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Noch Fragen?

Ich habe ausgemistet und es sind viele Altkleider übriggeblieben. Was soll ich damit machen, wer verdient an den Containern?

Frage Nummer 20281
Antworten (11)
Kommt drauf an, wenn die Container vom Roten Kreuz sind werden die Kleider gesichtet, die Guten in die Kleiderkammer, die anderen werden an Putzlumpenfabrikanten verkauft, der Erlös kommt dem RK zugute. Ansonsten verdient direkt derjenige dran, der dran steht. In der Regel werden die Kleider ungesichtet zu Putzlumpen.
Es gibt in vielen Städten auch caritative Sammelstellen, bei denen im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gleichzeitig Menschen eine Chance auf Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt erhalten und deine Sachen gesichtet, gereinigt und zum Verkauf angeboten werden. Z.B. gibt es "Gebrauchtwarenkaufhäuser". Die sozialen Einrichtungen deiner Stadt können dir sicher Auskunft geben, was bei euch im Umfeld vorhanden ist.
Private Kleidersammler schaffen Arbeitsplätze. Einsammeln und Kleidung sortieren sind bezahlte Jobs. Die brauchbaren Kleider werden gemischt zu Ballen gepackt und nach Afrika verkauft. Dort kaufen örtliche Händler die Ballen, ohne zu wissen was sie enthalten und bieten die Kleidung in ihren Läden an. Auf diese Weise verdienen auch die afrikanischen Transporteure, Zwischenhändler und Einzelhändler daran.
Ich weiss aus persönlicher Erfahrung zum Beispiel, dass die Caritas ihre Altkleider für gutes Geld an "Recycling-Labels" wie Luxusbaba oder ähnliche verkauft. Die Bedürftigen kriegen dann den restlichen Mist um sich und ihre Kinder warm zu halten. Aber Jungedesigner verkaufen ein T-Shirt für 60 Euro. Nur mal so nebenbei.
Lokale Arbeitsinitiativen (z.B. Recyclingbörse oder Gebrauchtkaufhaus) sind sicher die besten Adressen. Dort wird die Kleidung gesichtet, das Brauchbare für kleines Geld an Bedürftige verkauft und mit diesem Geld dann weitere Projekte für Langzeitarbeitslose finanziert. - - - Wer Altkleidung nach Afrika verkauft schafft dort keine Arbeitsplätze : er vernichtet vielmehr die einheimischen Handwerksbetriebe. Die können nämlich ihre traditionellen Stoffe nicht mehr verkaufen.
@ schillafrida

Genausowenig wie hierzulande Gebrauchtkaufhäuser reguläre Bekleidungsgeschäfte verdrängen, werden in Afrika die einheimischen Handwerksbetriebe vernichtet. Es ist nur ein Nischengeschäft, mit den paar Kleiderspenden kann man schließlich nicht ganz Afrika einkleiden.
Kleidunf wird nicht einfach so nach Afrika geschickt., Von kommerziellen Sammlern eh nicht. Viel zu teuer. Das schafft auch keine Arbeitsplätze. Ein Arbeitsplatz ist nur das, wovon man auch leben kann. Von Zeitungsausragen mal abgesehen. Ansonsten gehören Arbeitsplätze mit Hungerlöhnen, besetzt mit Rumänen, Polen und Bulgaren, abgeschafft.
Wenn die Kleidung noch gut erhalten ist, kannst du sie in einen Secondhand-Laden bringen. Viele Städte haben auch sogenannte 1-Euro-Läden, die gezielt an sozial Schwächere verkaufen. Bei Altkleidercontainern steht immer drauf, von welcher Stiftung sie betrieben werden.
Bei den Containern steht drauf, wer der Bereitsteller/Nutznießer ist. Bei den Altklieder/Altschuhsammlungen steht es bei uns auch immer auf den Zetteln. Die sind inzwischen hier fast alle gewerblich, sprich, die werden weiterverkauft und nicht für den berühmten "guten Zweck" verwendet. Wenn die Sachen noch richtig gut sind: ab zum Secondhand-Laden oder einem Sozialkaufhaus.
Am besten ist es, die nicht mehr benötigten Kleider beim Roten Kreuz, der Caritas oder einer Kirchengemeinde abzugeben. Diese verkaufen sie für ein geringes Entgelt an Bedürftige weiter. Die Altkleidercontainer mit undurchsichtigen Adressangaben sind nicht immer seriös geführten Unternehmen zuzuordnen.
Es gibt so viele Meinungen zu dem Thema. In den Hausmüll ist die schlechteste aller Arten. Bei Containern weiß man nicht, wer seriös ist. Bedürftige gibt es in Deutschland nicht so viele, wie Altkleider gesammelt werden. Wiederverwenden statt recyceln ist im Sinne der Nachhaltigkeit das oberste Ziel. Daher ist der Handel mit tragfähigen Textilien sogar notwendig und schafft mehr Arbeitsplätze als dadurch vermeintlich vernichtet werden. Eine gute Sache ist die neue Kleiderspende im Karton - Packmee. Auf der Website steht auch alles was man über dieses Thema wissen sollte. Und der Spendenanteil ist auch noch sehr hoch. Macht also etwas Gutes mit den Klamotten.