
@ing793
Sorry, aber deine Aussage ist echt ein Schlag ins Gesicht. Ja Minderheiten fühlen sich schnell diskriminiert, aber weil es leider immer noch und zwar täglich passiert. Ich vermute mal du gehörst keiner Minderheit an, sonst könntest du es wahrscheinlich nachvollziehen. Ich dachte auch immer in der heutigen Zeit ist Homosexualität kein Problem bis ich selbst im Job deswegen diskriminiert wurde. Da habe ich es allerdings anfangs gar nicht bemerkt bis ich von heterosexuellen Kollegen darauf hingewiesen wurde.
Minderheiten zu unterstellen sie würden sich unbegründet immer diskriminiert fühlen ist eine absolute Frechheit!

@gast
Zum eigentlichen Thema. Ich bin kein Experte, aber aus meiner Sicht wäre das vielleicht ein Thema für den Anwalt, zumindest wäre es mal ein Infogespräch wert. Dein alter Auftraggeber verhält sich hier schwer geschäftsschädigend für dich, wenn er dafür keine handfesten Beweise/Belege hat kann man hier bestimmt eine Unterlassung erwirken. Zudem hört es sich ein bisschen an als wärst du in einem Bereich tätig der sehr stark in der Scheinselbständigkeit ist. Ich würde hiermit zwar nicht direkt drohen, weil du dir damit wahrscheinlich eher ins eigene Knie schießt. Aber wenn sich der Auftraggeber damit auskennt will er das wahrscheinlich auch nicht hochkochen lassen, bzw vielleicht kann der Anwalt das noch irgendwie gut einbauen.
Ich würde mir das an deiner Stelle aber nicht so ohne weiteres gefallen lassen.
@zeitto Vielen Dank für Deinen Beitrag. Genau das ist es, was ich meine:
Ich sage "es kann sein oder nicht, überprüfe das" und Du verstehst sofort "Schwule tun das immer". Einen besseren Beweis für die gelegentliche Überempfindlichkeit konntest du nicht liefern.

Dein Rat ist übrigens völliger Mist. Selbst wenn Gast den Prozess gewinnen würde: lies nochmal nach, er ist Freiberufler. Niemand (!) gibt einem Freelancer einen Auftrag, der mit dem vorherigen Auftraggeber aufgrund persönlicher Differenzen vor dem Kadi war.
Wenn er nicht in der Lage ist, mit seiner Homosexualität souverän umzugehen, dann hat er beruflich keine Chance.
§ 630 BGB Pflicht zur Zeugniserteilung

Bei der Beendigung eines dauernden Dienstverhältnisses kann der Verpflichtete von dem anderen Teil ein schriftliches Zeugnis über das Dienstverhältnis und dessen Dauer fordern. Das Zeugnis ist auf Verlangen auf die Leistungen und die Führung im Dienst zu erstrecken. Die Erteilung des Zeugnisses in elektronischer Form ist ausgeschlossen. Wenn der Verpflichtete ein Arbeitnehmer ist, findet § 109 der Gewerbeordnung Anwendung.
Wie der letzte Satz noch mal betont, gilt diese Vorschrift gerade nicht für Arbeitnehmer (denn da gibt es eine andere), sondern für Dienstverhältnisse die kein Arbeitsverhältnis sind. Es muss aber "dauernd" gewesen sein, also nicht auf vereinzelte Beiträge bezogen sondern über einen gewissen Zeitraum als längerfristige Aufgabe....🤗

kacac
An deiner Stelle würde ich aufhören anderen hinterher zu rennen. Wenn du bereits als Freiberufler Erfahrung hast, dann gehe den nächsten Schritt: Mach dich selbstständig.
@Gast,@zeitto: Im Laufe meines langen Arbeitslebens ist mir es noch niemals untergekommen, daß sich irgend jemand meiner Arbeitgeber für meine sexuelle Ausrichtung interessiert hat. Allerdings bin ich auch niemand, der damit hausieren geht und Applaus von allen anderen dazu erwartet...Was ist das bei Euch Gleichgeschlechtlichen das Problem? Warum müsst Ihr jedem mitteilen, zu wem Ihr Euch hingezogen fühlt? Warum fordert Ihr andauernd Respekt ein, ohne diesen auch allen anderen zu zeigen? Vielleicht interessiert das einfach niemanden in der Berufswelt...denn dieses Thema gehört dort einfach nicht hin.

Mir wäre das vollkommen egal als Arbeitgeber, denn das einzige, was zählt in der Berufswelt, ist der finanzielle Erfolg.
BeatDaddy,
was ist das Problem bei dir heterogenem Mann?
Dass keiner deiner Chefs dich jemals in den Schritt gegriffen hat? Dass du neidisch darauf bist, dass die Sekretärin des Chefs – die, mit den dicken Titten und der Bereitschaft »Überstunden« zu machen – ein höheres Gehalt hat als ein Abteilungsleiter?

»… denn das Einzige, was zählt in der Berufswelt, ist die Macht, die man über andere hat und dann ficken kann, wen man will.«

Und, BeatDaddy, verdienen die Gleichgeschlechtlichen keinen Respekt?
@BeatDaddy: das war jetzt tatsächlich daneben.
Nach meiner Erfahrung drängen sich Schwule und Lesben genausoviel oder sowenig auf wie alle anderen. Und das ist auch gut und und richtig so. Die wenigsten fordern irgendetwas besonderes.

Wo es eben manchmal problematisch wird:
- wenn ich z.B. jemanden nicht leiden kann, weil er/sie mir unsympathisch ist ...
- dann sagt der Türke: Du hast was gegen mich, weil ich Ausländer bin
- dann sagt der Schwule: Du hast was gegen mich, weil ich schwul bin
- dann sagt der Veganer: Du hast was gegen mich, weil ich Veganer bin.
In Wirklichkeit ist er/sie einfach nur ein Drecksack, aber zu dem Schluss kommt keiner von denen.
Käme er/sie zu dem richtigen Schluss, könnte er/sie auch die RICHTIGEN Gegenmaßnahmen einleiten, anstatt sich im Selbstmitleid zu suhlen.

Wobei "Drecksack" hier nur ein Beispiel und keinesfalls die Fragestellerin gemeint war.
Um hier Mal eine sachliche Antwort hinzufügen: dein ehemaliger Auftraggeber hat meines Erachtens kein Recht, bei potenziellen neuen Auftraggebern anzurufen und dich schlecht zu machen. Ich bin kein Jurist, aber nach meiner bisherigen Erfahrung mit Arbeitsrecht, kann ich mir vorstellen, dass dich das Gesetz gegen sowas schützt. Deswegen würde ich einen Anwalt hinzuziehen. Wenn deine finanzielle Lage das im Moment schwer macht, kannst du beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen. Ob der Anwalt viel für dich tun kann, was dir wirklich hilft weiß ich nicht, aber man muss solchen Leuten die Stirn bieten. Ob du deine Arbeit super gemacht hast oder nicht, ob es was persönliches war oder nicht, die haben kein Recht dir neue Chancen zu verbauen.
Aha, ing793,
Türken, Schwule und Veganer sind in deinen Augen also Drecksäcke.
Drecksäcke bringen Flüchtlingskinder das Lied "Wir lagen vor Nahuru" bei.
@Spirelli *seufz*
Du hast grundsätzlich recht, in einer idealen Welt ist das so.

Wir leben aber nicht in einer solchen. Niemand ruft irgendwo an und sagt "das ist eine Schwuchtel, lass die Finger davon". Das(!) wäre justitiabel.
Stattdessen: man kennt sich in der Branche, es wird ein wenig "smallgetalkt" und ganz nebenbei erwähnt man, dass das System im Haus nicht sauber läuft, der letzte Freelancer hätte das nicht lösen können, jetzt würde man sich mal nach einem umsehen, der "mehr" Ahnung habe. Gerichtlich nicht angreifbar und trotzdem tödlich für die berufliche Reputation.

Und selbst, wenn man den alten Boss beim ersten Satz erwischen würde: das gäbe Schadenersatz, der ein halbes, vielleicht ein ganzes Jahr reicht (wobei ich schon das bezweifele). Und dann?
Der alte Boss ist jetzt richtig sauer und erzählt überall herum, dass er vor den Kadi gezogen wurde, weil er mit dessen sexueller Orientierung ein Problem gehabt hätte ...
Alles Tatsachen, nichts angreifbares, aber einen Job gibt es in diesem Umfeld und in diesem Leben nicht mehr.

Das ist unfair und am Ende muss jeder wissen, ab wann er anfängt zu kämpfen. Aber er/sie sollte die Mechanismen kennen und da versuche ich, die Konsequenzen in unserer nicht-idealen Welt aufzuzeigen.
Natürlich gibt es homophobe Arbeitgeber und Kollegen, aber auch Kunden, die nicht mit Homosexuellen zusammen arbeiten wollen.

Das mit den Kunden sollte bei deinem Job kein Problem sein. Denn so wie ich dich verstehe, gehörst du zu den sogenannten freiberuflichen "Promotern", die an einem Stand im Elektrofachhandel oder in den sogenannten Stores in der Fußgängerzone , Leuten Handyverträge aufschwatzen soll. Da ist der Kundenkontakt einfach nicht lang genug, als das Aversionen aufgrund der sexuellen Orientieren aufkommen würden.

Dann hast du für einen anderes Handyanbieter einen Tag zur Probe gearbeitet. Dabei wurde die Person, die deine Arbeit beurteilen sollte, deinen früheren Kollegen angesprochen, oder hat sie angesprochen, um zu erfahren, ob es vernünftig wäre dich einzustellen. Ein Telefonat im Hintergrund zwischen deinen Bossen und dem potentiellen neuen Arbeitgeber hat es nicht gegeben.
Dabei wurde ihr abgeraten. aus welchen Gründen, ist offen, du bist dir sicher, dass es deine Homosexualität war.

Korrekt zusammengefasst, bzw. zusammengereimt?

Natürlich kann das stimmen, aber es kann auch sein, dass deine Umsätze nicht stimmen, weil:
a. du den Stoff nicht beherrscht und die Kunden nichts verstehen und deshalb weitergehen.
b. es an der persönlichen Hygiene hapert und die Kunden lieber einen großen Bogen um deinen Stand machen.
c. du zu den kommunikativen Menschen gehörst und dein Stand öfters leer ist, weil du in der Zigarettenpause bist, oder ein Schwätzchen hältst.

Es kann auch sein, dass du ein unangenehmer Kollege bist, der den anderen Promotern die Kunden abjagst, obwohl man ein Team ist. etc.

Soweit ich es mitbekommen habe, geht man gerade in dem Job relativ frei und ungezwungen mit homosexuellen Kollegen um. Ein guter Freund hat in dem Bereich gearbeitet und obwohl allen bekannt war, der dieser schwul und mit einem Mann verheiratet war, hatte er nie Probleme. Im Gegenteil er wurde öfters mal abgeworben und hat für verschiedene Anbieter von Handyverträgen bis zu Küchengeräten gearbeitet. Auf seiner Geburtstagsfeier habe ich mehrere seiner Kollegen kennengelernt.
Er war auch nicht der einzigen Schwule, der in den Märkten als Promoter gearbeitet hat.
Skorti,
deine Fantasie ist göttlich.
Nur rayer fantasiert mehr.
Deine Vorurteile und Klischees ach so deutsch.
Da darf man auch Ausländer, Schwule und Veganer als Drecksäcke bezeichnen. Interessant.
Gast, könntest Du Dir nicht um die Ecke in Köln ein paar neue Aufträge suchen? Ich habe bislang nicht den Eindruck gewonnen, dass Homosexualität hier ein Problem ist.