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Noch Fragen?

Ich denke über eine berufsbegleitende Promotion nach. Wer hat gute Erfahrungen damit gemacht?

Nach meinem Studium kam die Dissertation erst einmal nicht in Frage, da ich gleich ein Jobangebot bekam. Heute sehe ich eine berufsbegleitende Promotion jedoch als eine persönliche Herausforderung.
Frage Nummer 1601
Antworten (5)
Eine persönliche Herausforderung wird es mit Sicherheit werden. Ich selber bin nicht promoviert, kenne aber Leute, die das neben ihrem Job gemacht haben. Neben einem Vollzeitjob ist das aber nicht zu schaffen, es sei denn, du willst dir die nächsten 5-6 Jahre damit Zeit lassen. Auch wenn du nur halbtags arbeitest, wird die Freizeit der nächsten 3 Jahre sicher dafür draufgehen, inklusive Urlaube, wenn du irgendwo hinfahren musst, um zu recherchieren oder an Tagungen teilzunehmen...
Ich habe auch, ungefähr nach 10 Jahren, ein Dissertationsvorhaben in Angriff genommen. Damit erhöhte sich natürlich auch der Wert meiner Arbeitskraft bei meinem Arbeitsgeber, was sich direkt auf meinen Lohn auswirkte. Die berufsbegleitende Promotion bereue ich deshalb auf keinen Fall, obwohl man sagen muss, dass es eine große Doppelbelastung war.
Das sehe ich auch so, die doppelte Belastung ist auf keinen Fall zu unterschätzen. Und wenn man Familie hat, so wie ich, sollte man sein Umfeld darauf vorbereiten. Man muss viel privat zurückstecken für die Zeit, aber der Titel am Ende und die besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt, waren für mich der Lohn der Arbeit.
Leider hat nicht jeder Erfolg damit. Bei mir war die Belastung einfach zu groß, obwohl ich sogar an der Universität tätig war. Trotzdem ich über 6 Jahre Zeit hatte und alle Hobbies und meine Familie hinten anstellte, habe ich die berufsbegleitende Promotion nicht zum Abschluss bringen können. Ein kompromissbereites Umfeld und viel Selbstdisziplin sind eine grundlegende Voraussetzung.
Ja,hat bei mir gut geklappt. Mein Arbeitgeber hat mich 10 Wochenstunden weniger arbeiten lassen, bei entsprechendem Lohnverzicht. Duch die Promotion bin ich an bessere jobs gekommen, mehr Geld für dieselbe oder weniger Arbeit und höhere Einstufung bei Gesprächen, Vorträgen, Seminaren sowie chairman in einigen Sessions und Leitung eigener Semianre. Vor allem im Nahen Osten läuft ohne den Dr. gar nichts.