User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Ich bin unentschlossen und mache mir gerade viele Gedanken darüber, ob ich noch wählen soll oder nicht. Ich will keine Kompromisse wählen, wie seht ihr das?

Frage Nummer 56308
Antworten (10)
Kompromisse kann man nicht wählen, die stehen nicht auf dem Wahlzettel.
Es gibt weder eine Partei, die genau weiß, wie es geht, noch eine Partei, die genau das vertritt, was Du willst.
Es gibt also nichts anderes als "Kompromisse". Und nicht wählen ist auch eine Wahl, man unterstützt nämlich nämlich damit den späteren Sieger.
Anderswo sterben Leute für ihr Wahlrecht und hier will man sich nicht so recht entscheiden, ich verstehe das nicht.
mir geht's wie dem ing: Ich versteh die Nichtwähler und Politikuninteressierten nicht. Das Wahlrecht ist in D so ziemlich das Einzige Mittel, um seine Meinung in der Politik zu äußern. 100%ige Übereinkommen gibt es nicht; Du wirst Dir die Partei suchen müssen, in deren Programm Du Dich am ehesten wiederfindest. Das setzt Lektüre der Programme und Abwägung der eigenen Interessen und Wünsche voraus. Dafür gibt's im Internet den "Wahl-o-mat", der Deine Vorlieben und Ideen abfragt und Dir dann die Partei nennt, die die größte Übereinstimmung zu Deinen Vorstellungen zeigt.
@ hphersel
Ja, wenn's doch so einfach wäre. Zum Beispiel gefällt mir nicht, wie uninteressiert Frau Merkel an den Verhältnissen in Deutschland ist und sich auf Kosten der Steuerzahler in Europa profiliert. Dann könnte ich ja SPD wählen, die aber wollen die Eurobonds, und die will ich nicht, bei den Grünen ist es genauso. Die FDP will gar nichts, außer in der Regierung bleiben. Was bleibt den dann? Da sind die Nichtwähler ehrlicher, die sagen, wir wollen lieber eine Politik, die uns nützt, aber von euch kriegen wie die nicht. Das interessiert die Partein nicht, solange ihre Prozentzahlen stimmen. Ich bin sehr dafür, dass die Zahl der Parlamentssitze an die Wahlbeteilung gekoppelt wird, das würde der Demokratie einen echten Schub geben.
und was würde sich bei der von Dir vorgeschlagenen Koppelung ändern? Rechnerich gar nichts. Die prozentualen Anteile der Sitze an den vorhandenen Sitzen bliebe trotzdem gleich.
Unter dem Strich geb ich dir einem Punkt Recht: Es ist nicht einfach. Aber das habe ichauch nie behauptet. Die "eierlegende Wollmilchsau" gibt es nun mal nicht. Du wirst Abstriche machen müssen, was Dir wichtig ist und was nicht, so wie beim Autokauf:
Ein superschnelles Auto (Ferrari) hat nun mal keinen Kofferraum wie ein Kombi und auch keine Anhängerkupplung. Wenn Du mit Deinem Auto Sachen transportieren willst, musst Du auf Geschwindigkeit und Optik etc des Ferrari verzichten. Was ist Dir lieber?
Ja klar sollst du wählen! Wie idiotisch ist das denn? Du lebst in einem Staat in dem du, als Bürger mit deiner Stimme entscheidest, ob die jeweilige Regierung gute Arbeit gemacht hat oder nicht. Falls du lieber an einer Diktatur interessiert bist, kannst du ja nach Syrien ziehen. Ich an deiner Stelle würde jede Gelegenheit, egal wie mies du die Parteien findest, wahrnehmen, um zu wählen. Eine Demokratie besteht nun mal aus Kompromissen, weil jede (!!!) Stimme zählt und man es leider nicht jedem recht machen kann. Verstehst du das Dilemma? Also, geh verdammt nochmal wählen oder willst du dir deine Bürgerrechte sukzessive aberkennen lassen?
Wenn man wählt, trägt man die moralische Mitverantwortung für alles, was die gewählte Partei macht..Wenn ich das bei keiner Partei tun kann, wähle ich lieber nicht.
Kleinere Kompromisse sollte man aber eingehen, solange das moralisch vertretbar erscheint.
Der Wähler gibt seine Stimme ab, danach hat er keine mehr.
Entschuldige mal, aber es ist doch auch ein Grundrecht zu entscheiden, dass man etwas nicht möchte und dass man etwas boykottiert. Wenn ich nicht die richtigen Kandidaten finde, von denen ich mich gut vertreten fühle, dann wähl ich so lange nicht, bis einer auftaucht, den ich wieder ernst nehmen kann.

Seitdem die Piraten so untergegangen sind, bin ich auch ziemlich ratlos, was ich wählen soll. Und ich vergebe meine Stimme nun einmal nicht leichtfertig. Das sollte jeder für sich selbst entscheiden dürfen, das ist schließlich auch Demokratie.
Die sollen sich ruhig anstrengen, um meine Stimme wieder zurück zu bekommen!
Liebe Leute,
wenn die Wahlbeteiligung nur noch bei 20% liegen würde, wären die Parteien immer noch zufrieden, wenn ihre Prozentzahlen stimmen. Sie würden sich aber nie fragen, ob sie vielleicht etwas falsch machen. Die Nichtwähler stellen inzwischen die größte Fraktion, das liegt aber nicht am Desintesresse der Wähler, sondern am Mangel an attraktiven Alternativen. Es fehlt eine Partei, die die Interessen der normalen Bürger vertritt.